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Sra Bua Panasiatische Küche im Hotel Adlon

Samstag, 05. Oktober 2019
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Restaurant Sra Bua im Hotel Adlon-5
Karte

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 18-22.30 Uhr
Samstag 19-22.30
Bar.
Freitag bis Samstag 19-1 Uhr

Adresse

Sra Bua
Behrenstraße 72
10117 Berlin-Mitte
Anfahrt planen

Kontakt


+49 30 2261 1590
www.kempinski.com

Preisniveau

€ € €

Seit 2013 ist der schicke Thai-Asia-Gourmettempel Sra Bua, anfänglich noch mit dem Namen Tim Raue verknüpft, eine feste Instanz auf der rückwärtigen Seite des Hotel Adlon. Einige Küchenchefs standen hier bereits am Herd der durch eine Glasfront einsehbaren Küche – vornehmlich ehemalige Raue-Eleven.

Seit gut einem Jahr liegen die Gaumengeschicke nun in den Händen von Kai Weigand, ebenfalls aus der berühmten Kaderschmiede. Der lukullische Kurs ist geblieben: Fernost als inspirierende Schatztruhe für Aromen, Kräuter und Düfte, komponiert zu aufregenden kosmopolitischen Geschmacksexplosionen, die uns, um es vorweg zu nehmen, flashen.

So bescheiden der Sra Bua-Küchenchef daherkommt, so präsent ist er auf dem Teller oder in den formschönen Porzellanschalen. Die fügen sich perfekt ins von Designerin Anne Maria Jagdfeld gestaltete Interieur des in warmen Erdtönen – ocker, grün, braun – gehaltenen hohen Raums. Der ist bestückt mit samtigen Sofabänken und Sesselstühlen sowie, den Trend vorausahnend, einem hängenden Garten.

Restaurant Sra Bua im Hotel Adlon-3
Restaurant Sra Bua im Hotel Adlon-6
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Restaurant Sra Bua im Hotel Adlon
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Restaurant Sra Bua im Hotel Adlon-8

Kai Weigand hat ein sehr feines Händchen für Aromenspiele, balanciert mit zwei bis vier Komponenten pro Gericht und kitzelt verschiedene Texturen heraus. Das machen viele, häufig allerdings ohne Konzept. Im Sra Bua ist es ein sinniges und stimmiges Ganzes. Wie beim Lamm mit Traube. Hier kommt die Artischocke dreifach gekocht, püriert und als hauchdünne Chips daher. Bei der gebackenen Auster auf Gurkenrelish mit Gin Tonic-Eis und eingelegter Gurke kommt der Küchenchef persönlich an den Tisch, um die Gurkenjus anzugießen.

Die Küche des um die Ecke der Britischen Botschaft und unweit des Brandenburger Tores gelegenen Fine Dining-Restaurants hat auch den Schalk im Nacken. Auf dem Kalbstatar tänzelt gepuffte Schweineschwarte. Die dazugehörigen Biskuitkräutertaler sind ein Ergebnis aus Experimentierfreude und Küchenchemie. Angerichtet wird das Tatar, das wir auch noch mit einem Löffel Kaviar genießen dürfen, in einer gusseisernen Schüssel mit Henkel. Das habe er sich, verrät Weigand, von 3-Sterne-Koch Joachim Wissler abgeguckt.

Fine Dining, Edelprodukte auf dem Teller, professioneller Service, eine Wein- und Champagnerkarte mit großen Namen – man könnte denken, im Sra Bua ginge es steif zu und nur die älteren, gut betuchten Generationen hätten Spaß. Weg mit diesem Vorurteil. Loungemusik, ein lässiger Service und die Chill-Atmosphäre beförderndes Licht beweisen das Gegenteil.

Und es gibt, ganz neu, in dem, nennen wir es Casual Fine Dining-Spot, ein Lifestyle-Starterkit für den weniger prall gefüllten Geldbeutel: das After-Work-Special von Dienstag bis Freitag zwischen 18 und19 Uhr. Drei Gänge, die in 30 Minuten serviert werden. Es beginnt mit den wahrscheinlich besten, mit einer Entenfarce gefüllten Frühlingsrollen der Stadt, die von einem Feldsalat mit Sichuan-Tofu und Sesam-Chilidressing begleitet werden.

Es ist wie Naschen von der großen Festtafel. Denn was die Sra Bua-Köche nicht können, ist auf niedrigem Niveau kochen, auch wenn es eben nur ein "kleiner Einlauf" ist. Da wird der Bao Bun mit Asia Cole Slow im Hauptgang zu Streetfood de Luxe, aber eben ohne Attitüden.

Wenn dann noch Eiskonfekt in einem eiswürfelbefüllten Mörser und eine dreistöckige Bento Box, die in ihrer runden Form an eine russische Matrjoschka erinnert, mit Mango-Fruchttgelee und Heidelbeeren mit weißer Schokolade den Arbeitstag abrunden und den Abend beginnen lassen, ist klar: Das Sra Bua ist Soulfood-Botschafter.

Grund genug, noch der elegant-entspannten Sra Bua Bar einen Besuch abzustatten. Lässiger Loungesound auch hier, dazu ausgefallene Cocktail- und Longdrink-Kreationen wie "Otogibanashi" mit Rhabarber, Wacholder, Malz, Gin und Sakeliquore oder alkoholfrei "Everybody loves Banana" mit Anis, Banane, Pfeffer, Saft, im Herbst kommen noch „ein Dutzend Mood“-Cocktails, also "Stimmungs"-Kreationen à la "Sympathie" mit Champagner, Birne und Jasmin hinzu – kurzum, die Bar als Souldrink-Botschafter.

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