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Alte Überfahrt Casual Fine Dining in Werder an der Havel

Montag, 23. August 2021
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Karte

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag 18-22 Uhr
Samstag + Sonntag 12-15 Uhr
Samstag + Sonntag 18-22 Uhr

Adresse

Alte Überfahrt
Fischerstraße 48b
14542 Werder/Havel
Anfahrt planen

Kontakt


+49 3327 7313336
www.alte-ueberfahrt.de

Eine knappe Stunde waren wir mit der Regionalbahn vom Bahnhof Zoo in die idyllische Altstadt von Werder unterwegs. Nun sind wir da und stehen umgeben von malerischen Fischerhäusern auf dem Marktplatz. Mit dem Wasser der Havel ringsum und einer leichten Brise um die Nase fühlen wir uns ein wenig wie in einem der traditionellen Seebäder an der Ostsee.

Direkt an der Promenade gegenüber des Fähranlegers „Werder“ liegt das Restaurant Alte Überfahrt. Hier haben wir heute einen Tisch auf der Terrasse direkt am Ufer reserviert. Der Ausblick ist fantastisch. Segelboote kreuzen auf der Havel. In der Ferne nähert sich die Fähre, die mehrmals täglich von Potsdam kommend hier anlegt. Besucher:innen flanieren. Alles scheint entschleunigt.

Bevor wir es uns gemütlich machen, schauen wir uns das Restaurant aber noch von innen an: Die Abendsonne taucht den harmonisch in Grüntönen gestalteten Gastraum in warmes Licht. Polstermöbel und weiß eingedeckte Tische laden zum Verweilen ein. Das Ambiente ist stilvoll, aber entspannt. Behutsam hat man die historischen Räume aus der Jahrhundertwende in die Gegenwart geholt.

Alte Überfahrt Spargel ©Joerg Lehmann
Alte Überfahrt Kartoffel ©Joerg Lehmann
Alte Überfahrt Lamm ©Joerg Lehmann
Alte Überfahrt Stoer ©Joerg Lehmann
Alte Überfahrt Erdbeere ©Joerg Lehmann
Alte Überfahrt Fassade ©Joerg Lehmann
Alte Überfahrt Terrasse © Florian Kottlewski
Alte Überfahrt Garten © Florian Kottlewski
Alte Überfahrt Team © Florian Kottlewski

Inhaber und Gastgeber Patrick Schwadtke heißt uns willkommen. 2016 hat er die Alte Überfahrt gemeinsam mit seiner Frau Bertine Spieß eröffnet, nachdem er kurz zuvor im Restaurant Kochzimmer einen Stern erkocht hatte. Unterstützt von Sous Chef Pascal Kuberski zeichnet in seiner Küche nun aber Chefkoch Thomas Hübner für die vielversprechenden Gerichte verantwortlich.

Der hat seine Ausbildung bei Kolja Kleeberg im Vau absolviert und anschließend sein Können im Margaux bei Michael Hoffmann und im Facil bei Michael Kempf erweitert. Nach zwölf Jahren in renommierten Sternehäusern in Italien kehrte der gebürtige Berliner nach Deutschland zurück. Ein echter Glücksfall für die Alte Überfahrt, denn Hübner kocht nicht nur auf Sterneniveau, sondern auch äußerst kreativ.

Seine größte Inspirationsquelle ist dabei der malerische Schlossgarten Petzow, in dem nahezu alles an Obst und Gemüse geerntet werden darf, was am Abend in der Alten Überfahrt auf den Tisch kommt. Noch so ein Glücksfall, denn Thomas Hübner darf dort sogar eigene Pflanzpläne verwirklichen und so für eine sagenhafte Vielfalt auch an untypischen Sorten für die Region sorgen. „Ich möchte wie auf italienischen Märkten aus dem Vollen schöpfen“, so der 39-Jährige.

Aus knallfrischem Gemüse, frischen Kräutern und dem einen oder anderen überraschenden Wildwuchs entstehen so hinreißende Gerichte wie die Bete mit Sibirischem Kohl und Pesao, einem gelben Erbsenmiso oder der Blütenkohl mit Estragon, Nussbutter, sous-vide gegartem Eigelb und Pistazie. Meisterhaft auch die Pasta, die in wechselnden Varianten niemals auf der Karte fehlen darf. Eine Reminiszenz an zwölf Jahre unter italienischen Sterneköchen.

Fisch und Fleisch agieren in der Alten Überfahrt eher in Nebenrollen, dort aber formvollendet und präzise zubereitet, wie wir während unseres Essens feststellen dürfen. Das Störfilet mit Gartenerbsen ist dabei ebenso perfekt wie das Lamm mit Zucchini und Schwarzkohl. Der Fisch – im Sommer aus umliegenden Seen, im Winter aus der Ostsee – wird überwiegend nach der Ike-Jime-Methode vorbereitet, um dessen klaren Geschmack zu erhalten. Das Fleisch stammt von Lieferanten aus dem unmittelbaren Umfeld. 

Wir sind begeistert. Von jedem einzelnen Gang. Von jedem der begleitenden Weine. Dazu die traumhafte Umgebung. Das Wasser. Das Rauschen der Linden um uns herum. – Was für ein Ort! Nach einem Stachelbeer-Mandel-Küchlein mit Topfen-Verbene-Eis und Vanillecreme blicken wir noch lange auf die Havel und unterhalten uns, bis wir uns schweren Herzens auf den Heimweg machen.

Das nächste Mal kommen wir am Wochenende, wenn die Alte Überfahrt auch mittags geöffnet hat und wir den Besuch mit einer kleinen Radtour verbinden können. Auch wenn wir uns vermutlich noch mehr verlieben werden, in das hervorragende Essen und diesen ganz besonderen Ort. Aber warum auch nicht!

Hier finden Sie die Alte Überfahrt auf Instagram >>

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