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Berliner Lieblingsortevon Bloggerin Marta Greber

Samstag, 03. Dezember 2016
Marta Greber Lieblingsorte Berlin
Die Orte im Überblick
Karte (10)

"Alle lieben Marta", hatte Meike Peters während unseres Interviews zu ihren Berliner Lieblingsorten kürzlich festgestellt. "Du musst sie treffen!" – Als großer Fan von Martas wundervollem Blog What Should I Eat For Breakfast Today zögerte ich nicht lange und bat auch sie um ein Interview.

Am Montag trafen wir uns zum Lunch an einem meiner neuen Lieblingsorte, dem Oliv Eat in der Potsdamer Straße. Während wir beide die vielleicht besten Avocado-Stullen der Stadt verdrückten, begriff ich was Meike gemeint hatte...

Marta Grebe ist von einer beinahe kindlichen Unbekümmertheit. Bei ihr scheint es keine Unsicherheiten, keinen Argwohn und keine Sorgen zu geben, nur Freude an dem was ist und vor allem an dem, was es noch zu entdecken und zu erkunden gibt.

1980 wurde die Mutter einer ebenso bezaubernden kleinen Tochter in Warschau geboren. Sie studierte dort Jura und arbeite zunächst drei Jahre als Juristin, ehe sie ihrer Leidenschaft für das Fotografieren und Reisen folgend, als Reise-Fotografin zu arbeiten begann

Zwölf Monate durchquerte sie Asien, lebte zwei Jahre in Australien und zwei in Amsterdam. Gemeinsam mit ihrem Mann Tomasz, dem "coolsten Mann der Welt", wie sie ihn auch nach zehn Jahren Ehe noch schwärmerisch nennt, testete sie San Franzisco und Barcelona auf ihre Tauglichkeit als Homebase.

Von einer sechsmonatigen Reise durch Südamerika, bei der sie ganz allein den Kontinent erkundet hatte, brachte sie eine Infektion mit, aufgrund derer sie eine strenge Diät einhalten musste, als sie heimkehrte. "Das war schrecklich", erzählt sie. "Wenn ich nicht essen kann, wonach mir ist, werde ich wirklich unzufrieden."

Um sich dennoch mit Essen beschäftigen können, begann sie für Tomasz Frühstück zu machen. Jeden Tag etwas Neues. 14 Tage lang dokumentierte sie das Ganze mit wundervollen Bildern in einem Blog. Einfach nur so. Bis die Diät zu Ende war.

Doch das Anschreiben einer Leserin, die ihren Blog auf der Suche nach Frühstücksrezepten entdeckt hatte, animieret sie weiter zu machen. Also blieb sie dran. Und als sie vor vier Jahren von Amsterdam nach Berlin zog, begann sie neben Rezepten, auch schöne Frühstücks-Locations vorzustellen.

"Ich habe über die Jahre so viele tolle Orte entdeckt", schwärmt sie. "Berlin ist einfach voll davon." Das finden ganz offensichtlich auch 413.000 Follower, die ihr auf Instagram folgen und regelmäßig ihre wunderschönen Bilder kommentieren. Nur Deutsch spreche sie noch immer nicht und veröffentliche daher auch weiterhin alles auf Englisch.

Seit anderthalb Jahren, ist nun nicht mehr nur Tomasz, sondern auch Tochter Mia zu einem festen Bestandteil Ihrer Welt in Bildern geworden. Denn wo auch immer Marta gerade ist, sie hält alle außergewöhnlichen Momente in Bildern fest.

Als nächstes geht es für die kleine Familie wieder nach Thailand und im Februar allein mit Mia nach Neuseeland. Vier Wochen lang wird sie mit ihr dann das Land in einem VW-Bus erkunden. Vor Ihrer Abreise hat sie uns aber noch rasch ihre zehn Lieblingsorte in der Stadt verraten...

Noch ein Tipp. Zu den Details und näheren Informationen über die einzelnen Orte gelangen Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

Roamers. Egal wer Du bist, die beiden Inhaber dieses außergewöhnlichen Neuköllner Cafés seien einfach immer wahnsinnig nett. Einzigartig schön sei das Interieur und auch das Essen und der Kaffee sehen nicht nur großartig aus, sondern schmeckten auch so. Wer keinen der wenigen Plätze ergattern kann, dem empfehle sie das Café Camon direkt um die Ecke.

Kino International. "Crazy beautiful design", schwärmt Marta über das Interieur des Kinos an der Karl-Marx-Allee. In Warschau hätte es während ihrer Kindheit ein ganz ähnliches Kino gegeben, erinnert sie sich. Nach ihrem Lieblingsfilm gefragt, zögert sie nicht eine Sekunde: "Die Brücken am Fluss!" 200-mal habe sie den schon gesehen und sie habe ihn sogar angemacht, als vor der Geburt ihrer Tochter die Wehen einsetzten und sie nicht mehr schlafen konnte.

Café am Neuen See. Eigentlich ginge es ihr bei diesem Ort weniger um Restaurant, Café und Bierarten als vielmehr um die Boote, die man dort mieten könne. Viele hielten das für langweilig, weil der See so klein ist, aber wenn man durch den anschließenden Kanal fahre, unter hinabhängenden Zweigen hindurch, sei das einfach wahnsinnig romantisch.

Clärchens Ballhaus. Sie liebe das morbide alte Interieur und gehe regelmäßig zu klassischen Sonntags-Konzerten hierher. "Ein ganz besonderer Ort", schwärmt sie.

Do you read me? Ein Laden, den sie aus Kostengründen nicht zu häufig betreten dürfe, sagt sie. Niemals verlasse sie ihn ohne einen neuen herausragenden Bildband oder einem der besonderen internationalen Magazine wie dem Food-Magazin Gather oder dem Reisejournal The Travel Almanac.

Greta + Bjørn. Das Kindermodegeschäft nahe des Kollwitz Platzes führe nicht nur sehr schöne Labels, sondern habe auch ein tolles Preis-Leistungsverhältnis, erzählt Marta. Hier kaufe sie besonders gerne für Mia ein. Es gebe auch Spielzeug und Accessoires, wobei Mia ganz besonders die Tattoos zum Aufkleben liebe.

Jüdisches Museum. Sie möge eigentlich alle Ausstellungen in diesem Museum. Angenehm sei auch, dass es für Kinder so viel Spannendes drum herum zu entdecken gebe, sodass auch Mia immer beschäftigt sei, während sie sich ganz in Ruhe den Exponaten widmen kann.

Neues Museum. Das schönste Museum der Stadt, konstatiert sie. Einfach irre sei die Verbindung der alten und neuen Elemente. Wenn sie sich Kunst anschaue, sei es ihr dabei meist wichtiger, was sie selbst in den Werken sehe, auch wenn der Künstler sich mitunter etwas ganz Anderes dabei gedacht hat.

Wochenmarkt am Boxhagener Platz. Für sie der beste Wochenmarkt von ganz Berlin. Jeder Samstagseinkauf beginne hier für sie mit einer Tüte frisch frittierter Quarkbällchen und einem fantastischen Cappuccino von einem der kleinen Wagen auf dem Markt. Schon auf dem Weg dorthin freue sie sich stets unbändig darauf. Erst anschließend gehe sie dann bei den hervorragenden regionalen Gemüsehändlern einkaufen.

Umami. Sie wisse selber gar nicht so genau, warum sie ausgerechnet dieses asiatische Restaurant so sehr liebe, aber sie sei wirklich oft hier und werde auch immer und immer wieder herkommen. Ihr Leibgericht sei das Curry mit Ente und Reis. Oder wie Marta sagt: "My Number One Meal!"

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