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Veganuary Ein kleines Stück der Welt retten im Januar

Dienstag, 17. Dezember 2019
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Mit dem neuen Jahr haben auch wieder die vielbeschworenen guten Vorsätze Hochkonjunktur. Mehr Sport machen, mit dem Rauchen aufhören, die Klassiker. Darunter immer häufiger auch: Unseren ökologischen Fußabdruck verringern, unserem Körper etwas Gutes tun und aktiv beweisen, dass uns Tierwohl wirklich am Herzen liegt. Klingt nach einem Riesenvorhaben? Mitnichten. Das alles geht mit nur einer kleinen Veränderung – vegan essen, 31 Tage lang. Das ist die Idee hinter Veganuary.

Der Name der NGO setzt sich zusammen aus den Wörtern vegan und January. Die Aktion stammt aus Großbritannien und ruft dazu auf, sich den Januar über vegan zu ernähren. Denn nicht erst seit Fridays for Future wissen wir: Wir müssen etwas verändern. Das gilt nicht nur für die Politik, sondern auch für jeden Einzelnen von uns.

Laut Forschern der Oxford University sei die wirkungsvollste Einzelmaßnahme, die der Durchschnittskonsument ergreifen kann, um etwas Positives gegen Klimawandel & Co. zu unternehmen, eine vegane Ernährungsweise. Denn diese habe eine weitaus weniger schädliche Wirkung auf die Umwelt, als Lebensmittel tierischen Ursprungs.

Die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln stellt eine enorme Umweltbelastung dar. So werden rund 80 Prozent der weltweiten Nutzfläche und ein Drittel des weltweiten Wasserverbrauchs für die Viehzucht benötigt. Für 17 Prozent unserer Kalorienzufuhr werden 80 Prozent der Treibhausgasemissionen der Nahrungsmittelindustrie ausgeschüttet. Da stellt sich die Frage: Das alles für ein Steak?

Hinzu kommen die vielen Lebensmittelskandale der letzten Jahre. Wenn wir uns die Bilder aus der industriellen Massentierhaltung ansehen, wundert es uns wirklich, dass immer mehr Antibiotika verfüttert werden? Zahllose Tiere unter den grausamsten Bedingungen gehalten werden, um uns als Genuss zu dienen? Ist uns das die Salami auf unserer Stulle wirklich wert?

Vegan zu sein, und sei es auch nur für einen Monat, ist laut Rennfahrerin Leilani Müller „eine der einfachsten Möglichkeiten, eine positive Veränderung in der Welt zu bewirken.“ So gibt es im Grunde keine Ausrede, an dem Programm nicht teilzunehmen: es ist kostenlos und es gibt keinerlei Verpflichtung. Man ist niemandem Rechenschaft schuldig, bloß sich selbst. Wie bei einer 31-Tage-Sport-Challenge.

Veganuary hilft dabei, das Ziel zu erreichen. Mit jeder Menge köstlicher Rezepte, die man auch im Februar noch ausprobieren möchte, und nützlichen Tipps zur veganen Lebensweise. Nicht nur die erleichtern einem die Challenge. Man befindet sich beim Veganuary in guter Gesellschaft: Jaquin Pheonix, Jana Pallaske, Rezo, Ralf Möller, um nur einige Persönlichkeiten zu nennen. Sie und viele andere bekannte Persönlichkeiten unterstützen die Aktion und ernähren sich schon lange vegan.

Erklärtes Ziel von Veganuary ist tatsächlich nicht weniger als eine vegane Welt. Dazu arbeitet die Organisation seit 2014 auch mit Unternehmen, Restaurants und Supermärkten zusammen, um die vegane Produktpalette stetig zu erweitern. Schließlich erleichtern vegane Alternativen die tierproduktfreie Ernährung im Alltag wesentlich. Rund 200 vegane Lebensmittel wurden allein im Jahr 2019 für Veganuary auf den Markt gebracht. Mehr als eine halbe Million Menschen in 178 Ländern haben bereits an dem Programm teilgenommen.

Und obwohl es natürlich keine Entscheidung für immer sein muss, scheint die Arbeit von Veganuary zu fruchten. Ein Effekt in den Gewohnheiten der Verbraucherinnen und Verbraucher sei feststellbar. Die Zahl der vegan lebenden Menschen habe sich im Vereinigten Königreich, wo die Bewegung ihren Ursprung hat, zwischen 2014 und 2019 vervierfacht. „Rund ein Drittel der Bevölkerung isst weniger oder gar kein Fleisch mehr.“

Mehr Informationen, mehr Wissen und letztendlich auch die schlichte Gewohnheit führen zu einer niedrigeren Schwelle zur veganen Ernährung. Der Tierwelt, der Umwelt, der eigenen Gesundheit zuliebe. Und wer weiß, vielleicht ziehen wir es ja auch einfach für den Rest des Jahres durch. Es ist so viel leichter als viele denken!

Weitere Infos und die Anmeldung zur Challenge finden Sie hier >>

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