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HR Giger & Mire Lee im Schinkel Pavillon

Dienstag, 05. Oktober 2021
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Karte

Öffnungszeiten

Mittwoch – Sonntag 11– 19 Uhr

Adresse

Schinkel Pavillon
Oberwallstraße 32
10117 Berlin-Mitte
.Anfahrt planen

Kontakt


030 208 864 44 (Gallery)
.www.schinkelpavillon.de

Wir leben in einer globalisierten Welt, Traditionen und Bräuche sind davon nicht ausgenommen. Ein besonders gutes Beispiel ist Halloween das mittlerweile auch in Deutschland fester Bestandteil der “spooky season“ dem Monat Oktober geworden ist. Halloween wird sonst traditionell vor allem in den USA ausgiebig mit viel Hingabe über den ganzen Monat Oktober zelebriert mit seinem Höhepunkt am 31.10. der Halloween Nacht. Tatsächlich hat Halloween oder Samhain seine Wurzeln aber in der alten keltischen Welt und damit sind wir wieder in Mitteleuropa. Samhain ist ein gälisches Fest, das das Ende der Erntezeit und den Beginn der „dunkleren Hälfte“ des Jahres markiert. An Samhain glaubt(e) man, dass der Schleier zwischen der physischen und der spirituellen Welt am dünnsten ist und damit Geister leichter zu uns “hinüberkommen“ können, hence “the spooky season.“

Bestätigt ist das natürlich nicht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die aktuelle verführerisch-dystopische Ausstellung im Schinkel Pavillon mit Arbeiten des Schweizer Meister des Horrors HR Giger (1940-2014) und Werken der südkoreanischen Künstlerin Mire Lee (*1988) nicht ganz zufällig in den Oktober fällt.

Nähere Details zu den einzelnen Orten finden Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

Der Magus, 1975, HR Giger

HR Giger - Meister des Horrors

Der visionäre HR Giger war nicht nur als Maler, Bildhauer und Designer tätig, sondern ist vor allem als Erfinder des legendären Xenomorph, der außerirdischen Spezies aus Ridley Scotts 1979 produzierten Kultfilm “Alien” bekannt geworden.

«Hans Ruedis Träume waren für seine Arbeit absolut entscheidend», sagt Carmen Giger, Direktorin des Giger Museums in der Schweiz und zweite Ehefrau von HR Giger.

"Er sagte, wenn er nicht die Gelegenheit gehabt hätte zu malen, wäre er ein Sonderfall für den Psychiater gewesen." Geboren aus den Schrecken zweier Weltkriege, Kindheitstraumata und einer erhöhten Empfänglichkeit für sein eigenes Unterbewusstsein, bündelt der zeitlose Terror seines Aliens die kollektiven Ängste der Menschheit.

Die Besucher der Ausstellung haben hier nicht nur die Möglichkeit ganz in die Erschaffung des Aliens einzutauchen, es werden auch frühe Ölgemälde, Tuschezeichnungen, Skulpturen und nie zuvor gezeigte Auszüge aus privaten Tagebüchern von HR Giger präsentiert.

Ausstellungsansicht HR Giger & Mire Lee copyright Schinkel Pavillon

Komplexe Anordnungen und Gebilde der südkoreanischen Künstlerin Mire Lee

Die extra für den Schinkel Pavillon neu entwickelten Arbeiten von Mire Lee verbinden sich im wahrsten Sinne des Wortes fließend mit Gigers Objekten, und verwandeln den doktagonalen Hauptraum des Hauses in eine “gebärmutterartige, übergroße Waabe.”

Lee die erst kürzlich mit ihren “kinetischen Skulpturen und quasi-alchemistischen Installationen bekannt wurde erschuf komplexe Anordnungen und Gebilde aus Silikon, PVC-Schläuchen, Polyester und Baumaterialien, durch deren organähnliche Gänge und Gefäße zähflüssige Substanzen zirkulieren oder zu wuchernden Krusten gerinnen.“ Wer die Kellerräume des Schinkel Pavillons kennt, die einen extremen Gegensatz zu den Räumen im Erdgeschoß bilden, kann sich die Entfaltung und Wirkung ihrer Skulpturen die an “sezierte Körperteile und mechanisch-triebhafte Stoffwechselprozesse” erinnern in Kombination mit Gigers grotesken, mutanten-ähnlichen Figuren lebhaft vorstellen….

Horror De Luxe!

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