Das Telegrafenamt in Berlin-Mitte zählt schon eine ganze Weile zu Berlins spannenden Adressen. Das denkmalgeschützte ehemalige Haupttelegraphenamt unweit der Museumsinsel verbindet Hotel, Gastronomie und Berliner Stadtleben auf sehr entspannte Weise. Hier trifft Industrial Charme auf Kunst, historische Backsteinarchitektur auf modernes Design. Ein Ort, der für Jung und Alt gleichermaßen funktioniert. Ebenso wie das Root, das als Bar & Bistro hervorragende Drinks und Sushi serviert.
Gerade wurde das gastronomische Konzept unter neuer Rigide neu aufgestellt. Mit dem Root Bar & Bistro wurde das Hotel nun noch mehr zu jenem Ort, als das sich das Telegrafenamt selbst versteht: ein Berliner Treffpunkt für Begegnungen, Kultur und Kulinarik. Dabei wirkt kaum etwas inszeniert, alles wirkt im Gegenteil wie über lange Zeit gewachsen. Ohne Probleme könnte man hier den gesamten Tag verweilen. Zum Arbeiten am Laptop, für einen leichten Lunch und für Drinks nebst Sushi am Abend – immer irgendwo zwischen Bistro, Bar und Lobby.
Die Root Bar liegt direkt hinter der Lobby und ist das kommunikative Herzstück des Hauses. Die Drinks beweisen viel Liebe zum Detail und das auch alkoholfrei, denn zu nahezu jedem Cocktail gibt es eine alkoholfreie Variante. Großartig! Wir trinken, wie so oft, einen Pisco Sour – damit kennen wir uns bekanntermaßen aus. Hier in der Bar ist er ganz besonders gut. Überhaupt versteht das Bar-Team sein Handwerk, ohne großes Gewese darum zu machen. Und superfreundlich ist es obendrein
Kulinarisch verbindet das Root internationale Bistro-Klassiker mit japanischen Einflüssen. Ein eigener Sushi-Meister prägt die Karte am Abend mit Signature-Sushi und bringt echte japanische Präzision in das Konzept. Sushi-Chef Ryota verbindet dabei japanisches Handwerk mit einer modernen Handschrift, ohne in überfrachtete Kreationen abzurutschen.
Wir starten mit erstklassigem Sashimi vom Label Rouge Lachs, der wunderbar klar und stilvoll serviert wird. Es folgen eine „Kakiage Roll“ mit vegetarischem Tempura, Avocado, Shiso und Miso sowie die „Toro & Taku Roll“ mit Tunfischtatar, Schnittlauch und eingelegtem Daikon-Rettich. Beides ist präzise gearbeitet und angenehm zurückhaltend gewürzt. Wir sind happy. Statt der üblichen Wasabipaste wird gehackter Wasabi serviert, der an ein Relish erinnert und deutlich mehr Spaß macht.
Die Stärke des Root liegt weniger in einer spektakulärer Inszenierung als im Gesamtgefühl. Die historischen Räume des Telegrafenamts wirken gleichzeitig urban und doch wahnsinnig ruhig und entspannt. Man spürt die Geschichte des Hauses, ohne dass sie museal inszeniert wirkt. Und genau deshalb passt das Root Bar & Bistro auch so gut hierher: Es macht ebenfalls keinen Wirbel und ist doch ein besonderer Ort. Einer, an dem man am Abend auch mal deutlich länger sitzen bleibt als geplant.