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Kunst in Berliner Museen Die wichtigsten temporären Ausstellungen

Montag, 29. April 2019
Gustave Caillebotte Rue de Paris temps de pluie 1877 Öl auf Leinwan
Die Orte im Überblick
Karte (9)

Hinweis

Hier finden Sie unsere wöchentlichen Kunsthighlights >>

In Berliner Museen für Kunst gibt es, neben zahllosen sehenswerten Dauerausstellungen, immer wieder auch spannende temporäre Ausstellungen, die sich nicht selten zu wahren Publikumsmagneten entwickeln. Ganz gleich ob klassische Moderne, zeitgenössische Kunst oder Antike: die Auswahl ist grenzenlos. Um Sie auch in diesem Bereich auf dem Laufenden zu halten, stellen wir Ihnen hier fortan die schönsten Ausstellungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Contemporary Art vor. Weitere Highlights finden Sie im Übrigen auch in unserer wöchentlichen Auswahl an Ausstellungen in Berliner Galerien.

Zu den Details der einzelnen Orte gelangen Sie über das Anklicken der orange markierten Namen.

Alte Nationalgalerie. Gustave Caillebotte war einer der zentralen Akteure des französischen Impressionismus und gehört dennoch zu jenen Künstlern, die heute noch zu entdecken sind. Sein Ruhm gründete sich zunächst auf seiner Rolle als Mäzen, während er als Maler erst spät volle Anerkennung fand. Mit Caillebottes 1877 vollendetem Gemälde "Rue de Paris, temps de pluie" zieht nun eine Ikone des Impressionismus in die Alte Nationalgalerie ein. Es gilt als Hauptwerk des Künstlers und ist eines der Aushängeschilder des Art Institute of Chicago. Selten reiste das monumentale Gemälde bislang nach Europa, in Berlin ist es zum ersten Mal überhaupt zu sehen.

Custave Caillebotte / 17. Mai bis 15. September 2019
Alte Nationalgalerie / Bodestraße 1 / 10178 Berlin
Dienstag bis Sonntag / Feiertags 10-20 Uhr

Liebermann Villa. Erstmals zeigt die Liebermann-Villa am Wannsee eine Gegenüberstellung der beiden Berliner Impressionisten Max Liebermann und Lesser Ury. Dabei hätte Ury kaum eine Einladung in Liebermanns "Schloss am See" erhalten, waren sich doch beide Künstlerkollegen in herzlicher Abneigung verbunden. Dabei erkannte Liebermann das Talent des jüngeren Ury durchaus und förderte ihn anfangs. Die Ausstellung geht den Impressionismen der beiden nach und stellt in Liebermanns Sommervilla ein neutrales Terrain her, auf dem sich beide mit rund 45 Gemälden und Papierarbeiten künstlerisch begegnen können. Der Fokus liegt dabei auf deren Berliner Großstadtbildern.

Max Liebermann und Lesser Ury / 18. Mai bis 26. August 2019
Liebermann Villa / Colomierstraße 3 / 14109 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr

Hamburger Bahnhof.  Die Nähe zu Schauspiel, Bühne und Film erschließt sich im Werk von Andreas Mühe unter anderem aus seiner persönlichen Biografie. Sein  Vater war der bekannte Schauspieler Ulrich Mühe, seine Mutter ist die renommierte Theaterintendantin Annegret Hahn. Diese beiden Persönlichkeiten sowie Mühes engste familiäre Bande bilden die Protagonisten seiner für den Hamburger Bahnhof entstandenen neuen Werkserie. In zwei großformatigen fotografischen Familienportraits vereint Mühe die lebenden wie verstorbenen Mitglieder seiner Familie, mütterlicher- und väterlicherseits. Die bereits verstorbenen Personen ließ er dazu, von Fotovorlagen ausgehend, in einem komplexen und intensiven Produktionsprozess als verblüffend lebensecht anmutende Skulpturen nachbilden.

Andreas Mühe / 26. April bis 11. November 2019
Hamburger Bahnhof / Invalidenstraße 50 / 10557 Berlin
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Berlinische Galerie. Die Berliner Malerin Lotte Laserstein war eine der sensibelsten Porträtistinnen der frühen Moderne zwischen Tradition und Innovation. Zu ihrer Zeit, in der Weimarer Republik, war sie eine anerkannte und erfolgreiche Malerin, bis sie der von den Nazis geschürte Antisemitismus sie 1937 in die Emigration nach Schweden zwang. Doch sie war keine Modernistin, nicht neusachlich, nicht konstruktivistisch, nicht Dada und nicht Bauhaus. Ihr Blick war anders. Sie sah all die neuen Menschen in ihrer Eigenart, aber eben auch deren Indiviúalität. Die Berlinische Galerie zeigt nun, mehr als ein Vierteljahrhundert nach ihrem Tod, 45 ihrer Gemälde und elf Zeichnungen.

Lotte Laserstein / 5. April bis 12. August 2019
Berlinische Galerie / Alte Jakobstraße 124 / 10969 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr

Hamburger Bahnhof. Der Expressionist Emil Nolde ist der wohl berühmteste "entartete Künstler", von keinem anderen Maler wurden während des Nationalsozialismus so viele Arbeiten beschlagnahmt. Wie passen Noldes Verfemung und sein Berufsverbot zu dem Wissen, dass Nolde NS-Parteimitglied war und bis zum Kriegsende den Glauben an das nationalsozialistische Regime nicht verlor? Die aktuelle Ausstellung beruht auf den Ergebnissen eines langjährigen Forschungsprojektes, das viel Neues zu Tage brachte. Herzstück der Ausstellung ist eine Rekonstruktion des Noldeschen Bildersaales seines Seebüller Refugiums mit der Hängung von Gemälden und Aquarellen, wie sie der alte Künstler im Kriegswinter 1941/42 selbst vornahm.

Emil Nolde / 12. April bis 15. September 2019
Hamburger Bahnhof / Invalidenstraße 50 / 10557 Berlin
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Brücke-Museum. Die Ausstellung "Flucht in die Bilder?" beschäftigt sich erstmals kritisch und ausführlich mit der künstlerischen Praxis, den Handlungsspielräumen und dem Alltag der ehemaligen Brücke-Künstler im Nationalsozialismus. Die Situation von Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner in den Jahren von 1933 bis 1945 wurde bislang zumeist auf die Verfemung ihrer Kunst im Nationalsozialismus reduziert. Dieser eindimensionale Blick wird weder der vielschichtigen Situation der Künstler noch den Widersprüchen innerhalb der nationalsozialistischen Kulturpolitik gerecht.

Flucht in die Bilder? / 14. April 2018 bis 11. August 2019
Brücke-Museum / Bussardsteig 9 / 14195 Berlin
Mittwoch bis Montag 11-17 Uhr

Me Collectors Room und Schloss Caputh. Mit "B.A.R.O.C.K." präsentieren die Wunderkammer des Me Collectors Room und das Schloss Caputh künstlerische Interventionen von Margret Eicher, Luzia Simons, Rebecca Stevenson und Myriam Thyes.Die beiden von Margret Eicher und Mark Gisbourne konzipierten Ausstellungen basieren auf der Wahrnehmung kultureller Symptome, die unsere gegenwärtige psychopolitische Situation in einer globalisierten Welt charakterisieren. Ähnlich wie im 17. Jahrhundert erleben auch wir heute vielschichtige gesellschaftliche, religiöse und politische Verwerfungen, die miteinander korrelieren und sich in den letzten Jahren zu einem apokalyptischen Weltgefühl verdichtet haben.

B.A.R.O.C.K / 27. April  bis 18. August 2019
Me Collectors Room / Auguststaße 68 / 10117 Berlin
Mittwoch bis Montag 12-18 Uhr
Schloss Caputh / Straße der Einheit 2 / 14548 Caputh
Samstag und Sonntag 10-17.30 Uhr

Haus am Waldsee Georg Kolbe Museum. Das Haus am Waldsee und das Georg Kolbe Museum zeigen bis September die erste museale Ausstellung Lynn Chadwicks in Deutschland. Die Doppelausstellung stellt sein Werk in einem retrospektiven Überblick sowie im Spannungsverhältnis mit zwei deutschen Bildhauerpositionen neu vor. Das international seit den 1950er-Jahren vielfach ausgezeichnete Werk von Lynn Chadwick wird im Georg Kolbe Museum als breites, chronologisches Spektrum mit thematischen Schwerpunkten vorgestellt. Im Haus am Waldsee wird dazu ein thematischer Bogen gespannt, der dem Werk des Briten Arbeiten von Hans Uhlmann und Katja Strunz als Dialogpartner anbietet.

Lynn Chadwick / 18. Mai - 15. September 2019
Georg Kolbe Museum / Sensburger Allee 25 / 14055 Berlin
Täglich 10-18 Uhr
Lynn Chadwick / 18. Mai - 25. August 2019

Haus am Waldsee / Argentinische Allee 30 / 14163 Berlin
Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Gemäldegalerie. In diesem Frühjahr präsentiert die Berliner Gemäldegalerie in Zusammenarbeit mit der National Gallery, London eine umfassende Ausstellung zum eng miteinander verwobenen Schaffen von Andrea Mantegna und Giovanni Bellini. Mit rund 100 Arbeiten wird erstmals das Oeuvre dieser beiden Meister der italienischen Renaissance vergleichend gegenübergestellt. Gezeigt werden Meisterwerke der beiden Künstler aus allen Schaffensphasen, an denen Unterschiede und Ähnlichkeiten im Schaffen der beiden bedeutenden Renaissancekünstler auf exemplarische Weise herausgearbeitet und reizvoll gegenübergestellt werden.

Mantegna und Bellini / 1. März bis 30. Juni 2019
Gemäldegalerie / Matthaikirchplatz / 10785 Berlin
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

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