EnglishThis content is
not available in
english
Menü

Aktuelle Ausstellungen Kunst in Berliner Museen

Montag, 26. Januar 2026
Schoeneberg-Museum_Maison-de-sante_Doku_HighRes_22

In Berliner Museen für Kunst gibt es, neben zahllosen sehenswerten Dauerausstellungen, immer wieder auch spannende temporäre Ausstellungen, die sich nicht selten zu wahren Publikumsmagneten entwickeln. Ganz gleich ob klassische Moderne, zeitgenössische Kunst oder Antike: die Auswahl ist grenzenlos. Um Sie in diesem Bereich auf dem Laufenden zu halten, stellen wir Ihnen hier regelmäßig die schönsten Ausstellungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Contemporary Art vor. 

Nähere Details zu den einzelnen Orten finden Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

Theo von Brockhusen, Ausflugslokal (Baumgartenbrück), um 1910, Privatbesitz Foto © Grisebach GmbH (Ausschnitt)

Theo von Brockhusen im Potsdam Museum

Berlin, die Anfang des 20. Jahrhunderts rasant aufblühende Metropole, Weltstadt und Kulturhotspot schlechthin reizte den Künstler kaum. Vielmehr gab sich der jung verstorbene Theo von Brockhusen (1882-1919) den Landschaften rund um den Schwielowsee bei Potsdam hin, labte sich im Licht- und Schattenspiel des Havellands und ließ das ländliche Potsdamer Umland in den leuchtendsten Farben und mit kräftigem Pinselduktus auf seiner Leinwand erstrahlen. Eine Malweise, die er durch seinen Kollegen Vincent Van Gogh schätzen lernte. Auf zwei Etagen zeigt das Potsdam Museum noch bis zum 22. März bedeutende Werke von Theo von Brockhusen und vergisst hierbei nicht, bekannte Zeitgenossen wie Karl Hagemeister, Dora Hitz, August Gaul, Käthe Kollwitz, Georg Kolbe, Renée Sintenis, Walter Leistikow oder Lesser Ury in die Ausstellung miteinzubeziehen. Mit insgesamt 114 Arbeiten, darunter 49 Werke von Theo von Brockhusen selbst, lohnt sich die Ausstellung für alle, die sich für Impressionismus und die Berliner Secession begeistern und die sich in der grauen Februarzeit mit Hilfe der einladenden sommerlichen Havellandschaften Brockhusens auf den Frühling freuen wollen.

Potsdam Museum | 
Am Alten Markt 9 | 14467 Potsdam Theo von Brockhusen. Künstler im Licht. Künstler des deutschen Impressionismus
22. November 2025 bis 22. März 2026 | Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Landschaft_mit_Baumgruppe-3

Schere–Stil–Papier in der Kunstbibliothek

Zeitlos bleibt der Scherenschnitt! Die in Europa im 17. Jahrhundert “eingewanderte” Kunstform mit ihrer kontrastreichen Gestalt erscheint als ein nicht altern wollendes Phänomen künstlerischen Schaffens. Insbesondere die Natur diente hier als Vorbild, so auch der Scherenschnittkünstlerin, Autorin und Porzellanmalerin Johanna Beckmann (1868-1941), die sich nach ihrer Ausbildung am Berliner Lette-Verein Pflanzenbildern widmete. Mit besonders feinen Schnitten und zart ausgestalteten Zweigen, Blüten und Ästen, brachte die Künstlerin die vielfältigen Naturformen präzise zu Papier. Die Natur als Inspirationsquelle und die Technik des Scherenschnitts diente jedoch auch in jüngerer Zeit den Grafikklassen des Lette-Vereins als Vorbild eben jener Ausbildungsstätte, die auch Johanna Beckmann Ende der 1880er Jahre besuchte. Mit Techniken wie dem Siebdruck, der Cyantopie, der Typografie, digitalen Techniken oder Bewegtbildern näherten sich die Lette-Auszubildenden dem Prinzip des Scherenschnitts und den ästhetischen Formen der Botanik auf verschiedene Art und Weise an. Mit den erweiterten künstlerischen Ausdrucksformen der Lettegrafik entsteht neben den historischen Exponaten ein neuer Raum für Kontraste, Materialität, Farbe und Fläche. Das Corporate Design und das Ausstellungskonzept wurde von der Grafikklasse des Lette-Vereins konzipiert. Mit einem Begleitprogramm im Februar können Interessierte sich Führungen oder Workshops im Kulturforum anschließen und sich selbst in Grafikklassen kreativ ausprobieren.

Kunstbibliothek | 
Matthaikirchplatz 6 | 10785 Berlin-Tiergarten Schere–Stil–Papier. Lettegrafik x Johanna Beckmann
23. Januar bis 01. März 2026 | Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Dr. Levinsteins Maison de Santé © Andreas Meichsner

Maison de Santé im Schöneberg Museum

Viele Berliner:innen, gerade die aus dem Berliner Westen, laufen wohl mehr oder weniger ahnungslos an der Hauptstraße 14–16 in Berlin-Schöneberg vorbei. Schließlich befindet sich dort heute, ganz unaufgeregt in der Nähe des Richard-von-Weizsäcker Platzes, ein Restaurant, zwei Einzelhandelsgeschäfte und eine Bushaltestelle. Dass sich an Ort und Stelle in vergangener Zeit eine sogenannte Klinik für “Nerven und Gemütskranke” befunden hat, ist heute kaum noch bekannt. Die später unter dem Namen Maison de Santé firmierende Klinik wurde 1861, als Schöneberg noch aus zwei Dörfern bestand, als “Brunnen- und Badeanstalt” von Dr. Eduard Levinstein gegründet und bot Patient:innen Dienste wie traditionelle Heilbäder und Kuren bis hin zu moderner Medizintechnik an. Auch international wurde der Einrichtung Anerkennung zuteil. Die Ausstellung im Schöneberg-Museum beleuchtet die Geschichte dieser Institution unter Gesichtspunkten wie Bau- und Stadtgeschichte, sowie (jüdischer) Familien- und Emanzipationsgeschichte. Im Rahmen der Ausstellung finden nicht nur informative Kieztouren, sondern auch Vorträge statt, die sich unter anderem mit Frauen in der Institutsgeschichte auseinander setzen. Zudem werden Kurator:innenführungen angeboten. Die Ausstellung ist eine wunderbare Möglichkeit das eigene Lokalwissen aufzupolieren und eine kleine Zeitreise in das alte Schöneberg anzutreten.

Schöneberg Museum | 
Hauptstraße 40-42 | 10623 Berlin-Schöneberg Zwischen Wellness und Wahnsinn. Dr. Levinsteins Maison de Santé
16. Mai 2025 bis 12. April 2026 | Samstag bis Donnerstag 14-18 Uhr + Freitag 9-14 Uhr

04_ANG_Scharf_Collection_Monet_WaterlooBridge

The Scharf Collection in der Alten Nationalgalerie

In dieser Ausstellung kommen die ganz großen Namen der jüngeren Kunstgeschichte zusammen: Angefangen bei Goya, den Anfängen der Moderne mit Courbet, weiter zu den französischen Impressionisten wie Monet, Renoir, Kubisten und Fauvisten wie Picasso und Matisse bis hin zur zeitgenössischen Kunst Katharina Grosses. Die Alte Nationalgalerie stellt eine der bedeutendsten deutschen privaten Kunstsammlungen in einer groß angelegten Ausstellung heraus und präsentiert den vollen Umfang der „Scharf Collection“. Die stilistische Bandbreite dieser herausragenden Sammlung wird seit über vier Sammlergenerationen zusammengetragen und entfaltet eine ganz besondere Vielfältigkeit verschiedener Schwerpunkte der verschiedenen Generationen. Noch bis Mitte Februar können sich Besucherinnen und Besucher in die Sammlerwelten der Familie Scharf begeben, bevor die Ausstellung weiter in den Düsseldorfer Kunstpalast weiterzieht.

Alte Nationalgalerie  | 
Bodestraße 1-3 | 10178 Berlin-Mitte The Scharf Collection. Goya - Monet - Cézanne - Bonnard - Grosse
24.Oktober 2025 bis 15. Februar 2026 | Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Robert-Sennecke_Ohne-Titel_1920_Berlinische-Galerie

Raoul Hausmann in der Berlinischen Galerie

Wie erlangt man die ewige Seligkeit? Indem man Dada sagt. Wie wird man berühmt? Indem man Dada sagt. Das Spezialgebiet und Ziel der Dadaisten war es eigentlich, jegliche Kunstform zu dekonstruieren. Dass aus der Negation von Kunst mit eben solchen Sätzen des Dada-Manifests nun doch eine ganze Kunstrichtung entstand, ist sicherlich dem revolutionären und provokativen Charakter des Dadaismus zuzuschreiben. Einer jener „Antikünstler“, Raoul Hausmann, experimentierte mit Klang, Performances und Raum. Er collagierte, dekonstruierte, fotografierte und probierte multimedial alles ihm Mögliche aus, um „das Morgen“ zu verwirklichen und gegen Kunstkonventionen jeglicher Art vorzugehen. Auch wenn es Raoul Hausmann als Dadaist womöglich gar nicht so sehr gefallen würde, in einem „konventionellen“ Museum ausgestellt zu werden, so erfreut man sich dieser Tage und noch bis März nächsten Jahres an den breitgefächerten Kunstformen Hausmanns in den Räumen der Berlinischen Galerie. Die Retrospektive zu Raoul Hausmann ermöglicht einen wunderbaren Einblick in das Leben und Œuvre des großen Pioniers der Collage und in die fantastischen Welten des Dadaismus.

Berlinische Galerie | 
Alte Jakobstraße 124-128 | 10696 Berlin-Kreuzberg Raoul Hausmann. Vision. Provokation. Dada.
08. November 2025 bis 14. März 2026 | Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr

Deutsches Historisches Museum-1

Natur und deutsche Geschichte

Die Natur ist die beste Lehrmeisterin für ein friedliches Miteinander. Das wussten schon die Pädagog:innen Friedrich Fröbel und Lina Morgenstern, die sich im 19. Jahrhundert (nach einigen Hürden) mit der Idee des Kindergartens durchsetzen konnten. Die Thematik um die Natur beschäftigte auch die wohl berühmteste aller Nonnen, Hildegard von Bingen. Früh wusste sie um die heilsamen Kräfte und die schöpferische Kraft der Natur, auch wenn der Begriff „Natur“ erst im 19. Jahrhundert salonfähig und verbreitet wurde. All diesen Phänomenen und diesem Wissen spürt die groß angelegte Ausstellung „Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht“ nach. In fünf chronologisch angelegten Räumen können die Besucherinnen und Besucher der Schau dem Naturbegriff der deutschen Geschichten nachreisen: Von der Zeit Hildegard von Bingens im 12. Jahrhundert bis zu den Tagebaulandschaften der DDR im 20. Jahrhundert. Wie ideologisch, politisch und historisch variabel die Naturthematik in der deutschen Geschichte verwoben ist, lässt sich anhand der 250 Objekte, darunter eine Riechstation, mit wahrlich allen Sinnen erfahren. Für Familien werden interaktive Führungen angeboten und Kinder können sich mit einem verirrten Wal auf eine Entdeckungsreise entlang des Rheins begeben, um die Naturvorstellungen seit dem Mittelalter kennenzulernen.

Deutsches Historisches Museum  | 
Unter den Linden 2 | 10117 Berlin-Mitte Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht
14. November 2025 bis 07. Juni 2026 | Täglich 10 – 18 Uhr

Einhorn. im Museum Barberini

Einhorn im Museum Barberini

In Potsdam treiben sich seit Ende Oktober Einhörner herum. Zu Besuch aus Oxford, Wien, Florenz, New York, Brüssel, Madrid oder Budapest befinden sich die Tiere in bester internationaler Gesellschaft. In Form von Tapisserien, Gemälden, Skulpturen und Manuskripten oder Graphiken versammeln sich rund 150 Exemplare im Museum Barberini, darunter viele Arbeiten, die nur äußerst selten verliehen werden. Doch was hat es eigentlich seit tausenden von Jahren mit dem Einhorn auf sich? Und warum übt das Tier früher wie heute eine Faszination aus, die nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in außereuropäischen Kontexten herumgaloppiert? Nicht nur in der Kunst, sondern ebenso in der Medizin und in den Naturwissenschaften hinterlässt das Einhorn seit jeher seine Spuren. Das Potsdamer Museum lädt in dieser thematisch ungewöhnlichen Ausstellung dazu ein, der Symbolik und Geschichte dieses Fabelwesens zu folgen und in die nie alternden Fantasiewelten einzutauchen.

Museum Barberini | 
Alter Markt, Humboldtstraße 5-6 | 14467 Potsdam Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst
25. Oktober 2025 bis 1. Februar 2026 | Montag bis Samstag 9-17 Uhr

Leistikow_Löcknitz bei Berlin

Havelluft und Großstadtlichter im Bröhan-Museum

Stadt versus Land. Glanz versus Elend. Hektik versus Ruhe. Erneuerung versus Tradition. Diesen Ambivalenzen der Moderne, die gewiss noch heute aktuell sind, widmeten sich unter anderem die Künstlerinnen und Künstler der anti-akademischen Bewegung der Berliner Secession. Bekannte Namen wie Walter Leistikow, Karl Hagemeister oder Hans Balluschek warfen sich in das Getümmel der Großstadt, wähnten sich in den Künstlercafés und malten die verschiedensten Gesichter und Milieus, die das Berlin der Jahrhundertwende zu bieten hatte. Doch auch der moderne Kunstschaffende sehnte sich seinerzeit zwischen Zigarettenqualm, Lärm und Elend der Großstadt gelegentlich nach frischer Landluft, Idylle und Erholung in der Natur. Wer mit den Secessionisten sowohl Großstadt- als auch Landluft schnuppern möchte, kann im Bröhan-Museum in die Bildwelten Berlin und Brandenburgs der Jahrhundertwende eintauchen. Das Begleitprogramm zur Ausstellung bietet Interessierten sowohl Malsalons, Familiensonntage als auch die sogenannten „Freitagsführungen“ bei einem Glas Aperitif an.

Bröhan-Museum  | 
Schloßstraße 1a | 14059 Berlin-Charlottenburg Havelluft und Großstadtlichter | 17. Oktober 2025 bis 22. Februar 2026
Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr

Milieudinge_Brettspiel_Klassenkampf

Milieudinge im Werkbundarchiv

Was erzählt uns eine Socke mit Lidl-Logo? Oder Klebenägel? Eine Birkin-Bag oder ein „Klassenkampf“-Brettspiel? Die kleinen und großen Dinge, die uns im Alltag umgeben sind nicht nur unsere Begleiter, sondern geben uns Auskunft über unsere verschiedenen sozialen Zugehörigkeiten. Sie geben uns Auskunft über Machtverhältnisse, Lebensstile und Klassismus. Anhand von Modellen von Sozialstrukturen wie einer Klassenpyramide oder Kartoffelgrafik verknüpft die Ausstellung des Werkbundarchivs Theorie mit banalen Alltagsgegenständen – den titelgebenden „Milieudingen“. Auch die Besucher:innen der Ausstellung sollen selbst dazu angeregt werden, über soziale Ungleichheiten und das eigene Klassifizieren nachdenken. Am 4. Januar können Interessierte sich einer kostenfreien Führung durch die Ausstellung anschließen.

Museum der Dinge | 
Leipziger Straße 54 | 10117 Berlin-Tiergarten Milieudinge – von Klasse und Geschmack | 19. Juni 2025 bis 2. März 2026
Donnerstag bis Montag 12-19 Uhr

Berliner Skulpturenfund im Petri Berlin-1

Berliner Skulpturenfund im Petri Berlin

Eigentlich sollte im Jahr 2009 die Ubahnlinie 5 weitergebaut werden, die vom Alexanderplatz bis zum Brandenburger Tor und am Roten Rathaus vorbeifährt. Doch tauchten im Januar 2010 bei archäologischen Untersuchungen, ganz unverhofft, seltsame Gegenstände unter der Berliner Erde auf: metallene Verformungen, ein rötlicher Kopf aus Terrakotta, figurale Steingüsse … Unter der Erde, wo womöglich die U5 fahren sollte, wurden nahe des Roten Rathaus insgesamt 16 Skulpturen der Klassischen Moderne geborgen, von denen man glaubte, sie seien seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen oder zerstört worden. Die Kunstwerke wurden in den 1940er Jahren aus deutschen Museen von den Nationalsozialisten als „entartet“ beschlagnahmt. Wie genau sie in den einstigen, nahe dem Roten Rathaus gelegenen Keller gerieten, ist bislang ungeklärt. Aus dem Bombenschutt geborgen, wurden die Kunstwerke zunächst wissenschaftlich untersucht und identifiziert. Nachdem die Skulpturen über die letzten 15 Jahre durch Deutschland und das Ausland tourten, kehren sie nun vorerst nach Berlin zurück. Wer an einem Wiedersehen mit dem „Berliner Skulpturenfund“ interessiert ist, oder dem diese Geschichte völlig neu ist, sollte dem PETRI Berlin einen Besuch abstatten. Einem Ort an dem Stadtgeschichte, Archäologie und Kunstgeschichte aufeinandertreffen.

Petri Berlin | 
Gertraudenstraße 8 | 10178 Berlin-Mitte Berliner Skulpturenfund - 'Entartete Kunst‘ im Bombenschutt
16. Oktober 2025 bis auf Weiteres | Täglich 11-20 Uhr

Hamburger Bahnhof Forum Modifica 109

Hamburger Bahnhof

Im vergangenen Sommer bot der Hamburger Bahnhof mit seiner Reihe "Berlin Beats" und dem langen Open House Wochenende einen fulminanten Auftakt zur Neupräsentation seiner umfangreichen Sammlung Berliner Kunst seit den späten 1980ern Jahren bis in die Gegenwart. Die sich ständig in Wandlung befindliche Schau im Westflügel des Museums zeigt vertraute Hauptwerke neben bisher kaum gezeigten künstlerischen Positionen aus der Kunstmetropole Berlin. Über 60 gezeigte Künstler*innen decken ein weites Feld von Medien ab: Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Videos machen diese Präsentation zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Mit der Ausstellung bleibt sich der im ehemaligen Grenz-Niemandsland gelegene Hamburger Bahnhof seiner Rolle als Brückenbauer treu: sei es zwischen Ost und West, Jung und Alt oder Kunst und Alltag.

Hamburger Bahnhof  | 
Invalidenstraße 50 | 10557 Berlin-Moabit 16. Juni 2023 bis auf Weiteres
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

HBF_JOSEPHBEUYS_LaForgia_JPEGs_HIGHRES_0002

Joseph Beuys im Hamburger Bahnhof

Beuys is back! In der frisch wiedereröffneten Kleihushalle gibt es nun eine gebündelte Dauerpräsentation der Werke Joseph Beuys aus der Sammlung der Nationalgalerie. Joseph Beuys, jener kontroverse Künster, der mit seinen sozial-utopischen Arbeiten und Performances gesellschaftliche Debatten anstieß, war und ist für immer mit dem Hamburger Bahnhof verbunden, wo Besucher*innen verstreute Großskulpturen wie „Das Ende des 20. Jahrhunderts“ bestaunen konnten. Nun haben sie endlich zusammengefunden im Parcours der Kleihushalle. Begleitet und neu eingeordnet wird der Klassiker Beuys dabei stets von einer Reihe zeitgenössischer Positionen – beginnend mit der New Yorker Künstlerin Naama Tsabaar, deren interaktive Werke nun erstmals in einer größeren Einzelausstellung in Deutschland zu sehen sind. Bereits während des Eröffnungsabends wurden ihre Installationen fleißig vom Publikum bespielt. Das hätte sicherlich auch Beuys gefallen.

Hamburger Bahnhof  | 
Invalidenstraße 50 | 10557 Berlin-Moabit 12. April 2024 bis auf Weiteres
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr | Donnerstag 10-20 Uhr | Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

2_Matthaeikirchstrasse_4.jpeg

Zeitreise ins alte Tiergartenviertel

Dort wo man heute zwischen Baustelle und Straßenlärm steht und die Versiegelung von Flächen in Form von Beton bislang ein eher unschönes Ausmaß nimmt, spazierte einst Marlene Dietrich durch die Straßen, um sich neu einkleiden zu lassen. Vielleicht traf sie auf dem Weg zu ihrer Modeschöpferin Erna Becker auf die Bildhauerin René Sintenis, auf den Kunsthändler Paul Cassirer, auf Georg Kolbe oder die zahlreichen anderen Persönlichkeiten der Berliner Kunst- und Kulturelite. Auf dem Areal, das die Berliner heute als Kulturforum kennen, befand sich bis zum Zweiten Weltkrieg mit dem Tiergartenviertel eine der elegantesten Wohn- und Geschäftsgegenden in Berlin. Von den prächtigen Villen und den eleganten Straßenzügen, zeugt heute einzig die Matthäikirche. Von der Modeschöpfung, der Fotografie über Innenarchitektur bis hin zum Kunsthandel vertrat die Nachbarschaft scheinbar die ganze Bandbreite an Intellekt und Kunstsinnigkeit. Im frei zugänglichen Foyer der Kunstbibliothek werden nun die Geschichten von einer versunkenen Welt jener glanzvollen Epoche erzählt. Wer neben den prominenten Bewohnerinnen und Bewohnern auch neue (alte) Köpfe dieser Zeit kennenlernen möchte, wird dort gewiss auf die eine oder andere spannende Persönlichkeit stoßen.

Kunstbibliothek | 
Matthäikirchplatz | 10785 Berlin-Tiergarten Zeitreise ins alte Tiergartenviertel | 16. Mai 2025 bis 31. Dezember 2028
Montag bis Freitag 9-20 Uhr, Samstag und Sonntag 10-18 Uhr

Weitere interessante Artikel
Berlin
Aktuelle Ausstellungen – Kunst in Berliner Museen
Reset Map