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Restaurant Café BoyUnkompliziert auf hohem Niveau

Montag, 31. März 2014
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Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 11.30-15 Uhr + 18-24 Uhr

Adresse Restaurant Café Boy
Kochstrasse 2
8004 Zürich-Kreis 4
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Kontakt
+41 (0)44 240 40 24
www.cafeboy.ch

Als Jann M. Hoffmann und Stefan Iseli im 2010 das Restaurant Café Boy übernahmen, war die Erwartungshaltung, dass hier etwas Besonderes entstehen wird, hoch. Schliesslich haben die beiden mit ihrer Koch- und Weinkompetenz bereits an anderen Orten überzeugt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir einige Wochen nach der Eröffnung das Restaurant neugierig betraten und mit einer ausgezeichneten, frischen Marktküche und erlesenen Weinen verwöhnt wurden.

Vier Jahre später, übertreffen die beiden sich jedoch selbst wie ich letzte Woche herausfinden durfte. Mit 14 Gault-Millau-Punkten wurden sie ausgezeichnet und die Gäste werden auf noch höherem Niveau überrascht. Empfohlen wird uns die 3-Gang-Es(s)kapaden-Surprise, bei der zu jedem Gang ein Glas nach Wahl des Sommeliers gereicht wird. Wir lassen uns gerne darauf ein und bekommen zum Amuse Bouche, einer Fenchelsuppe nebst hauseigenem Graved Lachs auf Wakame-Salat, einen exklusiven Südafrikanischen Schaumwein gereicht.

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Dabei erfahren wir, dass das Surprise-Menu eine von Tisch zu Tisch variierende Komposition ist und sich Stefan mit der Auswahl der passenden Weine für jeden Gast individuell befasst. Unsere drei Gänge erweisen sich als eine gelungene Zusammenstellung. Zunächst wird uns ein Peperoni-Panna Cotta mit einer über Buchenholz geräucherten Entenbrust auf Sauerrahm mit Currylinsen und einem Schwarzwurzelknusperli serviert. Letztere haben meiner Begleitung besonders imponiert, nachdem seine geliebte Schwarzwurzel in der heutigen Küche kaum noch zu finden ist.

Der Zwischengang bestehend aus einer guten Portion Trofie an einer hausgemachten Brasatosauce mit Pinienkernen und Basilikumpesto erweist sich als etwas rustikaler. Der Wein, der uns dazu serviert wird, bringt uns zum Schmunzeln: ‚Cinq! Vin da Zücchin’ steht spasseshalber auf dem Etikett in Anlehnung an die Bezeichnung der Deutschschweizer für ihre italienischsprachigen Landsleute und vice versa.

Zum Abschluss des Drei-Gängers erhalten wir einen Toggenburger Kalbsrücken an Steinpilzrisotto mit einer sämigen Buttersauce. Nicht ganz leicht, aber ein wahrer Genuss – ebenso wie der Mercouri Cava, den uns Stefan dazu reicht. Ein Wein, der nicht mal auf seiner Karte steht.

In puncto Essen und Trinken hat sich das Café Boy mit seinem regionalen, personenbezogenen Konzept ein Niveau erarbeitet, das in der Umgebung seinesgleichen sucht. Am unkomplizierten Ambiente hat sich allerdings nicht viel verändert. Das Lokal ist nach wie vor eher spartanisch eingerichtet und mag vielleicht auch deshalb noch immer Stammgäste aus der alten Zeit anziehen, als das traditionsreiche Café Boy noch Versammlungsort linker Denker war.

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