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Aktuelle Ausstellungen Kunst in Berliner Museen

Montag, 27. April 2026
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In Berliner Museen für Kunst gibt es, neben zahllosen sehenswerten Dauerausstellungen, immer wieder auch spannende temporäre Ausstellungen, die sich nicht selten zu wahren Publikumsmagneten entwickeln. Ganz gleich ob klassische Moderne, zeitgenössische Kunst oder Antike: die Auswahl ist grenzenlos. Um Sie in diesem Bereich auf dem Laufenden zu halten, stellen wir Ihnen hier regelmäßig die schönsten Ausstellungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Contemporary Art vor.

Nähere Details zu den einzelnen Orten finden Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

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Brancusi in der Neuen Nationalgalerie

Es ist das Wesentliche auf das sich Constantin Brâncuși, einer der berühmtesten Bildhauer des 20. Jahrhunderts, konzentrierte. In der Form reduziert, abstrahiert, organisch ausgestaltet und radikalisiert: Brâncușis Skulpturen ließen ihn zu einem der Begründer moderner Skulptur werden. Die Ausstellung im wunderbaren Mies-Bau zeigt rund 150 Arbeiten, darunter Skulpturen, unveröffentlichte Archivmaterialien, Fotografien sowie Filme und Zeichnungen, die bisweilen aus privaten Sammlungen stammen. Der in Rumänien geborene Künstler zog 1904 nach Paris, der florierenden Stadt der Kunst. Neben seinen teilweise monumentalen Skulpturen wie den „endlosen Säulen“, die meterhoch in die Luft ragen (die höchste Säule der Reihe misst knapp 30 Meter und steht in Rumänien), zeigt die Schau auch hölzerne Arbeiten, polierte Bronzen und Tiermotive. Es ist die erste Werkschau des Bildhauers seit 50 Jahren in Deutschland, die in Kooperation mit dem Pariser Centre Pompidou entstand. Auch diese Ausstellung ist bestimmt mit Wartezeiten verbunden, doch ist es durchaus lohnend diese besondere Zusammenführung der Werke des Skulpturenmeisters in den nicht weniger beeindruckenden Räumen der Neuen Nationalgalerie zu bewundern.

Neue Nationalgalerie  | 
Potsdamer Straße 50 | 10785 Berlin-Mitte...Brancusi | 20. März bis 09. August 2026
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr | Donnerstag 10-20 Uhr | Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

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Gropius Bau

Seit den 1990er Jahren gab es in Berlin keine Ausstellungen zur großen Marina Abramović. Die Künstlerin, die mit bahnbrechenden Performances wie The Artist Is Present oder Rhythm 0 die Kunstwelt auf den Kopf stellte, und die an ihren eigenen körperlichen wie psychischen Grenzen geht und eckt bis heute an. Die Themen mit denen sich Abramović bis heute beschäftigt sind neben dem Tod, der Erotik und Ritualen auch immer wieder der menschliche Körper als Ort politischen Widerstands. Verwurzelt im Balkan treffen in der großen Ausstellung im Gropius-Bau historische wie neue Arbeiten aufeinander, die folklorische Elemente ihrer Heimat mit erotischen Thematiken verwebt. Besucherinnen und Besucher können sich auf unzählige nackte Körper und Arbeiten einstellen, die sich zwischen Faszination, Ekel und Schönheit bewegen. Es sind eben die Ambivalenzen, die sich durch die ausgestellten Werke und Abramović Œuvre ziehen: Tod, Sex, Leid, nackte Körper, Skelette. Zu sehen ist das Werk einer Ausnahmekünstlerin, deren Kunst aneckt. Doch wie die Warteschlangen vor dem Gropius-Bau zeigen, scheint gerade das die Menschen zu interessieren, schließlich strömen große Teile Berlins in die Ausstellung dieser Jahrhundertkünstlerin.

Gropius Bau | 
Niederkirchnerstraße 7 | 10623 Berlin-Kreuzberg...Marina Abramović: Balkan Erotic Epic. The Exhibition
15. April bis 23. August 2026
Montag + Mittwoch bis Freitag 12-19 Uhr | Samstag, Sonntag 10-19 Uhr

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Bauhaus Fotografinnen im Museum für Fotogafie

Endlich ist es soweit, denn den wunderbaren Bauhaus-Fotografinnen wird eine Ausstellung im Museum für Fotografie gewidmet. Um die 300 Fotografien aus dem Sammlungsbestand des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung zeigen die vielfältigen Motivwelten, mit denen sich experimentierfreudige Fotografinnen wie Marianne Brandt, oder Grit Kallin-Fischer auseinandersetzten. Auch der Titel “Neue Frau – Neues Sehen” begeben sich Besuchende der Ausstellung nicht nur auf eine Reise in die Emanzipationsbestrebungen der Frauen in der Weimarer Zeit, sondern auch auf eine Entdeckungsreise des Neuen Sehens, jener wegweisenden experimentellen Stilrichtung, die sich von konvetionellen Motiven hin zum Perspektiv- und Motivwechsel in der Fotografiegeschichte hinwendet. Wer sonst, als die Schülerinnen- und Schüler der großen Bauhaus Kunstschule testeten die Grenzen der Fotografie aus und bewiesen mit Pioniergeist ihre Freude an der Fotokunst? Von Architektur, Porträts, Stillleben oder neuen experimentellen Formen: Die Fotografien im Museum für Fotografie sind nicht Zeugnis einer bedeutenden Epoche sozio-kultureller, politischer und gesellschaftlicher Veränderungen. Sie spiegeln ebenso den Stil- und Geschmackswandel jener Zeit wider und verweisen auf die emanzipatorischen Gesuche der “Neuen Frau”, die mit dem “Neuen Sehen” den Blick auf Motive veränderte. Ein Anspruch, der bis heute nicht an Aktualität verloren hat.

Museum für Fotografie  | 
Jebensstraße 2 | 10623 Berlin-Charlottenburg...Neue Frau Neues Sehen. Die Bauhaus Fotografinnen
17. April bis 04. Oktober 2026 | Täglich 11-20 Uhr

Maria Solveg und Katta Sterna Ausschnitt

Käthe Kollwitz und das Theater

Der großen Käthe Kollwitz werden bundesweit immer wieder zahlreiche Ausstellungen gewidmet, schließlich ist sie eine der bekanntesten weiblichen Künstlerinnen, die zahlreich in Kunst und Kultur rezipiert wird. So stellt sich die Frage: Schon wieder Kollwitz? Unbedingt! Denn eine besondere Ausstellung im gleichnamigen Berliner Museum beleuchtet eine neue Seite der Käthe Kollwitz, die nicht nur Grafikerin, Malerin und Bildhauerin war, sondern auch eine große Bewunderin des Theaters. Nicht nur sie selbst, sondern auch Teile ihrer Familie haben die Besuche der Theatersäle der Hauptstadt stetig in ihren Alltag eingebunden. Doch auch das Kabarett, Tanz, Konzerte oder der Film fanden bei Kollwitz Anklang. So mag es nicht verwundern, dass sie die Kunstform der Bühne durchaus im eigenen Werk einzubinden wusste, Inszenierungen und Stücke großer Namen wie Max Reinhardt als Zuschauerin mitverfolgte und ihre Eindrücke in ihrer Kunst verarbeitete. Die Sonderausstellung untersucht, wie sich das Berliner Bühnenleben in ihrem Werk und ihrer Bildsprache verschiedentlich niederschlägt. Ausgestattet ist die Schau mit wunderbaren Leihgaben: neben Werken von Kollwitz selbst werden auch ihre Zeitgenossen wie August Macke, Georg Kolbe oder Lovis Corinth gezeigt. Kollwitz Lieberhaber:innen sollten sich eilig in Richtung Charlottenburger Schloss begeben, wo die Ausstellung noch bis Anfang Mai zu sehen ist.

Käthe-Kollwitz-Museum Berlin | 
Spandauer Damm 10 | 14059 Berlin-Charlottenburg...Käthe Kollwitz und das Theater. „Die ‚Penthesilea‘ haben wir noch nicht gesehen“
21. Februar bis 03. Mai 2026 | täglich 11-18 Uhr

auch PRESSE_Marlow Moss_ Balanced Forms in Gunmetal on Cornish Granite_ 1956-7_Tate_ Schenkung von Miss Erica Brausen 1969_Photo Tate__ Estate of Marlow Moss - Kopie

Marlow Moss im Georg Kolbe Museum

Schwarzes Quadrat von Malewitsch? Schon mal gehört. Blau-rot-gelbe Vierecke von Mondrian? Kennt man. Doch was ist mit den klaren Linien, Vierecken, vor allem aber den strengen rhythmischen Konstruktionen der Skulpturen, die eine wenig beachtete Künstlerin und Konstruktivistin namens Marlow Moss schuf? Als einst anerkanntes Mitglied in den Kreisen der Avantgarde geriet die Britin Marlow Moss als verfolgte und queere Person nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit, ebenso bedingt durch den Verlust vieler Arbeiten. Das Georg Kolbe Museum bringt ihr Werk in die Kunstgeschichte zurück und zeichnet Moss‘ Biografie nach. Besonders in der Ausstellung ist, dass die noch erhaltenen Skulpturen der Künstlerin gezeigt werden und mit Archivalien, Fotos, Malerei und Zeichnungen ein umfassendes Bild von Marlow Moss aufzeigen. Doch auch zeitgenössische Positionen, darunter Leonor Antunes, Tacita Dean, Florette Dijkstra und Ro Robertson ergänzen die Schau und suchen mit dem Werk von Marlow Moss den Dialog. Wer der Doppellinie auf den Grund gehen will, die Marlow Moss so innovativ verwendete und eine der wenigen weiblichen Konstruktivistinnen kennenlernen möchte, sollte im Mai nach Westend fahren und dem Georg-Kolbe Museum einen Besuch abstatten. Anschließend lohnt sich ein Besuch des Museumscafé Benjamine, wo Neugierige bei der Gelegenheit nicht nur herausfinden können, wer die Namensgeberin Benjamine war, sondern sich bei frühlinghaftem Wetter ein Stück Kaffee und Kuchen einverleiben können.

Georg Kolbe Museum | 
Sensburger Allee 26 | 14055 Berlin-Westend...Räume schaffen. Die Konstruktivistin Marlow Moss
02. April bis 26. Juli 2026 | Mittwoch bis Montag 11–18 Uhr

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Schenkung Christoph Müller in der Gemäldegalerie

Wer kunstvolle Ablenkung in Form von Ästhetik und Natur sucht, sollte der Gemäldegalerie einen Besuch abstatten, in der mit einer feinen Ausstellung Arbeiten auf Papier gewürdigt werden: Rund 200 Werke aus der Schenkung des Sammlers und Mäzens Christoph Müller wurden dem Kupferstichkabinett übergeben und finden nun in der Gemäldegalerie im Rahmen mehrerer Sonderausstellungen ihren Platz. Die umfamgreiche Schenkung hat das Kurator:innenteam des Kupferstichkabinetts in insgesamt vier wechselnde Ausstellungen unterteilt, um die verschiedenen Facetten der Sammlung Christoph Müllers aufzuzeigen. Noch bis Juni wird der vierte und letzte Teil der Reihe gezeigt, mit dem Schwerpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Natur. Zu sehen sind graphische Blätter mit Insekten, liebliche Blüten und Pflanzen, Tierstudien oder Wälder, darunter Aquarelle, Druckgrafiken und Zeichnungen. Das Sinnbild und der symbolische Gehalt der Natur für Wachstum, Leben und Vergänglichkeit, aber auch die genau beobachteten Studien scheinen nicht nur den Sammler Müller zu faszinieren, sondern ziehen gewiss auch so manchen Natur- und Kunstfreund an.

Gemäldegalerie | 
Matthaikirchplatz 6 | 10785 Berlin-Tiergarten...„Das alles bin ich!“ Die Schenkung Christoph Müller. Teil IV: Blatt und Lebenswerk
10. März bis 14. Juni 2026 | Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr

Akademie der Künste, 1921, Bundesarchiv, Bildarchiv

Alles für die Kunst! in der Liebermannvilla

Die meisten Kunstfreunde kennen Max Liebermann in erster Linie als Maler und bekannten Vertreter des Impressionismus. Doch nicht nur mit Pinsel und Palette stellte Liebermann sein Talent unter Beweis, denn er etablierte sich ebenso als Stratege und Networker seiner Zeit: Mit seinen zusehends weitreichenden Kontakten in der Kulturszene der Weimarer Republik, sowie im In- und Ausland und seinem Wissen Strukturen und Netzwerke zu nutzen, machte sich der Berliner Malerfürst in der deutschen Kulturpolitik einen Namen. Mit Weitblick brachte es Liebermann schließlich an die Spitze von führenden Künstlervereinigungen und zählt unter anderem zu den Gründungmitgliedern der Vereinigung der Berliner Secession. Stets mit dem Ziel vor Augen, moderne Kunstströmungen und die Kunstfreiheit zu fördern, entwickelte sich Liebermann zum strategischen Kulturpolitiker. Diese Rolle beleuchtet die Ausstellung in der Liebermann-Villa am Wannsee und zeigt eine unbekanntere Seite des berühmten Malers auf.

Liebermannvilla am Wannsee  | 
Colomierstraße 3 | 14109 Berlin-Wannsee...Alles für die Kunst! Max Liebermann zwischen Strategie und Kulturpolitik
07. Februar bis 25. Mai 2026 | Mittwoch bis Montag 11 bis 17 Uhr

Humboldt Forum © Nancy Ngowa

Beziehungsweise Familie im Humboldt Forum

Alle Menschen haben eine Familie, ob eng verbandelt oder unbekannt geblieben. Ob man will oder nicht – man wird in eine Familie hineingeboren. Im Humboldtforum nimmt die institutsübergreifende Ausstellung „Beziehungsweise Familie” Familiengeflechte unter die Lupe und untersucht die Vielfalt des Mit- und Füreinanders ebenso wie kollektive Formen des „Sich-verwandt-machens.” Neben gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Thematiken rückt die Ausstellung an 10 Treffpunkten verschiedene Fragestellungen ins Licht: Was bedeutet Familie im Alltag? Wie haben sich soziale Geflechte auf den fünf Kontinenten in den letzten Jahrtausenden entwickelt? Wie wollen wir zusammenleben? Die Besonderheit der Ausstellung ist, dass nicht nur die Exponate im Humboldtforum einen Teil der Ausstellung ausmachen, sondern in weiteren teilnehmenden Museen den Fragestellungen anhand bestimmter Objekte nachgegangen wird. Wie verschiedentlich Familie gelebt wird und welche Formen und Gesichter Familiensysteme in der ganzen Welt haben, können Besucherinnen und Besucher nun im Humboldtforum und den teilnehmenden Institutionen herausfinden.

Humboldt Forum  | 
Schloßplatz | 10178 Berlin-Mitte...Beziehungsweise Familie | 03. Oktober 2025 bis 12. Juli 2026
Montag 10-18.30 Uhr, Mittwoch-Sonntag 10.30-18.30 Uhr

Karl Schmidt-Rottluff, Kissenhülle © VG Bild- Kunst 2026

Kunst Hand Werk im Brücke Museum

Holzkisten, Kissenbezüge, Schmuck und ein Silberblech lassen einen Expressionismus-Liebhaber wohl nicht direkt an die Werke der Brücke-Gruppe denken, hat man doch eher die farbintensiven Ölgemälde, grobe Holzschnitte oder die raschen Skizzen von Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff im Sinn. Eine Ausstellung im Brücke-Museum eröffnet nun frische Perspektiven auf die umtriebigen Kunstschaffenden, die sich neben der Malerei in vielen Fällen auch dem Kunsthandwerk widmeten. Auch hier lässt sich der typische Brücke-Stil erkennen: „Schnell, direkt und mit Lust am Experiment” wie das Brücke-Museum selbst schreibt. Von den schnellen, direkten und durchaus experimentierfreudigen Exponaten zeigt das Museum ganze 170 Werke aus dem eigenen Bestand, daneben werden zahlreiche Leihgaben zu sehen sein. Neben bekannten Künstlern wie Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein oder Karl Schmidt-Rottluff werden auch weibliche Positionen wie Ada Nolde, Lise Gujer und Erna Schilling gezeigt. Wer die Objekte der expressionistischen Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker sehen möchte, kann dies ab dem 5. März tun.

Brücke-Museum  | 
Bussardsteig 9 | 14195 Berlin-Grunewald...Kunst Hand Werk Brücke
06. März bis 21. Juni 2026 | Mittwoch bis Montag 11–17 Uhr

Deutsches Historisches Museum-1

Natur und deutsche Geschichte

Die Natur ist die beste Lehrmeisterin für ein friedliches Miteinander. Das wussten schon die Pädagog:innen Friedrich Fröbel und Lina Morgenstern, die sich im 19. Jahrhundert (nach einigen Hürden) mit der Idee des Kindergartens durchsetzen konnten. Die Thematik um die Natur beschäftigte auch die wohl berühmteste aller Nonnen, Hildegard von Bingen. Früh wusste sie um die heilsamen Kräfte und die schöpferische Kraft der Natur, auch wenn der Begriff „Natur“ erst im 19. Jahrhundert salonfähig und verbreitet wurde. All diesen Phänomenen und diesem Wissen spürt die groß angelegte Ausstellung „Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht“ nach. In fünf chronologisch angelegten Räumen können die Besucherinnen und Besucher der Schau dem Naturbegriff der deutschen Geschichten nachreisen: Von der Zeit Hildegard von Bingens im 12. Jahrhundert bis zu den Tagebaulandschaften der DDR im 20. Jahrhundert. Wie ideologisch, politisch und historisch variabel die Naturthematik in der deutschen Geschichte verwoben ist, lässt sich anhand der 250 Objekte, darunter eine Riechstation, mit wahrlich allen Sinnen erfahren. Für Familien werden interaktive Führungen angeboten und Kinder können sich mit einem verirrten Wal auf eine Entdeckungsreise entlang des Rheins begeben, um die Naturvorstellungen seit dem Mittelalter kennenzulernen.

Deutsches Historisches Museum  | 
Unter den Linden 2 | 10117 Berlin-Mitte...Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht
14. November 2025 bis 07. Juni 2026 | Täglich 10 – 18 Uhr

Berliner Skulpturenfund im Petri Berlin-1

Berliner Skulpturenfund im Petri Berlin

Eigentlich sollte im Jahr 2009 die Ubahnlinie 5 weitergebaut werden, die vom Alexanderplatz bis zum Brandenburger Tor und am Roten Rathaus vorbeifährt. Doch tauchten im Januar 2010 bei archäologischen Untersuchungen, ganz unverhofft, seltsame Gegenstände unter der Berliner Erde auf: metallene Verformungen, ein rötlicher Kopf aus Terrakotta, figurale Steingüsse … Unter der Erde, wo womöglich die U5 fahren sollte, wurden nahe des Roten Rathaus insgesamt 16 Skulpturen der Klassischen Moderne geborgen, von denen man glaubte, sie seien seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen oder zerstört worden. Die Kunstwerke wurden in den 1940er Jahren aus deutschen Museen von den Nationalsozialisten als „entartet“ beschlagnahmt. Wie genau sie in den einstigen, nahe dem Roten Rathaus gelegenen Keller gerieten, ist bislang ungeklärt. Aus dem Bombenschutt geborgen, wurden die Kunstwerke zunächst wissenschaftlich untersucht und identifiziert. Nachdem die Skulpturen über die letzten 15 Jahre durch Deutschland und das Ausland tourten, kehren sie nun vorerst nach Berlin zurück. Wer an einem Wiedersehen mit dem „Berliner Skulpturenfund“ interessiert ist, oder dem diese Geschichte völlig neu ist, sollte dem PETRI Berlin einen Besuch abstatten. Einem Ort an dem Stadtgeschichte, Archäologie und Kunstgeschichte aufeinandertreffen.

Petri Berlin | 
Gertraudenstraße 8 | 10178 Berlin-Mitte...Berliner Skulpturenfund - 'Entartete Kunst‘ im Bombenschutt
16. Oktober 2025 bis auf Weiteres | Täglich 11-20 Uhr

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Hamburger Bahnhof

Im vergangenen Sommer bot der Hamburger Bahnhof mit seiner Reihe "Berlin Beats" und dem langen Open House Wochenende einen fulminanten Auftakt zur Neupräsentation seiner umfangreichen Sammlung Berliner Kunst seit den späten 1980ern Jahren bis in die Gegenwart. Die sich ständig in Wandlung befindliche Schau im Westflügel des Museums zeigt vertraute Hauptwerke neben bisher kaum gezeigten künstlerischen Positionen aus der Kunstmetropole Berlin. Über 60 gezeigte Künstler*innen decken ein weites Feld von Medien ab: Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Videos machen diese Präsentation zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Mit der Ausstellung bleibt sich der im ehemaligen Grenz-Niemandsland gelegene Hamburger Bahnhof seiner Rolle als Brückenbauer treu: sei es zwischen Ost und West, Jung und Alt oder Kunst und Alltag.

Hamburger Bahnhof  | 
Invalidenstraße 50 | 10557 Berlin-Moabit...16. Juni 2023 bis auf Weiteres
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

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Joseph Beuys im Hamburger Bahnhof

Beuys is back! In der frisch wiedereröffneten Kleihushalle gibt es nun eine gebündelte Dauerpräsentation der Werke Joseph Beuys aus der Sammlung der Nationalgalerie. Joseph Beuys, jener kontroverse Künster, der mit seinen sozial-utopischen Arbeiten und Performances gesellschaftliche Debatten anstieß, war und ist für immer mit dem Hamburger Bahnhof verbunden, wo Besucher*innen verstreute Großskulpturen wie „Das Ende des 20. Jahrhunderts“ bestaunen konnten. Nun haben sie endlich zusammengefunden im Parcours der Kleihushalle. Begleitet und neu eingeordnet wird der Klassiker Beuys dabei stets von einer Reihe zeitgenössischer Positionen – beginnend mit der New Yorker Künstlerin Naama Tsabaar, deren interaktive Werke nun erstmals in einer größeren Einzelausstellung in Deutschland zu sehen sind. Bereits während des Eröffnungsabends wurden ihre Installationen fleißig vom Publikum bespielt. Das hätte sicherlich auch Beuys gefallen.

Hamburger Bahnhof  | 
Invalidenstraße 50 | 10557 Berlin-Moabit...12. April 2024 bis auf Weiteres
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr | Donnerstag 10-20 Uhr | Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

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Zeitreise ins alte Tiergartenviertel

Dort wo man heute zwischen Baustelle und Straßenlärm steht und die Versiegelung von Flächen in Form von Beton bislang ein eher unschönes Ausmaß nimmt, spazierte einst Marlene Dietrich durch die Straßen, um sich neu einkleiden zu lassen. Vielleicht traf sie auf dem Weg zu ihrer Modeschöpferin Erna Becker auf die Bildhauerin René Sintenis, auf den Kunsthändler Paul Cassirer, auf Georg Kolbe oder die zahlreichen anderen Persönlichkeiten der Berliner Kunst- und Kulturelite. Auf dem Areal, das die Berliner heute als Kulturforum kennen, befand sich bis zum Zweiten Weltkrieg mit dem Tiergartenviertel eine der elegantesten Wohn- und Geschäftsgegenden in Berlin. Von den prächtigen Villen und den eleganten Straßenzügen, zeugt heute einzig die Matthäikirche. Von der Modeschöpfung, der Fotografie über Innenarchitektur bis hin zum Kunsthandel vertrat die Nachbarschaft scheinbar die ganze Bandbreite an Intellekt und Kunstsinnigkeit. Im frei zugänglichen Foyer der Kunstbibliothek werden nun die Geschichten von einer versunkenen Welt jener glanzvollen Epoche erzählt. Wer neben den prominenten Bewohnerinnen und Bewohnern auch neue (alte) Köpfe dieser Zeit kennenlernen möchte, wird dort gewiss auf die eine oder andere spannende Persönlichkeit stoßen.

Kunstbibliothek | 
Matthäikirchplatz | 10785 Berlin-Tiergarten...Zeitreise ins alte Tiergartenviertel | 16. Mai 2025 bis 31. Dezember 2028
Montag bis Freitag 9-20 Uhr, Samstag und Sonntag 10-18 Uhr

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