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Denken in ZeichnungOlafur Eliasson in der Pinakothek der Moderne

Montag, 18. Juni 2018
Olafur Eliasson Glacial currents © Olafur Eliasson photo by Jens Ziehe, Berlin courtesy of the artist and neugerriemschneider, Berlin
Karte
Öffnungszeiten

6. Juni bis 2. September 2018

Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
Donnerstags 10-20 Uhr

Adresse Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München-Altstadt
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Am 06. Juni 2018 eröffnete in der Staatlichen Graphischen Sammlung München die Ausstellung "WASSERfarben" des dänisch-isländischen Ausnahmekünstlers Olafur Eliasson. Weltweit für seine Großprojekte gefeiert, steht hier sein graphisches Werk im Vordergrund. Fokus der künstlerischen Auseinandersetzung ist vor allem die Natur und ihr Erleben mit unseren Sinnen von Licht und Farbe.

Eliasson lebt in Berlin und betreibt ein großes Studio im ehemaligen Fabrikgebäude am Pfefferberg. Ein 90-köpfiges Team um den Künstler isländischer Herkunft arbeitet hier an Projekten, die komplex die Bereiche des Designs, der Bildenden Kunst und der Architektur miteinander verweben.

Auch in dieser Ausstellung wird deutlich, dass Eliasson sich nicht auf ein Medium beschränken lässt und wie diese miteinander korrespondieren. Da die ersten Ideen auf dem Papier ihren Anfang nehmen, begleiten seine Zeichnungen ihn durch den gesamten Denk- und Schaffensprozess eines Werks.

Ungewöhnlich für eine Graphische Ausstellung, aber unabdingbar bei Eliasson, werden hier auch seine Installationen sinnlich erlebbar gemacht. Auf über 800 Quadratmetern werden knapp 50 Arbeiten gezeigt, darunter große Aquarelle und Skulpturen.

So hat Eliasson für die Ausstellung eine neue Installation entstehen lassen, die im Eingangsbereich zu sehen ist. Neben den Hauptthemen Licht und Farbe kristallisiert sich vor allem die Linienkunst heraus, die die Experimentierfreude des Künstlers zeigt.

So wie bei einer Reihe früher Zeichnungen, die zusammen mit seinem Vater Elias Hjörleifsson auf einem Schiff entstanden sind. Mithilfe einer Kugel, die vom Wellengang geführt wurde, wird das menschliche Schaffen durch das zufällige, schöpferische Moment der Natur erweitert.

Beeindruckend ist auch die Präsentation von Modellen des Studios Eliasson. Dazu werden große Studio Sketches gezeigt, die deutlich machen, wie Eliasson seine kreativen Ideen in der Zeichnung denkt und formuliert, um sie dann zu dreidimensionalen Projekten werden zu lassen.

Fazit: Auch wenn die Ausstellung "WASSERfarben" in erster Linie das graphische Werk Olafur Elisassons präsentiert, so geht sie aufgrund der Komplexität weit darüber hinaus. Sie zeigt zudem die elementare Rolle der Grafik als Bestandteil von großen schöpferischen Planungsprozessen und macht Lust auf mehr.

Und das ist ganz einfach: Im Zuge der Ausstellung ist ein umfangreiches Begleitbuch erschienen. Kein klassischer Ausstellungsführer, vielmehr ein Skizzenbuch von Eliassons Ideenwelt, das tiefere Einblicke gibt und wie ein Besuch in seiner Werkstatt anmutet. Spannend ist vor allem das darin enthaltene Gespräch mit dem Künstler.

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