Schließen
|
EnThis content is
not available in
english
Menü
Vorheriger Artikel
© LCG Volta Basel 2019 Aqua-Aura Serie
Ausstellungen
Aktuelle Ausstellungen
Nächster Artikel
100 Jahre Bauhaus Logo
Ausstellungen
100 Jahre Bauhaus

Kunst in Berliner Museen Die wichtigsten temporären Ausstellungen

Montag, 05. August 2019
Kunst in Berliner Museen © VivianeSassen
Die Orte im Überblick
Karte (9)

Hinweis

Hier finden Sie unsere wöchentlichen Kunsthighlights >>

In Berliner Museen für Kunst gibt es, neben zahllosen sehenswerten Dauerausstellungen, immer wieder auch spannende temporäre Ausstellungen, die sich nicht selten zu wahren Publikumsmagneten entwickeln. Ganz gleich ob klassische Moderne, zeitgenössische Kunst oder Antike: die Auswahl ist grenzenlos. Um Sie auch in diesem Bereich auf dem Laufenden zu halten, stellen wir Ihnen hier fortan die schönsten Ausstellungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Contemporary Art vor. Weitere Highlights finden Sie im Übrigen auch in unserer wöchentlichen Auswahl an Ausstellungen in Berliner Galerien.

Zu den Details der einzelnen Orte gelangen Sie über das Anklicken der orange markierten Namen.

Bröhan Museum Ein Ausflugsziel für die ganze Familie bietet ist derzeit das Bröhan Museum, das sich ganz dem Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus verschreiben hat. Die aktuelle Ausstellung "Reaching Out for the Future. Zukunftsfantasien um 1900" konzentriert sich auf die Epoche, in der das Maschinenzeitalter begann, welches eine wahre Explosion von Zukunfts-Szenarien, die einem Jule Verne Roman alle Ehre gemacht hätten, nach sich zog. Präsentiert wird ein bunter Teppich von Artefakten in Form von Postkarten, Zeitschriften, oder den damals sehr beliebten Sammelkarten, die beispielsweise zeigen, wie sich damals Zeichner und Karikaturisten die Zukunft vorstellten. Man begegnet aber auch der Maschinen-Maria aus dem Film "Metropolis", Raketen, fliegenden Autos, einem Model das Kopfschmuck mit praktischen Radio Antennen ausgestattet trägt, oder einem Unterwasser Bus, der auf einem Sammelbild aus dem Jahr 1912 zeigt, "wie unsere zukünftigen Enkel im Jahre 2012 leben“. Herrlich abstrus, manchmal auch akkurat, aber in jedem Fall mit Schmunzel-Garantie, macht diese Ausstellung einfach Spaß, ohne zu überfordern. Und noch ein Tipp für Familien mit Kindern: Im Rahmen einer Sommertour wird das mobile Zukunftslabor des Bröhan Museums in verschiedenen Berliner Bezirken unterwegs sein und lädt zum Entdecken und Mitmachen ein. Es können nachhaltige Jutebeutel im Siebdruckverfahren bedruckt und Visionen, Wünsche und Ideen für eine zukünftige Welt geteilt werden. Die Termine und Haltestellen findet man unter dem Ausstellungs-Link >>

Reaching Out for the Future / 19. Juli bis 27. Oktober 2019
Bröhan Museum / Schlossstraße 1a | 14059 Berlin
Dienstag bis Sonntag / 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen

Museum für Fotografie. Im 100. Bauhaus Jubiläumsjahr, darf die Fotografie natürlich nicht fehlen. Einen guten Einblick in den Dialog zwischen der Foto Avantgarde und der zeitgenössischen Kunst der 30er Jahre bietet die Ausstellung "Bauhaus und die Fotografie Zum Sehen in der Gegenwartskunst" mit Arbeiten von Ikonen der experimentellen Fotografie wie László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Man Ray, Jan Tschichold oder Hedda Walther. Der historische Fokus, um den sich die Show entfaltet, ist die Werkbundausstellung "Film und Foto" aus den Jahren 1929/30. Sie wurde damals auch in Stuttgart, Zürich und in Berlin, in der Kunstbibliothek gezeigt. Anhand von 300 Exponaten wird diese als Manifest zu verstehende Ausstellung, virtuell rekonstruiert. Verdichtet wird die Auswahl durch Vintage Prints aus der Sammlung der Kunstbibliothek und Filmen aus den 20er Jahren. Ins heute holen den Besucher ausgesuchte Fotografien zeitgenössischer Künstler*innen, wie Thomas Ruff, Dominique Teufen, Daniel T. Braun, Wolfgang Tillmans, Doug Fogelson, Max de Esteban, Viviane Sassen oder Stephanie Seufert. On top präsentieren Gestaltungs- und Design Studenten aus Nürnberg und Darmstadt eigene, zukunftsorientierte Entwürfe, in denen sich logischerweise auch elektronische und digitale Medien wiederfinden, denn die Zukunft ist jetzt!

Bauhaus und die Fotografie Zum Sehen in der Gegenwartskunst / 11.04. bis 25.08.2019
Museum für Fotografie / Jebensstraße 2 / 10623 Berlin
Dienstag bis Sonntag, 11-19 Uhr + Donnerstag, 11-20 Uhr

Deutsche Kinematik Museum für Film und Fernsehen. Erinnern Sie sich an die Aufklapp-Bilderbücher aus ihrer Kindheit, die beim Aufschlagen der Seiten ein Bild herausspringen ließen? Dieser Effekt zieht sich durch die großzügig, über drei Stockwerke angelegte Ausstellung "Kino der Moderne. Film in der Weimarer Republik". Viele der Exponate sind zum ersten Mal öffentlich zu sehen, neben Leihgaben aus der ganzen Welt aus den Bereichen Kunst, Design und Architektur. Es gibt Kostüme, Briefe, Fotos, Skizzen und Modellbauten berühmter Filmsets, aber auch kurioses wie die zwei Puppen die Marlene Dietrich auf all ihren Reisen als Glücksbringer dabeihatte. Anlaß ist das 100-jährige Jubiläum der Weimarer Republik, die im Jahr 1919 ausgerufen wurde, dem Jahr, in dem auch der legendäre Ufa-Filmpalast am Zoo die Türen für seine Besucher in eine völlig neue Welt und Wahrnehmung öffnete. Wie in keinem anderen Medium, spiegelte sich im Film der Zeitgeist der Moderne. Themen wie Genderfragen, Mode und Mobilität, Exotismus, aber auch die Psychoanalyse und der Kult um Schauspieler werden unter anderen beleuchtet. Ein absolutes Highlight findet sich im dritten Stock, der den heute in Vergessenheit geratenen filmschaffenden Frauen hinter der Kamera und der Avantgarde, gewidmet ist. Insgesamt 21 Drehbuchautorinnen, Szenenbildnerinnen, Produzentinnen und Regisseurinnen werden in Wort und Bild vorgestellt.  Eine Ausstellung in der man sich herrlich verlieren kann, perfekt für graue oder verregnete Sommernachmittage. Mehr Babylon Berlin geht nicht!

Kino der Moderne. Film in der Weimarer Republik / 20. Juni bis 13. Oktober 2019
Deutsche Kinemathek / Potsdamer Straße 2 / 10785 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr + Donnerstag 10-20 Uhr

Alte Nationalgalerie. Gustave Caillebotte war einer der zentralen Akteure des französischen Impressionismus und gehört dennoch zu jenen Künstlern, die heute noch zu entdecken sind. Sein Ruhm gründete sich zunächst auf seiner Rolle als Mäzen, während er als Maler erst spät volle Anerkennung fand. Mit Caillebottes 1877 vollendetem Gemälde "Rue de Paris, temps de pluie" zieht nun eine Ikone des Impressionismus in die Alte Nationalgalerie ein. Es gilt als Hauptwerk des Künstlers und ist eines der Aushängeschilder des Art Institute of Chicago. Selten reiste das monumentale Gemälde bislang nach Europa, in Berlin ist es zum ersten Mal überhaupt zu sehen.

Custave Caillebotte / 17. Mai bis 15. September 2019
Alte Nationalgalerie / Bodestraße 1 / 10178 Berlin
Dienstag bis Sonntag / Feiertags 10-20 Uhr

Liebermann Villa. Erstmals zeigt die Liebermann-Villa am Wannsee eine Gegenüberstellung der beiden Berliner Impressionisten Max Liebermann und Lesser Ury. Dabei hätte Ury kaum eine Einladung in Liebermanns "Schloss am See" erhalten, waren sich doch beide Künstlerkollegen in herzlicher Abneigung verbunden. Dabei erkannte Liebermann das Talent des jüngeren Ury durchaus und förderte ihn anfangs. Die Ausstellung geht den Impressionismen der beiden nach und stellt in Liebermanns Sommervilla ein neutrales Terrain her, auf dem sich beide mit rund 45 Gemälden und Papierarbeiten künstlerisch begegnen können. Der Fokus liegt dabei auf deren Berliner Großstadtbildern.

Max Liebermann und Lesser Ury / 18. Mai bis 26. August 2019
Liebermann Villa / Colomierstraße 3 / 14109 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr

Hamburger Bahnhof.  Die Nähe zu Schauspiel, Bühne und Film erschließt sich im Werk von Andreas Mühe unter anderem aus seiner persönlichen Biografie. Sein  Vater war der bekannte Schauspieler Ulrich Mühe, seine Mutter ist die renommierte Theaterintendantin Annegret Hahn. Diese beiden Persönlichkeiten sowie Mühes engste familiäre Bande bilden die Protagonisten seiner für den Hamburger Bahnhof entstandenen neuen Werkserie. In zwei großformatigen fotografischen Familienportraits vereint Mühe die lebenden wie verstorbenen Mitglieder seiner Familie, mütterlicher- und väterlicherseits. Die bereits verstorbenen Personen ließ er dazu, von Fotovorlagen ausgehend, in einem komplexen und intensiven Produktionsprozess als verblüffend lebensecht anmutende Skulpturen nachbilden.

Andreas Mühe / 26. April bis 11. November 2019
Hamburger Bahnhof / Invalidenstraße 50 / 10557 Berlin
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Berlinische Galerie. Die Berliner Malerin Lotte Laserstein war eine der sensibelsten Porträtistinnen der frühen Moderne zwischen Tradition und Innovation. Zu ihrer Zeit, in der Weimarer Republik, war sie eine anerkannte und erfolgreiche Malerin, bis sie der von den Nazis geschürte Antisemitismus sie 1937 in die Emigration nach Schweden zwang. Doch sie war keine Modernistin, nicht neusachlich, nicht konstruktivistisch, nicht Dada und nicht Bauhaus. Ihr Blick war anders. Sie sah all die neuen Menschen in ihrer Eigenart, aber eben auch deren Indiviúalität. Die Berlinische Galerie zeigt nun, mehr als ein Vierteljahrhundert nach ihrem Tod, 45 ihrer Gemälde und elf Zeichnungen.

Lotte Laserstein / 5. April bis 12. August 2019
Berlinische Galerie / Alte Jakobstraße 124 / 10969 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr

Hamburger Bahnhof. Der Expressionist Emil Nolde ist der wohl berühmteste "entartete Künstler", von keinem anderen Maler wurden während des Nationalsozialismus so viele Arbeiten beschlagnahmt. Wie passen Noldes Verfemung und sein Berufsverbot zu dem Wissen, dass Nolde NS-Parteimitglied war und bis zum Kriegsende den Glauben an das nationalsozialistische Regime nicht verlor? Die aktuelle Ausstellung beruht auf den Ergebnissen eines langjährigen Forschungsprojektes, das viel Neues zu Tage brachte. Herzstück der Ausstellung ist eine Rekonstruktion des Noldeschen Bildersaales seines Seebüller Refugiums mit der Hängung von Gemälden und Aquarellen, wie sie der alte Künstler im Kriegswinter 1941/42 selbst vornahm.

Emil Nolde / 12. April bis 15. September 2019
Hamburger Bahnhof / Invalidenstraße 50 / 10557 Berlin
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Brücke-Museum. Die Ausstellung "Flucht in die Bilder?" beschäftigt sich erstmals kritisch und ausführlich mit der künstlerischen Praxis, den Handlungsspielräumen und dem Alltag der ehemaligen Brücke-Künstler im Nationalsozialismus. Die Situation von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner in den Jahren von 1933 bis 1945 wurde bislang zumeist auf die Verfemung ihrer Kunst im Nationalsozialismus reduziert. Dieser eindimensionale Blick wird weder der vielschichtigen Situation der Künstler noch den Widersprüchen innerhalb der nationalsozialistischen Kulturpolitik gerecht.

Flucht in die Bilder? / 14. April 2018 bis 11. August 2019
Brücke-Museum / Bussardsteig 9 / 14195 Berlin
Mittwoch bis Montag 11-17 Uhr

Me Collectors Room und Schloss Caputh. Mit "B.A.R.O.C.K." präsentieren die Wunderkammer des Me Collectors Room und das Schloss Caputh künstlerische Interventionen von Margret Eicher, Luzia Simons, Rebecca Stevenson und Myriam Thyes.Die beiden von Margret Eicher und Mark Gisbourne konzipierten Ausstellungen basieren auf der Wahrnehmung kultureller Symptome, die unsere gegenwärtige psychopolitische Situation in einer globalisierten Welt charakterisieren. Ähnlich wie im 17. Jahrhundert erleben auch wir heute vielschichtige gesellschaftliche, religiöse und politische Verwerfungen, die miteinander korrelieren und sich in den letzten Jahren zu einem apokalyptischen Weltgefühl verdichtet haben.

B.A.R.O.C.K / 27. April  bis 18. August 2019
Me Collectors Room / Auguststaße 68 / 10117 Berlin
Mittwoch bis Montag 12-18 Uhr
Schloss Caputh / Straße der Einheit 2 / 14548 Caputh
Samstag und Sonntag 10-17.30 Uhr

Haus am Waldsee Georg Kolbe Museum. Das Haus am Waldsee und das Georg Kolbe Museum zeigen bis September die erste museale Ausstellung Lynn Chadwicks in Deutschland. Die Doppelausstellung stellt sein Werk in einem retrospektiven Überblick sowie im Spannungsverhältnis mit zwei deutschen Bildhauerpositionen neu vor. Das international seit den 1950er-Jahren vielfach ausgezeichnete Werk von Lynn Chadwick wird im Georg Kolbe Museum als breites, chronologisches Spektrum mit thematischen Schwerpunkten vorgestellt. Im Haus am Waldsee wird dazu ein thematischer Bogen gespannt, der dem Werk des Briten Arbeiten von Hans Uhlmann und Katja Strunz als Dialogpartner anbietet.

Lynn Chadwick / 18. Mai - 15. September 2019
Georg Kolbe Museum / Sensburger Allee 25 / 14055 Berlin
Täglich 10-18 Uhr
Lynn Chadwick / 18. Mai - 25. August 2019

Haus am Waldsee / Argentinische Allee 30 / 14163 Berlin
Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Hier finden Sie im Übrigen unsere wöchentlichen Kunsthighlights >>

Weitere interessante Artikel
Berlin
Kunst in Berliner Museen – Die wichtigsten temporären Ausstellungen
Reset Map