Montag bis Donnerstag 17.30-1 Uhr
Freitag + Samstag 17.30-2.30 Uhr
Sonntag 17.30-1 Uhr
KINK Bar & Restaurant
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin-Prenzlauer Berg
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Hinter den historischen Backsteinmauern einer ehemaligen Brauerei verbindet das Restaurant Kink auf dem Pfefferberg außergewöhnliche Architektur mit einer hervorragenden Bar, moderner Sharing-Küche und einer Terrasse, die zu den idyllischsten der Stadt zählt. Der Küchenchef setzt hier auf saisonale Gerichte vom Holzgrill, der Barchef begleitet mit einer ebenso kreativen wie handwerklich exzellenten Cocktailkarte. Ein Ort, an dem man sich ebenso gut auf einen Drink wie für einen ausgedehnten Abend mit Freunden trifft.
Wir erwischen einen der letzten wirklich warmen Tage Anfang September. Auf der Terrasse glüht der Holzgrill bereits und zwischen den alten Linden und Kastanien vor dem Restaurant herrscht eben jene besondere Stimmung, für die wir Berliner Sommerabende so sehr lieben. Das Publikum ist bunt gemischt, der Service angenehm locker und zugleich aufmerksam, ohne jemals aufdringlich zu sein. Was für ein schöner Ort, konstatieren wir!
Die Karte ist zum Teilen gedacht und macht die Auswahl nicht eben leicht. Wir beginnen mit einer Auster "La Môme", deren salzige Frische von einer Granny-Smith-Champagner-Mignonette wunderbar ergänzt wird. Ebenso begeistert uns das Crudo vom Hamachi, das mit Cantaloupe Agua Chile, Basilikumöl und Dillblüten herrlich leicht und sommerlich daherkommt. Auch die Pommes mit geräucherter Paprika-Aioli sollten nicht unerwähnt bleiben sie sind außen knusprig und innen schön weich, also schlicht perfekt.
Seine größte Stärke zeigt das Kink am Holzgrill. Das Ibérico-Schwein erhält dort intensive Röstaromen, die von Kumquat und einer frischen Zitrus-Vinaigrette elegant aufgefangen werden. Die ganze Dorade mit Tomatillo-Ponzu gelingt ebenso hervorragend: saftig, aromatisch und auf den Punkt gegart. Auch das 30 Tage trocken gereifte Rinderfilet überzeugt mit wunderbarer Zartheit und feiner Rauchnote, die nie dominiert, sondern den Eigengeschmack des Fleisches gekonnt unterstreicht.
Zum Abschluss natürlich Dessert … Ein Bergamotte-Sorbet auf Earl-Grey-Gelee mit Zitronengrasöl bringt noch einmal herrliche Frische auf den Tisch, während der Schokoladenfondant mit Amaretto-Sabayon und Amarena-Kirschen geschmacklich ein wenig an eine elegante Schwarzwälder Kirschtorte erinnert. Dazu trinken wir unterschiedliche Cocktails – mit und ohne Alkohol. Auch die Bar im Kink kann richtig was. Sie ist weit mehr als bloße Begleitung zum Essen. Jeder Drink ist präzise komponiert, überraschend und hervorragend ausbalanciert.
Es ist genau diese Verbindung, die den besonderen Reiz des Kink ausmacht. Restaurant, Bar und Terrasse greifen so selbstverständlich ineinander, dass man gar nicht darüber nachdenkt, weshalb der Abend so gelungen ist. Man bestellt noch einen letzten Drink, lehnt sich zurück und genießt die Atmosphäre unter den alten Bäumen. Viel schöner kann sich ein Berliner Sommerabend kaum anfühlen. Und da der Sommer sich nun dem Ende neigt: Man sitzt auch drinnen sehr schön!