Mittwoch bis Sonntag 17-23 Uhr
Quanto Basta Ristorante Italiano
Leibnizstraße 74
10625 Berlin-Charlottenburg
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Das Restaurant Quanto Basta in der Leibnizstraße 74 in Charlottenburg ist keine Neueröffnung und doch unbedingt eine begeisterte Empfehlung wert. Inhaber und Küchenchef Fabio Liberatori bereitet hier eine sehr feine, modern interpretierte italienische Küche, die seine Frau und Gastgeberin Gloria Liberatori aufmerksam und persönlich auf den Tisch bringt. Auf der kleinen, sorgfältig kuratierten Karte finden sich neben Klassikern wie Vitello Tonnato oder dem vielleicht besten Tiramisu der Stadt auch elegante, hausgemachte Pasta, Fisch- und Fleischgerichte.
Tatsächlich hatten wir das kleine Restaurant kurz vor der Kantstraße bisher übersehen, so unscheinbar ist es. Erst der Instagram-Account des Quanto Basta machte uns neugierig: Was dort auf den Tisch kam, sah einfach fantastisch aus. Dass die Küche von Fabio Liberatori ebenso gut schmeckt, wie sie aussieht, wissen wir seit vergangener Woche. Seit 2023 verwandelt der gebürtige Italiener in seinem ersten eigenen Restaurant hochwertige Zutaten in eine wirklich feine Alltagsküche.
Die hausgemachte Pasta beispielsweise wird täglich frisch zubereitet. Viele Zutaten wie das Olivenöl oder die Trüffel stammen aus den familieneigenen Hainen und Wäldern in den Abruzzen. Das Restaurant selbst ist ruhig, die Wände roh und die Tische weiß eingedeckt. Die gebürtige Veneterin Gloria Liberatori ist eine perfekte Gastgeberin. Zu einem Limoncello- und einem Campari-Spritz vertiefen wir uns in die Karte.
Es gibt Aperitif-Häppchen wie luftgetrocknetes Bauchfilet vom Roten Thunfisch aus dem Mittelmeer, luftgetrocknetes Rindfleisch aus Spanien oder marinierten und über Kastanien geräucherten Ostseelachs. Wir steigen jedoch direkt bei den Vorspeisen ein. Die Wahl fällt auf „Polpo con Spuma di Patate“ und „Carpaccio di Trota Salmonata“. Zuvor grüßt die Küche mit einem genialen, winzigen Tiramisu in Form von Ricotta-Majoran-Creme, Pilzen, Topinambur-Mascarpone und einem Hauch Kaffeepulver.
Der gegrillte Oktopus kommt auf Kartoffelschaum mit Olivenschipseln, Tomatenessenz und zarten, frischen Kräutern dekoriert. Der Lachs hingegen sehr klar und herrlich frisch in einer milden Dashi-Consommé und ein wenig Dillöl. Wir sind von beiden Gängen begeistert und freuen uns nun noch mehr auf den Pastagang zum Teilen. Die wunderschön angerichteten Agnolotti sind gefüllt mit Ochsenschwanzragout und kommen auf einer Parmesan-Selleriecreme, was ganz hervorragend zusammenpasst.
Und auch der Hauptgang begeistert uns. Das Wolfsbarschfilet wird auf Erbsencreme mit jungen Erbsen, Beurre-blanc-Emulsion und Forellenkaviar serviert, das gegrillte Lammkotelett – perfekt gegart – mit herrlich bitterem Cime di Rapa und Demi-Glace-Sauce. Lediglich von der Sauce hätte es ein wenig mehr sein dürfen, so gut ist sie.
Obwohl wir bereits satt sind, können wir ein italienisches Restaurant natürlich nicht ohne Dessert verlassen. Das „Mousse al Cioccolato“ kommt elegant angerichtet und herrlich schokoladig mit Mangopüree auf Schoko-Butterstreuseln. Was uns am Ende jedoch vollkommen umhaut, ist das Tiramisu. Es ist sicher eines der allerbesten der Stadt. Ganz klassisch aus dem außergewöhnlich guten Mascarpone von Foresti zubereitet und unglaublich luftig, schwärmen wir noch Tage später davon. Perfetto!