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Kunst in Berliner Museen Die wichtigsten temporären Ausstellungen

Montag, 01. April 2019
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Die Orte im Überblick
Karte (9)

Hinweis

Hier finden Sie unsere wöchentlichen Kunsthighlights >>

In Berliner Museen für Kunst gibt es, neben zahllosen sehenswerten Dauerausstellungen, immer wieder auch spannende temporäre Ausstellungen, die sich nicht selten zu wahren Publikumsmagneten entwickeln. Ganz gleich ob klassische Moderne, zeitgenössische Kunst oder Antike: die Auswahl ist grenzenlos. Um Sie auch in diesem Bereich auf dem Laufenden zu halten, stellen wir Ihnen hier fortan die schönsten Ausstellungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Contemporary Art vor. Weitere Highlights finden Sie im Übrigen auch in unserer wöchentlichen Auswahl an Ausstellungen in Berliner Galerien.

Zu den Details der einzelnen Orte gelangen Sie über das Anklicken der orange markierten Namen.

Hamburger Bahnhof. Der Expressionist Emil Nolde ist der wohl berühmteste "entartete Künstler", von keinem anderen Maler wurden während des Nationalsozialismus so viele Arbeiten beschlagnahmt. Wie passen Noldes Verfemung und sein Berufsverbot zu dem Wissen, dass Nolde NS-Parteimitglied war und bis zum Kriegsende den Glauben an das nationalsozialistische Regime nicht verlor? Die aktuelle Ausstellung beruht auf den Ergebnissen eines langjährigen Forschungsprojektes, das viel Neues zu Tage brachte. Herzstück der Ausstellung ist eine Rekonstruktion des Noldeschen Bildersaales seines Seebüller Refugiums mit der Hängung von Gemälden und Aquarellen, wie sie der alte Künstler im Kriegswinter 1941/42 selbst vornahm.

Emil Nolde / 12. April bis 15. September 2019
Hamburger Bahnhof / Invalidenstraße 50 / 10557 Berlin
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Hamburger Bahnhof. Erstmalig ist in Europa eine umfangreiche Einzelausstellung mit Werken des US-amerikanischen Malers Jack Whitten zu sehen. Noch zu Lebzeiten und in enger Absprache mit dem Künstler konzipiert, zeigt "Jack's Jacks", wie Whitten über eine Zeitspanne von mehr als fünf Jahrzehnten die Grenzen der abstrakten Malerei immer wieder erweiterte. Ausgehend von gestischen Malereien, die unter dem Einfluss des abstrakten Expressionismus entstanden, zeichnet die Ausstellung Whittens Entwicklung bis zu jenen späteren Experimenten mit Struktur und Materialität nach, die schließlich in seinem einzigartigen Mosaik-Stil mündeten. 

Jack Witten / 29.März bis 1. September 2019
Hamburger Bahnhof / Invalidenstraße 50 / 10557 Berlin
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Berlinische Galerie. Die Berliner Malerin Lotte Laserstein war eine der sensibelsten Porträtistinnen der frühen Moderne zwischen Tradition und Innovation. Zu ihrer Zeit, in der Weimarer Republik, war sie eine anerkannte und erfolgreiche Malerin, bis sie der von den Nazis geschürte Antisemitismus sie 1937 in die Emigration nach Schweden zwang. Doch sie war keine Modernistin, nicht neusachlich, nicht konstruktivistisch, nicht Dada und nicht Bauhaus. Ihr Blick war anders. Sie sah all die neuen Menschen in ihrer Eigenart, aber eben auch deren Indiviúalität. Die Berlinische Galerie zeigt nun, mehr als ein Vierteljahrhundert nach ihrem Tod, 45 ihrer Gemälde und elf Zeichnungen.

Lotte Laserstein / 5. April bis 12. August 2019
Berlinische Galerie / Alte Jakobstraße 124 / 10969 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr

Gropius Bau. In diesem Frühjahr lädt der Gropius Bau dazu ein, die Bedeutung manueller Arbeitsprozesse und das Konzept von Handwerk in der zeitgenössischen Kunstszene Berlins zu erkunden. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Geschichte des Gropius Bau, der einst als Kunstgewerbemuseum und Lehrinstitution diente. Die Ausstellung stellt Berliner Künstler und ihre künstlerische Praxis vor und thematisiert dabei zentrale Aspekte künstlerischen Schaffens. Gezeigt werden Werke wie Olaf Holzapfels große, abstrakte Textilarbeiten aus handgesponnenen Naturfasern sowie eine neue Installation, die Chiharu Shiota für den Lichthof neu konzipiert hat.

And Berlin will allways need you. / 22. März bis 16. Juni 2019
Gropius Bau / Niederkirchnerstraße 7 /10963 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-19 Uhr

Museum Barberini. Pablo Picasso gilt als Erneuerer der Kunst im 20. Jahrhundert. In Malerei, Skulptur, Graphik und Keramik hat er neue Maßstäbe gesetzt. Die Ausstellung "Picasso. Das späte Werk" zeigt, wie Picasso auch in seinen letzten Schaffensjahren innovativ blieb. Alle Leihgaben stammen aus der Sammlung Jacqueline Picasso. Ihre Tochter Catherine Hutin stellt diese bislang kaum öffentlich gezeigte Sammlung für die Ausstellung im Museum Barberini zur Verfügung. In der von Gastkurator Bernardo Laniado-Romero getroffenen Auswahl befinden sich zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland, einige sogar zum ersten Mal in einem Museum präsentiert werden.

Pablo Picasso / 9. März bis 16.Juni 2019
Museum Barberini / Humboldtstraße 5 / 14467 München
Montag bis Sonntag 10-19 Uhr

Bröhan Museum. Ilna Ewers-Wunderwald war im Jugendstil eine wahre Ikone. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde die mythenliebende Künstlerin von der Kunstkritik gefeiert, geriet dann aber für mehr als 100 Jahre in Vergessenheit. Grenzgänge von Erotik und Phantastik, ein märchenhafter Bildkosmos aus Wasserwesen und Paradiesvögeln, schillernden Blumen und grotesken Fabeltieren kennzeichnen ihr Werk. Dem Engagement privater Sammler ist es zu verdanken, dass große Teile des künstlerischen Nachlasses von Ilna Ewers-Wunderwald heute für eine Ausstellung überhaupt greifbar sind.

Ilna Ewers Wunderwald / 27. Februar bis 16. Juni 2019
Bröhan Museum / Schlßstraße 1 / 14059 Berlin
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Gemäldegalerie. In diesem Frühjahr präsentiert die Berliner Gemäldegalerie in Zusammenarbeit mit der National Gallery, London eine umfassende Ausstellung zum eng miteinander verwobenen Schaffen von Andrea Mantegna und Giovanni Bellini. Mit rund 100 Arbeiten wird erstmals das Oeuvre dieser beiden Meister der italienischen Renaissance vergleichend gegenübergestellt. Gezeigt werden Meisterwerke der beiden Künstler aus allen Schaffensphasen, an denen Unterschiede und Ähnlichkeiten im Schaffen der beiden bedeutenden Renaissancekünstler auf exemplarische Weise herausgearbeitet und reizvoll gegenübergestellt werden.

Mantegna und Bellini / 1. März bis 30. Juni 2019
Gemäldegalerie / Matthaikirchplatz / 10785 Berlin
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Helmut Newton Foundation. Präsentiert wird die dreiteilige Ausstellung "Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton: Nudes". Es ist das erste Mal in der Geschichte der Berliner Institution, dass eine Ausstellung ausschließlich dem Genre Akt gewidmet wird. Saul Leiter hat parallel zu seiner Modefotografie für Harper’s Bazaar, auch Akt im Studio inszeniert. Diese stillen und intimen Schwarz-Weiß-Aufnahmen blieben zu seinen Lebzeiten gewissermaßen unter Verschluss; nur wenige Freunde kannten sie. Eine ähnliche Bildstimmung begegnet uns bei den Aktaufnahmen von David Lynch, die ein knappes halbes Jahrhundert später, vor allem in Lodz und Los Angeles, entstanden sind; die meisten in Schwarz-Weiß, einige wenige in Farbe. Daneben werden etwa 40 bislang ungezeigte Werke Helmut Newtons aus dem Stiftungsarchiv gezeigt, darunter zahlreiche Original-Polaroids.

Nudes / 30. November 2018 bis 19.Mai 2019
Helmut Newton Foundation / Jebenstraße 2 / 10629 Berlin
Dienstag bis Sonntag 11-19 Uhr

Museum Berggruen. Anhand ausgewählter Themen stellt die Ausstellung die Vielfalt der Geschichte und Provenienzen der Kunstwerke im Museum Berggruen dar. Sie gliedert sich in acht Kapitel, die über die gesamten Ausstellungsräume verteilt präsentiert werden. Darüber hinaus widmet sich die zeitgenössische Installation "La loi normale des erreurs – Projet Picasso, version Berggruen" des französischen Künstlers Raphaël Denis den Enteignungen von Kunstwerken durch den Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg, Hauptakteur des nationalsozialistischen Kunstraubs im besetzten Frankreich. In die künstlerische Auseinandersetzung wurden Werke aus dem Museum Berggruen einbezogen, die von den Beschlagnahmungen des ERR betroffen waren und nach Kriegsende restituiert wurden.

Biografien der Bilder / 21. November 2018 bis 19. Mai 2019
Museum Berggruen / Schloßstraße 1 / 14059 Berlin
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Sammlung Scharf-Gerstenberg. 1964 taucht im Werk von Max Ernst erstmals eine Geheimschrift auf, die er für eine Serie von Grafiken zu Ehren des Amateur-Astronomen Ernst Wilhelm Leberecht Tempel schuf. Sie erinnert an die frühen Experimente der Surrealisten mit der "écriture automatique" und ähnelt zugleich auf verblüffende Weise ägyptischen Hieroglyphen, wie sie sich auch auf dem Kalabscha-Tor am Eingang der Sammlung Scharf-Gerstenberg befinden. Hier begrüßt das berühmte Tempeltor die Ausstellungsbesucher, bis es nach Fertigstellung des letzten Pergamon-Flügels auf die Museumsinsel ziehen kann. Die Ausstellung "Max Ernst, Zeichendieb" nimmt die Präsenz des Tores zum Anlass, einige typische Elemente und Themen im Werk von Max Ernst zu beleuchten. Nicht wenige von ihnen sind ausgeborgt: Sie durchziehen unsere Kunst- und Bildgeschichte und lassen sich mitunter bis auf die Kunst der alten Ägypter zurückverfolgen

Max Ernst / 6.Dezember 2018 bis 28.April 2019
Sammlung Scharf-Gerstenberg / Schloßstraße 70 / 14059 Berlin
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag bis Sonntag 11-18 Uh

Brücke-Museum. Seit sieben Jahrzehnten beschäftigt sich der Kunsthändler und Sammler Eberhard W. Kornfeld mit dem Leben und Wirken von Ernst Ludwig Kirchner. Sein Interesse führte zum Aufbau einer der bedeutendsten Sammlungen von Werken Kirchners in Privatbesitz, deren Schweizer Teil nun erstmalig umfassend in Deutschland präsentiert wird. Ernst Ludwig Kirchners Schweizer Jahre stellen eine im deutschen Ausstellungskontext bisher selten beleuchtete Periode des Künstlers dar. Das Brücke-Museum möchte mit der Ausstellung für diese späte Schaffensphase Kirchners sensibilisieren und neue Perspektiven auf sein Gesamtwerk anregen.

Ernst Ludwig Kirchner / 14. Dezember 2018 bis 31. März 2019
Brücke-Museum / Bussardsteig 9 / 14195 Berlin
Mittwoch bis Montag 11-17 Uhr

Palais Populaire. Mit über 70 Meisterwerken aus der Sammlung der Tate, London zeigt die Ausstellung "Objects of Wonder", wie britische Künstler seit der Mitte des 20. Jahrhunderts die zeitgenössische Skulptur revolutioniert haben. Das Spektrum reicht von den Ikonen der Nachkriegsmoderne wie Henry Moore und Barbara Hepworth bis zu den Stars der Young British Artists wie Damien Hirst und Tracey Emin, die mit einer provokanten Neonskulptur vertreten ist.

Objects of Wonder / 1. Februar bis 27.Mai 2019
Palais Populaire / Unter den Linden 5 / 10117 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-19 Uhr

Alte Nationalgalerie. Die Sammlung des Hauses beherbergt Kunst des 19. Jahrhunderts von der Goethezeit bis zum Realismus. Die großzügige Schenkung des Gemäldes "Der Concordia Tempel von Agrigento“ des Malers Leo von Klenze ist die neueste bedeutende Ergänzung der Sammlung. Doch nicht nur Werke deutscher Künstler sind hier beherbergt, auch einige große Franzosen. Edouard Manet beispielsweise verzaubert mit seinem "Im Wintergarten" die Besucher.

Alte Nationalgalerie / Bodestraße 1 / 10178 Berlin
Dienstag bis Sonntag / Feiertags 10-20 Uhr

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