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Berliner Lieblingsortevon "Mit Vergnügen" Herausgeber Matze Hielscher

Dienstag, 10. April 2018
Matze Hielscher Herausgeber von Mit Vergnügen
Die Orte im Überblick|
Karte (10)

Berlin Prenzlauer Berg. Café Betty’n Caty. Groß, dunkelhaarig und vor allem sehr entspannt sitzt Matze Hielscher da. Um ihn herum Hektik pur. Der Laden ist proppenvoll. Geschirr klappert. Kinder schreien. Mütter unterhalten sich. Er wie ein Fels in der Brandung mittendrin.

Matze Hielscher ist einer der beiden Herausgeber des Online Magazins Mit Vergnügen. 2010 in seiner Küche mit Pierre Türkowsky gegründet, mauserte sich der anfängliche Blog für Partytipps binnen kürzester Zeit zum digitalen Stadtmagazin, das immer wieder neue Maßstäbe setzt. Hielschers Leidenschaft ist es, Neues zu testen. Projekte kann er nie genug haben.

Jede neue Technologie, jede Innovation muss ausprobiert werden. Und so war Mit Vergnügen keineswegs zufällig eines der ersten digitalen Magazine, das mit WhatsApp und Snapchat arbeitete, Interviews mit "smarten" Menschen als Podcasts sendete und nun mit der Computergesteuerten Home-Assistentin Alexa arbeitet.

Tagtäglich versorgt das Mit Vergnügen Team junge Leute in Berlin, Hamburg, München und Köln mit Tipps zu Veranstaltungen, coolen Locations und spannenden Themen rund um die Stadt. Persönlich. Eigensinnig. Humorvoll. Und so wird das Leben spätestens hier zur Party. Zum Vergnügen eben.

Dabei macht Matze Hielscher genau genommen noch immer das, was er schon mit 14 gemacht hat: (Schüler)Zeitung, (Schul)Radio, (Schul)Partys, Musik. Aus der Schülerzeitung wurde Mit Vergnügen. Aus dem Schülerradio wurden Podcasts. Und Partys organisiert er bis heute. Jetzt eben professionell.

Seine Band Virginia Jetzt löste sich im Jahr 2010 auf. Nun hört er vornehmlich Musik. So wie damals schon, als er Pierre Türkowsky beim Arbeiten im Club WMF kennen lernte. Der wiederum hatte schon vor 15 Jahren Partytipps per SMS an seine Freunde verschickt. Das perfekte Team! Bis heute sind beide die kreativen Köpfe hinter Mit Vergnügen.

Privat geht der 38jährige gebürtige Süd(!)Brandenburger gern mit seinem fünfjährigen Sohn klettern, isst Eis und sitzt mit der eigenen kleinen Familie und denen von Freunden an der Spree. Vor allem aber wird er nicht müde, seine nicht nachlassende Neugierde auf das Neue, das Leben und das Positive in allen Dingen zu stillen.

Selbst ein Roboter wie Alexa bereitet ihm keine Sorgen: "Die Menschheit musste sich immer irgendwann gegen die eigenen Innovationen schützen. Auch hier wird sich alles auf gesunde Weise regeln", davon ist er überzeugt.

Und weil Mit Vergnügen niemals Top 10 veröffentlicht, sondern stets elf Orte zu einem Thema vorstellt, hat uns Matze Hielscher natürlich auch hier seine ganz persönlichen elf Lieblingsorte in Berlin verraten...

Tipp. Zu den Details der einzelnen Orte gelangen Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

Taleh Thai. Das thailändische Restaurant bei ihm um die Ecke ist derzeit sein zweites Esszimmer. Gleich mehrmals in der Woche geht er dort mit der Familie essen. Mittlerweile könnte sein fünfjähriger Sohn dort alleine hingehen, schmunzelt er. Der Koch sieht aus wie aus einem Karate-Film und alle sind furchtbar nett. "Ein echter Familien-Laden!" Die Karte bleibt immer gleich und auch für ihn als Vegetarier gibt es ein reichhaltiges Angebot. Sein Lieblingsgericht ist die sehr scharfe Nr. 121: Tofu in Kokosmilch mit Thai-Matsaman-Curry, Kartoffeln, Erdnüssen und Zwiebeln.

Phakawan. In die Praxis für traditionelle Thaimassage geht er regelmäßig, um runter zu kommen. Vor allem auch, um für andere entspannt zu sein, wenn der Alltag stressig wird. Getreu ihrem Motto "Happy Aua" boxt ihn die thailändische Inhaberin dann durch. Dabei gehe sie ihm gerade mal bis zum Bauchnabel, lacht er.

Rosa Canina. "Ich liebe Eis" schwärmt Matze Hielscher. "Im Sommer esse ich eigentlich jeden Tag eines." Gemeinsam mit seinem Sohn nach der Kita. Und fast immer bei Rosa Canina in der Hufelandstraße. Der Inhaber und er seien mittlerweile Freunde, so oft ist er dort. Seine Lieblingssorten? "Cornflakes und Pistazie!"

Coffee Room. Unweit vom Büro seiner Agentur gelegen steuere er das Café in der Saarbrückerstraße regelmäßig zum Lunch an. Auch die Weihnachtsfeier habe man hier im vergangenen Jahr ausgerichtet. Ein gemütlicher Ort, der ebenso gut in Südafrika, Portugal oder Paris beheimatet sein könnte. Alles wirke herrlich unprofessionell und das Essen, das in der offenen Küche zubereitet wird, sei immer sehr lecker. "Wie zuhause bei Freunden."

Volkspark Prenzlauer Berg. Hier, im vergessenen Bruder vom Volkspark Friedrichshain, gehe er am liebsten joggen. Der Park ist viel weniger bekannt und man sei dort fast für sich. In der wenig gestalteten Anlage gebe es auch keine Hipster, betont er. Sogar im Sommer können man hier seine Ruhe haben.

Holzmarkt. Das ehemalige Gelände der Bar 25 ist mit der Party Crowd von einst erwachsen geworden. Heute findet man hier eine Hofpizzeria, Lagerfeuer und Konzerte. Ein super Platz an der Spree sei das. "Für die ganze Familie", betont er. "Vor allem in lauen Sommernächten ein magischer Ort!" Irgendwie sei die Vergangenheit hier noch spürbar und die alten Wipes noch immer da.

Pinke Panke. "Das Gelände ist ein toller Ort für Kinder", erzählt er begeistert. Der Spielplatz erinnere ihn an die Buden im Garten seiner Großeltern und an seine Kindheit auf dem Dorf. "Es ist nicht alles akribisch abgesichert, so wie auf anderen Spielplätzen. Gut, dass es so etwas noch gibt", betont er. Auch die Tiere seien sehr nett für die Kinder und Kaffee und Kuchen gebe es auch.

Funkhaus. Im ehemaligen Funkhaus der DDR hatte er früher den Proberaum mit seiner Band Virginia Jetzt. Damals noch im völligen Niemandsland. Heute besuche er hier gerne Konzerte, so wie zuletzt das der Band Bon Iver. Auch den siebten Geburtstag von Mit Vergnügen habe man hier gefeiert. "Hier ist man nicht ständig auf dem Sprung, weil alles andere eh zu weit weg ist", meint er. "Kein Bar-Hopping. Wer einmal hier draußen ist, der bleibt."

Nobelhart & Schmutzig. Mit Betreiber Billy Wagner ist er mittlerweile befreundet. Einen Besuch in seinem Restaurant könne man sich natürlich nicht jede Woche leisten, aber immer wäre es ein besonderes Erlebnis. "Das Essen ist einfach sensationell!" so Hielscher. Die Einfachheit der Speisen haue ihn immer wieder um. "Ein echtes Genusserlebnis!" Seiner Frau seien einmal die Tränen gekommen, so gut habe es ihr geschmeckt.

Boulder Club. In dem Sportclub in Kreuzberg wird ohne Sicherung geklettert. Es gibt unterschiedliche Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Da es auch einen Kinderbereich gibt, gehe er hier gerne gemeinsam mit seinem Sohn hin. Während der an einem Schiff rumhangelt, könne er selbst die Wände hochgehen. "Ein spitzenmäßiger Vater-Sohn-Ort", erzählt Hielscher begeistert.

Schwiliko. Das georgische Restaurant ist eine seiner tollsten Entdeckungen vom vergangenen Jahr: "Unfassbar gastlich und die Wirtin immer oberentspannt." Genial seien die "Khachapuri", flache Brote mit unterschiedlichen Füllungen, die auch als georgische Antwort auf die Pizza gelten. "Im Grunde ist man aber schon nach den Vorspeisen satt", meint Hielscher. "Ein perfekter Ort für einen Cheat Day!" Man werde hier förmlich gestopft. – Im Sommer reist er selbst nach Georgien. Auch ein kleinwenig wegen des Schwiliko.

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