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Berliner Lieblingsorte

Berliner Spezialitäten Die besten Orte für Berliner Weiße, Currywurst & Co.

Samstag, 11. Mai 2019
Currywurst in Bio-Qualität bei Witty's in Berlin-Charlottenburg
Die Orte im Überblick
Karte (9)

Berlin ist traditionell nicht gerade ein Eldorado für urtypische Spezialitäten, die es zu Weltruhm gebracht haben. Und doch gibt es kulinarische Highlights, die jeder Berliner, Expat oder Besucher der Stadt kennen sollte. Von Boulette und Currywurst über Berliner Pfannkuchen und Splitterbrötchen bis Berliner Weiße und Fassbrause haben wir die wichtigsten Berliner Spezialitäten ausfindig gemacht. Wo sie uns am besten schmecken sei in Folge verraten...

Zu den Details der einzelnen Orte gelangen Sie über das Anklicken der orange markierten Namen! 

Currywurst. Bei Witty’s am Wittenbergplatz gibt es die für uns beste Currywurst. Einst unweit an einer Straßenecke in Charlottenburg von der Berlinerin Herta Heuwer erfunden, ist die Bratwurst – mit oder Darm! – nebst unverzichtbarem mild-scharfem Topping, nicht mehr aus Berlin wegzudenken. Die Imbissbude am Wittenbergplatz serviert sie in Bioland-Qualität und mit einer exzellenten, hausgemachten Soße. Eine zweite Filiale gibt es seit einigen Jahren am Bahnhof Friedrichstraße unter der S-Bahn-Brücke. Herausragend sind nebenbei bemerkt auch die dick geschnittenen Pommes aus Bio-Kartoffeln!

Bouletten. Die besten Bouletten der Stadt gibt es im Diener Tattersall. In dem ehemaligen Casino einer Reitschule in der Grolmannstraße in Charlottenburg soll schon Kaiser Wilhelm II. pausiert haben. In den 50er Jahren entwickelte sich der Ort zu einer bekannten Künstlerkneipe. Aus dieser Zeit stammt auch das schlichte Mobiliar. Hinzugekommen sind über die Jahrzehnte hunderte Bilder und Autogramme internationaler Stars und Sternchen. Billy Wilder, Helmut Newton oder Rainer Fassbinder: sie alle waren hier zu Gast! Ein Grund war und ist die zünftige Küche. Wir behaupten, hier gibt es die besten Bouletten der Stadt!

Blutwurst. Die Blutwürste der Blutwurstmanufaktur erfreuen sich nicht nur in Berlin großer Beliebtheit: 2004 wurde Inhaber Marcus Benser von der französischen "Confrérie des Chevaliers du Goûte Boudin" für seine Wurst zum "Ritter der Blutwurst" geschlagen. 1996 hatte er das alteingesessene Rixdorfer Familienunternehmen übernommen und sein Herz dem bekannten Klassiker der Berliner Küche verschrieben. Neben den guten Zutaten ist die verarbeitete Würzmischung eines der bestgehüteten Geheimnisse der kleinen Manufaktur. Die befindet sich im Übrigen noch immer in den historischen Räumen am Karl-Marx-Platz, wo bereits seit über einhundert Jahren Wurstwaren produziert werden.

Döner. Selbst Sterneköche halten den Döner von Tekbir Döner für einen der besten der Stadt. 1972 soll der Berliner Kadir Nurman das saftige Fleisch vom Spieß zum ersten Mal in ein Stück Fladenbrot gesteckt haben, damit seine Kunden es aus der Hand essen konnten. Seither gibt es zahllose Anlaufstellen für Döner. Bei Tekbir an der Skalizer Straße werden noch richtige Rindfleisch-Scheiben übereinander geschichtet und nicht von einer Hackfleischmasse herunter geschnitten. Es gibt eine sehr gute, hausgemachte Soße und keinen wilden Salat-Mix, sondern klare Zutaten wie Petersilie, Tomaten und Zwiebeln.

Pfannkuchen. In den Backstuben der Bäckereien Mälzer und Siebert werden die für uns besten Pfannkuchen der Stadt gebacken. Der Legende nach wurden Berliner Pfannkuchen im Jahr 1756 von einem Berliner Zuckerbäcker erfunden, der als Kanonier unter Friedrich dem Großen dienen wollte und sich als wehruntauglich erwies. Als Feldbäcker durfte er bleiben und schuf zum Dank die ersten Pfannkuchen. Er gab den Hefeteigstücken die runde Form von Kanonenkugeln und buk sie, da kein Backofen zur Verfügung stand, über dem offenen Feuer in heißem Fett. Beide Berliner Bäckereien bestehen bereits seit über 110 Jahren. Siebert in Prenzlauer Berg, Mälzer mit mehreren Standorten im Westteil der Stadt.

Splitterbrötchen. Bei der Bäckerei Hacker in Prenzlauer Berg gibt es die größten und saftigsten Splitterbrötchen weit und breit. Ihre besondere Konsistenz erhält die Mischung aus Brötchen und Croissant dabei durch die Zugabe von Butter zum fertigen Teig, wodurch auch die herrlich splittrige Kruste entsteht. Seit 1896 wird bei Hacker bis heute von Hand gebacken. Aller Verwestlichung zum Trotz, ist sogar das DDR- Interieur, bis hin zu den Kittelschürzen der Mitarbeiterinnen, noch original erhalten. Vor allem aber ist das Sortiment das Alte geblieben: Streuselschnecken, Blechkuchen und eben jene wunderbaren Splitterbrötchen erfreuen sich bis heute außerordentlicher Beliebtheit.

Baumkuchen. Beim früheren Potsdamer Hoflieferanten Rabien in Lankwitz wird für viele Berliner der beste Baumkuchen der Stadt gebacken. Dank des separat untergeschlagenen Eischnees sind die Baumkuchen hier bereits seit 1878 ganz wunderbar luftig und saftig. Kelle für Kelle wird der dickflüssige Teig an einer von Klaus Rabien eigens konstruierten Baumkuchen Maschine von Hand einzeln übergossen und abgebacken. Eine ganze Stunde dauert es bis eine "Baumkuchenwelle" mit Teig aus 70 Eiern und ganz viel Butter fertig ist. Am Ende werden die einzelnen Kuchen wahlweise mit dunkler Schokolade oder einem leichten Zuckerguss überzogen. Himmlisch!

Mohnkuchen. Nirgendwo in der Stadt gibt es eine derart umfassende und schmackhafte Auswahl an Mohnkuchen, wie in der schlesischen Backstube Hutzelmann in Charlottenburg. Seit über einhundert Jahren gibt es ihn hier an der Wilmersdorfer Straße als Schnecke und Striezel, gedeckt und mit Streuseln, zur Weihnachtszeit als Stollen und natürlich auch als Torte. Dabei ist die Vorliebe der Berliner für Mohn tatsächlich ein Erbe der zahllosen Schlesier, die über viele Generationen hierher kamen. Denn wer in Schlesien etwas werden wollte, der ging nach Berlin, so heißt es. Bis heute ist Hutzelmann in Familienhand und gebacken wird noch immer in traditioneller Handarbeit.

Berliner Weiße. Beinahe wäre die original Berliner Weiße in Vergessenheit geraten. Doch Ulrike Genz von der Brauerei Schneeeule hat ihr zu einem Revival bis hoch in die Sternegastronomie verholfen. Gebraut wird ihre Weiße nach traditionellem Rezept und sollte unbedingt ohne den bekannten süßen Sirup genossen werden. Die Hefen dafür hat sie aus bis zu 50 Jahre alten Flaschen isoliert und wiederbelebt. Vier Sorten führt die Berlinerin im Sortiment, darunter auch eine mit Jasmin und eine mit Holunderblüten aromatisiert. 

Fassbrause. Die Fassbrause Kreuzbär war bei ihrem Markteinstieg vor knapp zehn Jahren die bis dato einzige koffeinhaltige Fassbrause auf dem deutschen Markt. Abgesehen von der anregenden Komponente wird sie nach der original Berliner Rezeptur des Braumeisters Ludwig Scholvin gebraut, der die Fassbrause Anfang des 20. Jahrhunderts als alkoholfreie Alternative zum Bier für seinen Sohn entwickelte. Rohrohrzucker, Apfel- und Zitronensaft Konzentrat sowie Kräuter, Süßholzextrakt und natürlich Malz gehören rein. – Eisgekühlt ein echter Knaller!

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