Montag bis Freitag 17-0 Uhr
Samstag 16-0 Uhr
Sonntag 16-22.30 Uhr
Bostich
Ludwigkirchstraße 10A
10719 Berlin-Wilmersdorf
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Das Restaurant Bostich in der Ludwig-Kirch-Straße, unweit des Fasanenplatzes, ist ein lässiger Ort für unbeschwerte Abende. Zeitlos, ungezwungen und ein klein wenig luxuriös ist es eine Hommage an die Goldenen Zwanziger Jahre, die den Berliner Westen wieder ein bisschen aufregender macht. Serviert wird eine klassische Brasserie-Küche, die mit Austern, Kaviar und Champagner das Leben feiert.
Am Wochenende geht es im Bostich lebhaft und ausgelassen zu. Man rückt zusammen, bestellt noch ein Glas Wein und vergisst auch gerne mal die Zeit. Unter der Woche ist es ruhiger und entspannter. Ganz besonders schön sind laue Sommerabende, wenn man draußen an den klassischen französischen Bistrotischen auf dem Trottoir sitzt und sich beinahe wie in Paris fühlt.
Hinter dem Bostich steht unter anderem Simon Bühler, der bereits mit der Torbar in Mitte bewiesen hat, dass er ein Händchen für besondere Orte hat. Mit im Boot ist auch Dieter Meier, Musiker und Frontmann der Schweizer Band Yello. Deren erster großer Clubhit aus dem Jahr 1981 gab dem Restaurant seinen Namen. Dass hier nichts dem Zufall überlassen wird, beweist auch das Interieur.
Simon Bühler hat über Jahre Antiquitäten und Designstücke auf französischen Märkten zusammengetragen, die für authentischen Charme sorgen. Originale Maison-Jansen-Lampen aus den Siebzigerjahren treffen dabei auf historische Escargot-Werbetafeln, eine Picasso-Lithografie und blassmintgrüne Wände. Dazu kommen verspielte Stuckdetails und vor dem Bostich die roten Korbstühle, die an das Pariser Café de Flore erinnern.
Ihre Küche verbindet französische Brasserie-Klassiker mit Schweizer Einflüssen und viel Liebe zu guten Produkten. Bei unserem Besuch starten wir wie so oft mit zwei Pisco Sour von der Bar und naschen vom krossen Baguette mit aufgeschlagener Butter. Vorneweg gibt’s ein klassisches, natürlich handgeschnittenes Tartare de Bœuf mit Eigelb. Das Fleisch stammt von Dieter Meiers eigener, biologisch bewirtschafteter Ojo de Agua-Farm in Argentinien. Edel!
Auch die Fischsuppe mit Kabeljau, Muscheln, Gruyère Alpage, einer intensiven Rouille und Croûtons gefällt uns ausgesprochen gut. Als weiteren Hauptgang zeigen wir uns ganz besonders begeistert von einem wunderbar zarten Filet Mignon vom Angus-Rind mit Bimi-Brokkoli und Spinat als Beilage, bevor eine klassische Mousse au Chocolat mit Schokolade von Meiers Label Oro de Cacao den Abend rund macht.
Wer mag, bestellt alternativ Klassiker wie Zürcher Geschnetzeltes, das im Kupfertopf an den Tisch kommt, oder Crêpes Suzette, die direkt vor den Augen der Gäste flambiert werden. Kleine Rituale, die im Bostich ganz selbstverständlich dazugehören. Was diesen Ort am Ende aber so besonders macht, ist das Zusammenspiel aus guter Küche, liebevoll kuratiertem Interieur und einer herrlich unangestrengten Atmosphäre. Ein Restaurant, das sich anfühlt, als wäre es schon immer da gewesen. Wunderbar!