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HeimkinoUnsere Lieblingsfilme für gemütliche Herbsttage

Montag, 23. Oktober 2017
Film camera chalkboard and roll

Keine Jahreszeit eignet sich wohl besser für endlose Filmnächte als der Herbst. Legen Sie die Füße hoch, mummeln Sie sich auf dem Sofa in eine warme Decke und schauen Sie ohne schlechtes Gewissen einen Lieblingsfilm nach dem anderen. Dazu gib's heißen Tee, Popcorn und vielleicht auch schon bald die ersten Plätzchen. Vorhang auf für ganz großes Kino!

Oh Boy. Stundenlang könnte ich Tom Schilling dabei zuschauen, wie er sich durch einen Sommertag in Berlin treiben lässt. Verloren. Sensibel. Annehmend. Ein ruhiger, sehr besonderer Film, den ich mir immer wieder anschauen kann.

Das Fenster zum Hof. Eines von Alfred Hitchcocks Meisterwerken spielt im brütend heißen New York. In nur einem Apartment, das ein herausragender James Stewart und eine hinreißende Grace Kelly zu ihrer Bühne machen.

Brooklyn. Ein Film darüber, wie schwer es ist, sich selbst zu erlauben, den eigenen Weg zu gehen und zugleich eine der schönsten, unbekümmertsten Liebesgeschichten der vergangenen Jahre. Bezaubernd gespielt von der damals erst 21jährigen Saoirse Ronan.

Drive. Ich bin kein Freund von brutalen Film. Wenn es gewalttätig wird, muss ich für gewöhnlich den Raum verlassen. Drive ist eine der wenigen Ausnahmen. Ergreifend wie nah Zärtlichkeit und Gewalt beieinanderliegen können.

Lalala Land. Dream-Team Emma Stone und Ryan Gossling machen seichte Unterhaltung à la Ginger Rogers und Fred Astaire sehenswert. Filmmusik, die gute Laune garantiert.

Die Katze auf dem heißen Blechdach. Für mich Paul Newmans bester Film. An der Seite von Elisabeth Taylor trinkt und leidet er sich durch das 50er Jahre Familiendrama und hält den Spiegel der Verlogenheit vor.

Leon der Profi. Einsamkeit verbindet den Auftragskiller Leon, alias Jean Reno und das zwölfjährige Nachbarsmädchen Mathilda, gespielt von der 13jährigen Natalie Portmann. Humorvoll. Einfühlsam. Und dennoch ein Thriller.

Shame. Ein Film über die Abgründe alter Verletzungen. Düster und hoffnungslos. Grandios dargestellt von Michael Fassbender und Carey Mulligan als verzweifeltes, ungleiches und doch tief verbundenes Geschwisterpaar.

Oceans Eleven. George Clooney. Matt Damon. Bratt Pitt. Andy Garcia. Auch nach 15 Jahren noch einer der lässigsten Gangster-Filme, die ich kenne.

A Single Men. So ästhetisch wie in diesem Film kann wohl nur ein Modedesigner wie Tom Ford als Regisseur durch die Vorbereitungen zu einem Selbstmord führen. Faszinierend: Collin Firth und Julian Moore!

Toni Erdmann. Skurril, berührend und humorvoll arbeiten Peter Simonischek und Sandra Hüller ihre Vater-Tochter-Beziehung auf. Es lohnt, sich darauf einzulassen!

Frantz. Ein stiller, in schwarz-weiß gedrehter Film, über das Vergeben. Mit einer großartigen Paula Beer in der Hauptrolle. Berührend und klug!

Lost in Translation. Bill Murray und Scarlett Johansson als ungleiches Paar vereint in Melancholie und Resignation. In traumähnlichen Bildern führt Regisseurin Sofia Coppola sie durch Tokyo. Heiter und nachdenklich zugleich. 

Night on Earth. Fünf  Taxifahrten in internationalen Metropolen. Unvergesslich: Der aufgeregte Roberto Benini als römischer Taxifahrer, dessen Fahrgast an den Folgen seines Fahrstils einen Infarkt erleidet oder Armin Müller-Stahl, der als deutscher Immigrant Helmut in New York sein Lenkrad dem Fahrgast überlässt, weil er nicht fahren kann.

Juno. Ein Film über das Erwachsenwerden, in dem mich vor allem die junge Hauptdarstellerin Ellen Page als 16jährige, ungewollt schwangere Protagonisten mit ihrem gradlinigen, klaren Handeln begeistert. Ein Film für die ganze Familie.

Der Geschmack von Rost und Knochen. Die grandiose Marion Cotillard bewegt sich nach dem Verlust ihrer Unterschenkel zwischen Resignation und Hoffnung. Gedreht in Antibe, einem meiner Sehnsuchtsorte, findet sie zurück ins Leben.

Stolz & Vorurteil. Die neunteilige Produktion der BBC, mit Colin Firth in der Rolle des überheblichen Aristokraten Mr. Darcy, ist meines Erachtens die beste Verfilmung des Jane Austen Klassikers und plätschert so seicht dahin wie ein Sommerregen.

Besser geht’s nicht. Wer beim Anblick des dauerhaft schlechten Wetters seine gute Laune verloren hat, wird sie über den neurotischen Bestseller-Autor Melvin Udall, gespielt von Jack Nicholson, wiederfinden.

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