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Mehrwegsysteme Wege aus der Plastikschwemme für Lieferdienste

Mittwoch, 18. November 2020
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Geneigte Creme Guides Leser*innen werden es mitbekommen haben: Wir lieben Essen: wir lieben Kochen, wir lieben es, ins Restaurant zu gehen. Aber: wir lieben auch geliefertes Essen. Spätestens seit dem ersten Lockdown im Frühjahr, als immer mehr unserer Lieblingsrestaurants begannen, ihr fabelhaftes Essen direkt zu uns nach Hause zu bringen, finden immer häufiger leckere Mahle aus Restaurantküchen auf den heimischen Küchentisch.

Lieferdienste haben von der Corona-Krise stark profitiert. Warum auch nicht – es geht schnell, es ist praktisch, es schmeckt hervorragend. Aber ein Riesenproblem gibt es doch: Plastikteller und -schüsseln, Pappschachteln, Pizzakartons. Nicht selten hinterlassen die feinen Speisen Berge an Verpackungsmüll und uns plagt nach einem guten Mahl das schlechte Gewissen. Laut Rebowl produziere Deutschlands Take-Away Food-Sektor jedes Jahr 280.000 Tonnen Abfall.

Das meiste davon wird leider nicht recycled und landet – Sie ahnen es – beispielsweise im Meer, wo Plastik Schildkröten, Fische und andere Meeresbewohner qualvoll verenden lässt. Auch Pappverpackungen verschlingen zumindest Unmengen an Ressourcen und sind durch die Essensreste schwer zu recyceln. Das können wir uns eigentlich nicht leisten. So kann es nicht weitergehen, dachten sich auch einige Köpfe hinter Mehrwegsystemen für Essensverpackungen.

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Denn neben einem Umdenken braucht es vor allem konkrete Lösungsansätze, von denen Sie hier einige finden. Das Vytal-Mehrwegssystem nutzen beispielsweise schon das Wild & Raw am Weinbergsweg, Ming Dynastie an der Jannowitzbrücke, das Djimalaya in Mitte oder Schüsseldienst in Schöneberg.

Derlei Veränderungen setzen sich allerdings nicht von allein durch. Von daher fragen Sie beim nächsten Bestellvorgang doch einfach mal beim Lieblingsrestaurant nach und empfehlen Sie diesen Artikel.

Nähere Details zu den einzelnen Orten finden Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

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Vytal

Hinter dem Namen Vytal verbirgt sich ein Mehrwegsystem, das mithilfe einer App funktioniert. Für den*die User*in ist das Pfandsystem kostenfrei, denn die Partner-Restaurants zahlen eine Befüllungsgebühr. Die Vytal-App dient als Überlick, welche Lieblingsrestaurants in der Nähe am Mehrwegsystem teilnehmen.

Damit jede Vytal-Pfandschüssel ihren Weg zurück in den Kreislauf findet, hat sie einen eigenen QR-Code. Dieser wird beim Abholen gescannt; ab dann hat man zwei Wochen Zeit seine Schüssel bei einem der teilnehmenden Partner zurückzugeben. In der Vytal-App wird man daran mehrmals erinnert.

Hat die Schüssel ihren Weg zurück zu einem Vytal-Partner gefunden, wird sie hygienisch gereinigt und für das nächste leckere Mahl erneut eingesetzt. Das Vytal-System gibt es in mittlerweile in mehreren Städten Deutschlands wie Berlin, Hamburg, München, Bonn, Freiburg und weiteren.

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Rebowl

Die Recup-Becher begegnen einem mittlerweile bereits häufig im regulären Handel. Sie beweisen: Pfandsysteme können funktionieren. Rebowl ist die zweite Mehrweg-Unternehmung der Recup-Macher Fabian Eckert und Florian Pachaly und funktioniert nach dem gleichen Prinzip.

Das unkomplizierte Pfandsystem für Mehrweg Take-Away-Schalen ist dadurch auch für jede*n zugänglich. Man kann sein Essen ganz einfach in einer Rebowl-Verpackung statt in einer Einwegverpackung bestellen. Die Schüsseln sind auslaufsicher und mikrowellengeeignet und so auch für Suppen, Pasta, Curry und Co geeignet.

Mit dem Bezahlen der Bestellung wird direkt 5 Euro Schüssel-Pfand hinterlegt. Wenn alles aufgefuttert wurde, kann die Rebowl bei jedem teilnehmenden Partner abgegeben werden, dort bekommt man auch das Pfand zurück. Die Schüsseln werden gespült und erneut genutzt und zack: Direkt Müll gespart.

Pizzabow

Pizza ist wohl das Delivery-Food Nummer 1. Der Pizzabow wurde – der Name sagt bereits alles – speziell hierfür entwickelt und dient ebenfalls der Müllreduzierung. Pizzakartons nehmen viel Platz weg, sie verbrauchen Ressourcen und sind aufgrund der Speisereste schwer zu recyceln – deshalb gehören sie übrigens auch in den Restmüll.

Der Pizzabow ist eine Mehrwegschale aus hochwertigem Kunststoff, in der die Pizza auf einem einzelnen Papptablett liegt. Bei der Lieferung wird es einfach hinausgenommen. Der Pizzabow wird dann direkt wieder mitgenommen und nach der Reinigung wiederverwendet. 

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