Dienstag bis Donnerstag 12-23 Uhr
Freitag + Samstag 12-0 Uhr
Bari
Friedelstraße 37
12047 Berlin-Neukölln
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Es ist nicht leicht, bei einem neuen Restaurant das Gefühl zu erzeugen, dass es schon immer da war. Das neu eröffnete Bari in der Friedelstraße in Neukölln schafft genau dieses Gefühl. Erst im Mai 2026 eröffnet, wirkt das „Italian-American Restaurant & Day Bar“ bereits wie eine feste Größe im Kiez. Das liegt nicht nur an der entspannten Atmosphäre, sondern auch an einer Küche, die italienische Klassiker mit amerikanischem Comfort Food verbindet. Unkompliziert, handwerklich gut gemacht und voller Geschmack.
Hinter dem Bari steht Gastronomin Eva Drohner, die nach vielen Jahren im Event- und Pop-up-Bereich bewusst einen dauerhaften Treffpunkt schaffen wollte. Gemeinsam mit Küchenchef Lucas Klemm und Virginia Vallesi entstand ein Konzept, das vom Lunch bis in den Abend funktioniert: Aperitivo, gute Cocktails und Gerichte, die man am liebsten mit Freunden teilt. Serviert wird in einem coolen Gastraum mit Anklängen an die 1980er-Jahre und in einer angenehm unprätentiösen Atmosphäre. Im Sommer geht’s vor die Tür auf die Friedelstraße.
Schon die milden Oliven, die zu Beginn auf den Tisch kommen, geben die qualitative Richtung vor. Dazu ein alkoholfreier Volée Spritz und wir sind eigentlich schon glücklich. Der „Baby Gem Salat“ ist trotzdem köstlich: knackige Salatherzen treffen auf kandierte Cashews, Radieschen und ein wunderbar cremiges Ranch-Dressing. Ein scheinbar einfaches Gericht, das uns dennoch begeistert. Es folgt „Chicken Parm“, eine panierte ausgelöste Hähnchenkeule mit fruchtiger Tomatensauce und geschmolzenem Provolone. Echtes Comfort Food!
Nicht weniger gelungen präsentieren sich die „Rigatoni Ragù Bianco“. Das weiße Ragout aus Kalb und Salsiccia, verfeinert mit Parmigiano Reggiano, umhüllt die al dente gegarten Nudeln wunderbar aromatisch und ist erneut angenehm unaufgeregt. Dazu bestellen wir eine Portion Pommes, die sich als gigantisch und leider auch ausgesprochen gut erweist. Es fällt nicht gerade leicht, aufzuhören.
An der Bar zeigt sich ebenfalls, wie durchdacht das Konzept ist. Neben klassischen Aperitivo-Cocktails mit Campari, Amaro oder Vermouth gibt es eine Auswahl alkoholfreier Alternativen. Besonders sympathisch: Alle Cocktails werden auch als Shots angeboten – ideal für alle, die verschiedene Drinks probieren möchten, ohne gleich den ganzen Abend zu verplanen.
Was uns am Bari jedoch mindestens so gut gefällt wie das Essen, ist die Atmosphäre. Das Publikum ist angenehm gemischt, überwiegend jung, aber keineswegs ausschließlich. Nichts wirkt bemüht hip, alles ist angenehm selbstverständlich. Genau deshalb besitzt diese Neueröffnung schon jetzt jene seltene Qualität, die man sonst nur von lang etablierten Stammrestaurants kennt. Ein Ort, an den man nicht nur wegen des Essens zurückkehrt, sondern weil man sich dort einfach wohlfühlt.