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Restaurant Ryke Fein-nachhaltige Kiezküche im Prenzlauer Berg

Mittwoch, 05. Juli 2023
Advertorial

Dauerhaft geschlossen!!!

Karte

Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag 18-23 Uhr

Adresse

Ryke
Rykestr. 39
10405 Berlin-Prenzlauer Berg
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Kontakt

...
+49 - 30 - 44013538
.www.ryke-berlin.de

Preisniveau

Es gibt Restaurants, bei denen wir bereits beim ersten Blick wissen: Das ist Creme Guides. Ein schlichtes, einladendes Interieur, helle Holz und Pastelltöne an Tischen und Wänden, warmes Licht und geschickt platzierte Kunst an den Wänden. Dazu noch eine kleine Karte mit feiner, regionaler Küche und eine ökologische Weinauswahl und wir sind hooked. Introducing: Das Ryke.

Das neue Restaurant Ryke in der gleichnamigen Straße im Prenzlauer Berg ist das nächste Projekt von Fan Xiaofen, in den Wänden ihres ehemaligen Restaurants Akemi. Die gebürtige Chinesin betreibt ebenfalls das Ramen X Ramen in Friedrichshain, in welchem man unschwer die Hand des Atelier Raumfragen erkennen kann, die ebenfalls die Einrichtung des Ryke gestaltet haben.

Mit dem neuen Restaurant widmet sich die Gastro Unternehmerin nun einer anderen Richtung. Gemeinsam mit Küchenchef Roman Schönberger hat sie ein gastronomisches Konzept entwickelt, in welchem Nahbarkeit und Offenheit für die Nachbarschaft ebenso im Vordergrund stehen, wie Nachhaltigkeit und Regionalität.

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Ryke I Inhaberin Fan Xiaofen

Casual Fine Dining ist hier das Credo. Mit nur elf Positionen fokussiert sich die Abendkarte auf eine ausgewogene Selektion, die ohne gesetztes Menü moderne Esskultur zelebriert, in die sich auch Vegetarier- und Veganer*innen einfinden können. Das Ryke schätzt seine Nachbarschaft und eine Kundschaft, die ebenso Wert auf gesundes, hochwertiges Essen legt, wie auf den gesellschaftlichen Aspekt des Essens. So lässt sich hier ebenso ein Weinabend verleben, wie ein Familienessen oder ein entspanntes Frühstück am Wochenende.

Bei einem Glas Grünem Veltliner Pet Nat von Matthias Hager lassen wir uns knuspriges Brot mit selbstgemachter Koji Butter schmecken. Koji ist ein edler Schimmelpilz aus der japanischen Küche, der der Butter einen besonders runden umami Geschmack verleiht.

Die Vorspeise kommt und Küchenchef Roman führt uns selbst durch die Gänge. Ich entscheide mich für ein Stück auf der Haut gebratenem Kabeljau, natürlich regional von 25 Teiche, mit Kalbsfuß angereichertem Erbsenragout, frischer Minze und einer Sauce aus sechs Tage fermentiertem Spargelsaft. Dem gegenüber steht die vegane, Sous-vide gegarte Bratkartoffel: 3 Stunden bei 80 Grad gegarte Kartoffelstifte mit Majoran und Öl, mit Zwiebelcreme aus langsam gegarten roten Zwiebeln, veganer Creme Fraiche, sowie einem kleinen Salat aus Petersilienkresse und Majoran.

Das Fine im Dining kommt also nicht zu kurz. Roman, der lange bei Sternekoch Vjekoslav Pavic gelernt und zuletzt im Restaurant Duke unter Florian Glauert gearbeitet hat, weiß was er tut. Wir wechseln zu Baia’s Wine Tsolikouri, einem georgischen Orangenwein. Während die Speisekarte recht übersichtlich ist, weist die liebevoll von Sommelière Kati von Flocken kuratierte Weinkarte eine größere Auswahl auf.

Den Hauptgang machen Fleisch und Fisch, wie alle Gänge serviert auf äußerst ansprechendem, eigens für das Ryke handgemachtem Geschirr. Es gibt ebenfalls Sous-vide-, sprich Vakuumgegarten Schweinebauch mit einer Creme aus fermentiertem Lauch und brauner Butter, mit gegrilltem Lauch und knuspriger Schweinehaut, welcher sich am besten als herrlich-herzhaft bezeichnen lässt.

Ich bleibe währenddessen beim Fisch. Ein Stück Stör, mit einem spannenden Gröstl aus Kartoffeln und Räucheraal, sowie einem Onsen Ei, sprich einem langsam, bei niedriger Temperatur gegarten, butterweichen Ei. Ein gelungener Mix der Aromen.

Zum Dessert nehme ich einen Hallgarten Riesling aus alten Reben, welche stets ein besonderes Aroma transportieren. Zweierlei kalte Nachspeisen machen den Abschluss. Rhabarbersorbet mit gerösteten Haselnüssen und Sahneeis aus ausgekochter Petersilienwurzel mit Apfelragout und eingelegter Senfsaat, sowie Petersilienblatt, Granny Smith Saft und Apfelessig. Klingt wild, passt aber durch seine Aromenvielfalt hervorragend zu einem warmen Sommerabend.

Würden wir im Prenzlauer Berg wohnen, könnte das Ryke, dieses absolut „cremeguidesque“ Restaurant auch unser neues Go-to Kiezrestaurant werden. So freuen wir uns aber einfach es entdeckt zu haben und sind gespannt, was die Zukunft auf den Teller bringt.

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