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1687Restaurant und Café am Neustädtischen Kirchplatz

Samstag, 10. Februar 2018
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Restaurant 1787 in Berlin Mitte für Lunch Dinner und Kaffee
Karte
Öffnungszeiten

Montag bis Samstag 12-23 Uhr

Adresse 1687 Restaurant & Café
Mittelstrasse 30
10117 Berlin-Mitte
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Kontakt
+49 30 20630611
www.1687.berlin

Der Name des Restaurant & Café 1687 erinnert an das Jahr der Fertigstellung der ersten, nach der Reformation in Berlin erbauten, protestantischen Kirche, die einstmals auf dem Neustädtischen Kirchplatz stand. In der früheren Dorotheenstadt und Berlins heutiger Mitte, unweit des Brandenburger Tores.

Erst im Jahr 1968 war die Kirche abgerissen worden. Und das obgleich sie trotz des Krieges recht gut erhalten geblieben war. Auch der dazugehörige Friedhof, auf dem bedeutsame Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur ihre Ruhestätte gefunden hatten, wurde damals eingeebnet.

Doch dieser Ort erinnert zugleich an die 20.000 Hugenotten, die der Große Kurfürst einst in Preußen aufgenommen hatte und die das protestantische Gotteshaus ebenfalls nutzten. Sie erwiesen sich schon bald als bedeutsame Bereicherung für das wirtschaftliche, geistige und kulturelle Leben.

Weil die aus Frankreich geflüchteten Hugenotten aber auch viel Esskultur – beispielsweise das Besteck – zu uns brachten, hat sich des Restaurant 1687 vornehmlich der französischen Küche verschrieben. Küchenchef ist der gebürtige Posener Tomasz Trabski, der sein Handwerk in England und Frankreich erlernte.

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Vier Jahre zeichnete er bereits im Schwester-Restaurant Vino e Cultura in Görlitz für die Karte verantwortlich. Nun schwingt er seit Eröffnung des Restaurant & Café 1687 am entspannt anmutenden Neustädtischen Kirchplatz im Regierungsviertel, den Kochlöffel. Und das erfreulich gekonnt!

Und so darf ich schon mal vorwegschicken, dass wir hoch erfreut waren über das, was uns ein irrsinnig freundlicher Franzose Gang für Gang aus Trabskis Küche servierte. Doch zunächst reicht der uns nun roséfarbenen Cremant, plaudert auf das charmanteste mit uns und beweist bei der Gelegenheit, dass er auch viel von Weinen versteht.

Noch während wir das imposante Weinregal im Abendbereich des Restaurant & Café 1687bewundern, erreichen uns hausgebackenes Brot nebst Butter und sehr grobem Meersalz. Wir erfahren, dass Gäste vom Lunch bis zum Abendessen willkommen geheißen werden und ein Hauptgericht zur Mittagszeit namensgerecht für 16,87€ zu haben ist.

Dann grüßt die Küche mit Lachs und Gurke unter der Rauchglocke. Die Taube mit sämigem Amarant, Pastinake und hervorragender Jus ist zart wie Marzipan. Der marinierte und kurz gebratene Tunfisch wird rund mit Melone, Schwarzem Rettich, Yuzu und Wasabi, während Lakritz und Thymian den buttrig zarten Kalbsbäckchen den richtigen Pepp verleihen.

Aller Sättigung zum Trotz, bleibt am Ende selbst vom Petershainer Stör nebst wunderbar zubereitetem Calmar, Baby-Jakobsmuschel, Saubohnen und Sanddorn zum Hauptgang, nicht das kleinste Bisschen auf unseren Tellern zurück. Bereits vor dem hauchzarten Merengue mit fruchtiger Sanddorncreme und einem unfassbar guten Hanfeis konstatieren wir daher: "Was für ein feines Mahl!"

Im Casual Bereich des Restaurant & Café 1687 erwarten die Gäste den ganzen Tag über weitere verführerische Köstlichkeiten der Pattisier Slawomira Slaby: Ihre Macarons sind die besten, die wir je gekostet haben und wir können nur schwer widerstehen, nach dem betörend guten Dessert, nicht auch noch ihre himmlisch anmutenden Kuchen zu kosten.

Die wird man im Sommer auch an zahlreichen Tischen auf dem ruhigen, wenig touristischen Platz genießen können. Ebenso wie die vorzüglichen Gerichte von Tomasz Trabski und seinem Team oder ein Glas Wein aus einem der gut bestückten Weinschränke. – Spätestens in lauen Sommernächten wird dann wirklich nur noch die alte Kirche fehlen, um sich wie Gott in Frankreich zu fühlen.

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