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Sterneküche Berlins Restaurants mit Michelin-Sternen

Sonntag, 17. März 2019
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Sternerestaurants in Berlin
Die Orte im Überblick
Karte (22)

Der erste deutsche Guide Michelin erschien bereits im Jahr 1910, doch erst seit 1964 gibt es eine eigene Ausgabe für Deutschland. Selten wird darin die höchste Bewertung von drei Sternen vergeben. Eckart Witzigmann erhielt sie 1980 erstmalig für sein Münchener Restaurant Aubergine. Aktuell zählen lediglich zehn Restaurants landesweit zu dieser Spitzenkategorie. Keines davon ist in Berlin zu finden.

Doch von den 38 Restaurants mit zwei Michelin Sternen sind dafür gleich fünf in Berlin zu finden. Die Rangliste der hiesigen Sternerestaurants führen das Rutz Restaurant in Mitte, das Facil am Potsdamer Platz, das Horvath in Kreuzberg und das Lorenz Adlon Esszimmer im Hotel Adlon sowie das Tim Raue unweit der Friedrichstraße an. Der aus der Netflix Serie "Chefs Table" bekannte Raue serviert seine sagenhaften Menüs dabei tageweise auch als Mittagstisch.

Hinzu kommen 17 Michelin-Restaurants mit einem der begehrten Sterne und einer nicht minder herausragenden Küche. Damit ist Berlin auch in diesem Jahr wieder die Stadt mit den meisten Sternen im deutschsprachigen Raum. Als vielversprechende Anwärter für den Guide Michelin 2020 dürften im Übrigen das Restaurant Cell in Charlottenburg und das Slate in Mitte gelten. Schon jetzt sind auch sie ein echtes Highlight für Feinschmecker.

Ob die Restaurants Pauly Saal und Einsunternull, beide ebenfalls in Mitte, hingegen ihren Stern behalten dürfen ist noch unklar. Hier haben unmittelbar nach Bekanntgabe der Sterne durch den Guide Michelin die Chefköche ihren Abschied verkündet. Und damit gehen üblicherweise auch die Sterne verloren, denn diese werden immer nur für die Kombination aus Restaurant und aktuellem Chefkoch vergeben.

Zu den Details der einzelnen Orte gelangen Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

Restaurants mit zwei Sternen.

Facil. Bereits seit 15 Jahren leitet Chefkoch Michael Kempf das Sternerestaurant im The Mandala Hotel am Potsdamer Platz. Mit gerade mal 26 Jahren erkochte er hier zunächst als ehemals jüngster Koch einen ersten und 2013 den zweiten Stern. Bereits zum sechsten Mal wurde dieser auch 2019 wieder bestätigt.  

Horvath. Sensibel wie Ödön von Horváth schrieb, verwandelt Sebastian Frank österreichische Landküche in kulinarische Meisterwerke. 2011 erhielt er seinen ersten und 2016 seinen zweiten Stern. Besonderes Aufsehen erregte er zuletzt mit seinen eigens kreierten alkoholfreien Getränkebegleitungen, die er als Erster an Stelle einer Weinbegleitung anbot.

Lorenz Adlon Esszimmer. Seit neun Jahren ist Hendrik Otto Chefkoch im Sternerestaurant des legendären Hotel Adlon am Brandenburger Tor. Bereits im Folgejahr nach seinem Antritt wurde seine ausdrucksstarke Küche mit einem und ein weiteres Jahr später mit zwei Sternen prämiert. Ein ums andere Jahr werden diese seither vom Guides Michelin bestätigt.

Rutz Restaurant. So ehrlich, so echt und kulinarisch genial, dass wir uns noch heute fragen, warum Chefkoch Marco Müller so lange auf den zweiten Stern warten musste. Erst 2017, nach zehn Jahren mit einem Stern, war es soweit. Zum dritten Mal wurden beide Sterne bestätigt und das Rutz auch 2019 zu einem der besten Restaurants in Berlin gekürt.

Tim Raue. Bereits in anderen Restaurants hatte das Enfant terrible der deutschen Küche Sterne erkocht. Klar, dass sie auch in den eigenen Hallen nicht lange auf sich warten lassen würden: Seit 2012 wird Tim Raue alljährlich mit zwei Sternen für seine akribische Arbeit gewürdigt, die ihm regelmäßig auch einen Platz unter den "The World’s 50 Best Restaurants" einbringt.

Restaurants mit einem Stern.

Bandol Sur Mer. Als das unscheinbare Restaurant 2016 zum ersten Mal einen Michelin-Stern erhielt, war das eine Überraschung für viele Kritiker. Doch Chefkoch Andreas Saul setzte mit seinem Küchenkonzept bereits vor zehn Jahren erfolgreich und als einer der Vorreiter auf frische und saisonale Zutaten, für die heute eigens drei Gärten bewirtschaftet werden.    

Bieberbau. Zum fünften Mal in Folge wurden Stephan Garkischs Kochkünste mit einem Stern prämiert. Dabei sind auch die Räumlichkeiten seines Restaurants, dank kunstvoller, historischer Stuckarbeiten, ein echtes Ereignis. Seit über 15 Jahren servieren er und seine Frau Anne gehobene deutsche Küche mit französischen Akzenten.

Cinco by Paco Pérez. Im Fine Dining Restaurant des Hotel SO/Berlin Das Stue werden der spanische Küchenchef Paco Pérez und sein internationales Küchenteam bereits seit 2013 mit einem Stern prämiert. Der Fokus der avantgardistischen Menüs liegt dabei klar auf Fisch und Meeresfrüchten, die Pérez überwiegend direkt von der Costa Brava liefern lässt.

Cookies Cream. Als erstes vegetarisches Restaurant in Deutschland wurde das Cookies Cream 2017 mit einem Stern ausgezeichnet. Da machten Chefkoch Stefan Hentschel und sein Team allerdings bereits seit über zehn Jahren einen beachtlichen Job. Ein legendärer Berlin-Ort, auch dank der Anfänge als geheime Dinner-Location.

Coda. Die Dessert-Bar in Neukölln ist einer der diesjährigen Neuzugänge unter Berlins 1-Sternerestaurants. Dabei verzichtet Chefkoch René Frank bei seinen spannenden Kreationen weitgehend auf raffinierten Zucker, wodurch, begleitet von korrespondierenden Drinks, auch ohne Probleme fünf Gänge verzehrt werden können.

Einsunternull. Das vielleicht polarisierendste Restaurant mit einem Michelin-Stern in Berlin erhielt bereits im Eröffnungsjahr 2016 zum ersten Mal die renommierte Auszeichnung. Seither blieb man konsequent bei der strengen Küchenphilosophie, die sich mit Hingabe und äußerst fokussiert Produkten aus der Region widmet.

Ernst. Im Restaurant von Chefkoch Dylan Watson-Brawn und seinem Kompagnon Spencer Christenson dreht sich alles um das Produkt. Jedes seiner Sterne prämierten Gerichte vereint daher nicht mehr als zwei Zutaten. Das gesamte Menü hingegen besteht aus 25 Gängen mit wenig Fleisch und viel saisonalem Gemüse aus der Region.

Frühsammers. Als erste Frau in Berlin würdigte der Guide Michelin 2014 Chefköchin Sonja Frühsammer mit einem Stern. Auch in diesem Jahr zeigte ich die Jury wieder begeistert von ihren feinen, ausdrucksstarken Gerichten, die Ehemann Peter Frühsammer als erfahrener Gastgeber und Sommelier auf die Tische bringt.

Golvet. 2018 errang Björn Swanson, als jüngster Sternekoch von Berlin, bereits im Eröffnungsjahr des Golvet einen Michelin-Stern, der in diesem Jahr erneut bestätigt wurde. Im 8. Stock, mit Blick über den Potsdamer Platz, genießen Gäste seine klassisch französische Küche mit amerikanischen Einflüssen.

Hugos. Seit 20 Jahren hat das Restaurant im 14. Stock des Hotels InterContinental Berlin bereits durchgängig einen Michelin-Stern. Chefkoch Eberhard Lange, der nun schon seit vier Jahren die Küche des Hugos leitet, gehörte von Beginn an mit zum Team. Hier wird unkompliziert und im wahrsten Sinne des Wortes mit viel Weitsicht gekocht.

Kin Dee. Das Restaurant in Tiergarten bietet eine beinahe poetische Interpretation der modernen thailändischen Küche. Küchenchefin Dalad Kambhu bringt regionale Gemüsesorten derart gekonnt mit den Aromen ihrer Heimat zusammen, dass der Guide Michelin nicht umhinkonnte, ihr autodidaktisches Können in diesem Jahr mit einem Stern zu würdigen.

Nobelhart & Schmutzig. Billy Wagner ist der Rockstar unter den Berliner Gastronomen. 2015 eröffnete "der Wirt" und mehrfache Sommelier des Jahres sein Restaurant. 2016 gab’s bereits einen Stern. Jahr für Jahr überzeugen Chefkoch Micha Schäfer und sein Team seither die Kritiker des Guide Michelin aufs Neue mit ihrer "radikal regionalen Küche".

Pauly Saal. Der Schwerpunkt der eleganten Küche von Arne Anker liegt auf hochwertigen und regionalen Produkten, die raffiniert kombiniert werden. Dabei überrascht Anker kontinuierlich durch sein Spiel mit verschiedenen Konsistenzen, eindrucksvollen Farben und ungewöhnlichen Aromen. Das überzeugte auch den Guide Michelin.

Richard. Ein Restaurant, etwas abseits gelegen, voll schweizerischer Zurückhaltung, wie Inhaber Hans Richard selbst. Französisch inspirierte Kochkunst und ein einzigartiges Ambiente brachten ihm und seinem Küchenchef Francesco Contiero im Jahr 2016 einen Stern ein. Zum vierten Mal wurde dieser nun bestätigt.

Savu. Der finnische Koch Sauli Kemppainen, der andernorts bereits Sterne erkochte, darf sich seit diesem Jahr wieder über einen Michelin-Stern freuen. Vor einem Jahr eröffnete er, gemeinsam mit dem Sommelier Vedad Hadziabdic, das Restaurant Savu am Kurfürstendamm. Serviert wird eine skandinavische Küche mit spanischen und italienischen Einflüssen. 

Skykitchen. Hoch über den Dächern von Berlin verwandelt Chefkoch Alexander Koppe im 12. Stock des Hotel Andel’s regionale Klassiker in wahrhaft himmlische Menüs. 2014, zwei Jahre nach Eröffnung des Fine Dining Restaurants, erhielten er und sein Team den Michelin-Stern, den das Restaurant bis heute wohlverdient hält.

Tulus Lotrek. Gastgeberin und Weinfachfrau Ilona Scholl und Küchenchef Max Strohe sorgten 2016 bei der Eröffnung ihres Restaurants für viel Lob und Aufsehen. Kein Wunder also, dass für die individuelle deutsch-französische Küche des Autodidakten Strohe ein Stern auf dem Fuße folgte und bis heute blieb.

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