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KumamiEin zauberhaftes japanisches Omakase Restaurant

Sonntag, 01. Juli 2018
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Omakase Restaurant Kumami Berlin Köpenick-5
Karte
Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag 18-22 Uhr

Adresse Kumami
Kietzer Straße 3
12555 Berlin-Köpenick
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Kontakt
www.kumamiberlin.com
Preisniveau€ € 

Ein gutes Jahr ist es her, dass wir das Omakase Restaurant Kumami das erste Mal besuchten. Mit großer Euphorie hatten wir schon damals berichtet. Über diesen ganz besonderen Ort mit seinen gerade mal zwölf Sitzplätzen. Still. Leise. Unverhofft. Fernab des Trubels. In einer kleinen Seitenstraße in Köpenick.

Auch nach einem Jahr ist der Zauber geblieben. Das Interieur von meditativer Ruhe, Kreativität und einem Höchstmaß an Ästhetik. Die alten Räumlichkeiten so detailverliebt und betörend hergerichtet, dass wir uns nicht sattsehen können. Das feine Menü so bescheiden und diskret gereicht, dass uns bereits das Servieren auf wundersame Weise berührt.

Das Kumami, das sind der japanische Architekt und Designer Kuma Kenta und seine Frau Kumi. 2010 kamen sie, angezogen von der Kreativität und Weltoffenheit der Stadt, nach Berlin. Fünf Jahre später eröffneten sie das winzige Restaurant in Köpenick, in dem Kuma Kenta seither seiner Leidenschaft, dem Kochen, folgt.

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Kumami Japanisches Restaurant Berlin Köpenick-5

Seine Philosophie ist die der japanischen Esskultur "Washoku", die den ursprünglichen Geschmack der Lebensmittel achtet und sie auf simple Art und Weise zubereitet. Anders als in der europäischen Esskultur, in der die Zutaten oft kompliziert zusammengefügt werden. Übertragen auf unsere heimischen Lebensmittel schafft er im Kumami damit etwas ganz wundervoll Eigenständiges.

So kommt das leicht geräucherte "Jakobsmuschel Carpaccio" des aktuellen 7-Gänge Menüs beispielsweise mit hiesigem Spargel, knackigen Erbsen und fermentierter Mairübe oder die "Forelle" in kleinen Päckchen aus Weinblättern unter einer dicken Salzkruste gegart. Bescheiden präsentiert Kuma Kenta sein Werk, bevor er den Fisch freilegt.

Optisch wie geschmacklich sehr elegant komponiert sind auch die "Obanzai", die genialen Appetithäppchen, die uns nach einer gebratenen Garnele in Consommé beglücken. Wolfsbarsch mit Shisokräutern. Fermentierter Chinakohl. Himmlisch gute Pfifferlinge mit Miso. Sommerlicher Oktopus mit Tomate. Aromatische Makrele mit Sesam. – Ein Fest!

Der klar präsentierte Fleischgang, Rosa-Entenbrust mit scharfer Sansho-Pfeffersoße, schenkt dem wunderbar zarten Fleisch angemessene Aufmerksamkeit. Platziert auf einem von Kuma Kenta entworfenen und in Berlin gefertigten Teller auch optisch wieder ein besonderer Auftritt. Der japanische Koch ist eben immer auch Designer.

Zum Abschluss folgen für jeden ein Pralinenschächtelchen mit exklusiv für das Kumami gefertigten Pralinen von Nazuna, darunter eine besonders gute mit Buchweizenschnaps. Die Begleitung kann einem Dessert dennoch nicht widerstehen und ordert Crème brûlée von geröstetem grünen Tee mit Vanilleeis. Zu dritt rangeln wir um das himmlische Gut.

All das serviert Kuma Kenta, allein in der Küche und mit seiner Frau im Gastraum agierend, auf den Punkt gegart und mit einer Besonnenheit, als seien alle Handgriffe Teil einer Meditation. Nichts ist aufgeregt. Alles ist Ruhe. Begleitet übrigens von einer kleinen aber ganz hervorragenden Auswahl an Weinen, Sake und überwiegend japanischer Whisky Raritäten.

Ohne vorherige Reservierung geht im Kumami allerdings gar nichts, denn alles wird tagesfrisch nach Anzahl der Reservierungen eingekauft und vorbereitet. Vorrätig gibt es nur Teile der Einrichtungsgegenstände, die der japanische Designer selbst entworfen hat und vertreibt. Auch mit seiner Arbeit als Architekt, beginnt sich Kenta dabei einen Namen zu machen: nach dem Restaurant Arai gestaltet er zurzeit weitere gastronomische Räumlichkeiten.

Entlang dem Efeu umrankten Mäuerchen an der Stufe zum Ausgang verlassen wir das Kumami voll schöner Eindrücke. Kumi und Kuma Kenta verabschieden uns an der Tür. Auf dem Heimweg schwärmen wir noch einmal von dem umwerfend guten "Lachs-Tartar" mit Forellenkaviar auf Sushi-Reis, das den Abend eröffnet hatte: "Auch das war genial!" stimmen wir einhellig ein.

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