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The Polaroid Projectim Museum für Kunst und Gewerbe

Donnerstag, 03. Mai 2018
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg Bourdin /Jourdan
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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Adresse Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz
20099 Hamburg-St.Georg
|Anfahrt planen
Kontakt
+49 40 428 134 880
www.mkg-hamburg.de

The Polaroid Project
16. März bis 17. Juni 2018

In der heutigen Schnappschusskultur wird der Begriff "Polaroid" eigentlich nur noch mit dem ästhetischen Aspekt eines Bildes in Verbindung gesetzt: das Foto bekommt einen retro-artigen Flair dank der weißen Umrahmung und des leicht grün-gelblichen Filters.

Was wir aber heute auch als Bildformat online bestellen und drucken lassen können, ist jedoch bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Revolution für die Welt der Photographie gewesen.

Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg klärt die durch Handyfilter in die Irre geführten Besucher bis zum 17. Juni 2018 auf. Die Ausstellung "The Polaroid Project" widmet sich ausschließlich der analogen Momentaufnahme und platziert sie in einen moderneren Kontext.

Die durch Edwin H. Land entwickelte Polaroid-Kamera kam in den USA bereits 1948 auf den Markt. Dieses neue künstlerische Medium stand fortan für eine demokratische Vision der Photographie: jeder, der sich eine solche Kamera leisten konnte, erlebte die Freude der künstlerischen Freiheit ohne anschließend in einer Dunkelkammer seine Bilder entwickeln zu müssen.

Die Einführung der ersten Farbbilder ab 1957, sowie die Entwicklung des größeren Filmformats von 20x24 cm ab 1977 erweitern das Spektrum der Möglichkeiten. Während die großformatigen Arbeiten visuell dramatischer sind, ermöglicht das kleinere Format eine gewisse Intimität mit dem abgebildeten Geschehen.

Auch mit der letztendlichen Form der Bilder lässt sich spielen: zerschnittene, aneinandergereihte Schnipsel von Polaroid-Aufnahmen sorgen zum Beispiel bei dem Künstlerpaar Anna & Bernhard Blume für interessante optische Effekte.

Neben den großen Namen der Photographie wie Helmut Newton, Ansel Adams, Guy Bourdin, Robert Mapplethorpe oder auch Andy Warhol, sind auch die Arbeiten weniger bekannter Künstler wie Dana Salvo oder Sandi Fellman ausgestellt.

Wer Zeit für eine Stunde Exkurs in die Materie der Photographie hat, sollte sich also durch diese sehr bereichernde Ausstellung überraschen lassen. Wer weiß, vielleicht drücken Sie selber bald wieder auf den Auslöser einer Polaroid-Kamera, anstatt Ihre Bilder nachträglich zu bearbeiten?

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