Dienstag 9-15 Uhr
Mittwoch bis Samstag 9-15 Uhr und 18.30-22.30 Uhr
Sonntag 9-15 Uhr
Nomad
Tieckstraße 13
10115 Berlin-Mitte
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Seit unserem hervorragenden Dinner im Nomad im Frühjahr stand der Brunch des Restaurants in der Borsigstraße ganz oben auf unserer Agenda. Nun waren wir endlich dort – und erneut sehr begeistert. Auch den Frühstückskreationen verleiht der Chefkoch, ehemals langjähriger Sous-Chef im Drei-Sterne-Restaurant Rutz, eine ganz eigene, herausragende Note.
Eine Reservierung ist empfehlenswert, wenn im Nomad zwischen 9 und 15 Uhr der exzellente Brunch von Jorge Josse Sion und seinem Team serviert wird. Zwar gibt es in den Sommermonaten viele Plätze im Freien, doch zu Stoßzeiten ist es dennoch voll. Hat man erst einmal einen Platz ergattert, geht es entspannt zu. Keine Hektik – es ist schließlich Wochenende.
Die Karte ist übersichtlich und liest sich wie das Who’s Who der Berliner Brunch-Szene. Doch selbst bei Klassikern wie hausgemachtem Granola, Eggs Benedict oder Pancakes überrascht die Küche des Nomade immer mit einem spannenden Twist und besonderen Aromen.
So kommen die Eggs Benedict zwar klassisch auf Sauerteigbrot, doch statt Kochschinken finden sich unter den pochierten Eiern eingelegte Zwiebeln und gebratene Austernpilze. Darüber: eine frisch zubereitete Sauce Hollandaise, so gut, dass man am liebsten den Teller ablecken möchte.
Die Scrambled Eggs werden auf Brioche – alternativ auf glutenfreiem Brot von Aera – serviert. Dazu gibt es herrlich gewürzten wilden Brokkoli, Wildkräutersalat, Chili Crisp und Katsuobushi, also Bonitoflocken, die sich sanft auf dem warmen Rührei bewegen, wenn der Teller vor einem steht. So wird im Nomad selbst das einfachste Frühstücksgericht zum Highlight.
Ganz hervorragend ist auch das handgeschnittene Rindertatar mit Miso-Mayo, zartem Lauch und Senfkörnern auf gerösteter Brioche. Aber auch das „Nomads Shakshuka“ mit pochierten Eiern, gerösteten Nüssen, frischem Koriander und viel Feta war außergewöhnlich gut. Das „Pulled Beef Sandwich“ mit Avocado-Creme, eingelegten Zwiebeln und Sambal-Mayo bestaunen wir am Nachbartisch.
Und dann waren da ja noch die Pancakes: Herrlich fluffig liegen sie duftend übereinander. Darunter ein leuchtend gelber Spiegel aus Maracujapüree und Ahornsirup. Obendrauf Heidelbeer-Kompott und geröstete Haselnüsse, getoppt von einer Nocke luftiger Mascarpone Creme. – Unsere Augen leuchten: Das sind vermutlich die besten Pancakes, die wir je gegessen haben!
Mit Drinks wie einem „Cherry Espresso Martini“, einem „Spicy Margarita Sour“ oder dem „Fleur de Paradis“ kann man im Nomad bereits am Vormittag stilvoll dem Daydrinking frönen. Wem das nix is: mit „Grandma's Jam“ geht’s auch alkoholfrei. – Egal, welche Vorlieben man zum Frühstück hat: Hier sollte man gewesen sein!