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Das Fährhaus Empathische individuelle Bestattungen

Dienstag, 20. Januar 2026
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Adresse

Das Fährhaus - Individuelle Bestattung
Dieffenbachstraße 19
10967 Berlin-Kreuzberg
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Jeder von uns ist früher oder später damit konfrontiert und doch wird kaum bis gar nicht darüber gesprochen: Der Tod ist für viele von uns noch immer ein großes dunkles Loch, in das wir vermeiden, hineinzuschauen. Dass jedoch auch ein letzter Abschied zu einem bereichernden, verbindenden Moment werden kann, beweisen seit dem Sommer 2020 Sahra Ratgeber und Birgit Scheffler vom Bestattungsinstitut Das Fährhaus.

Persönliche Erfahrungen, vor allem aber die Inhaltsleere ihrer früheren Jobs brachte die beiden heutigen Bestatterinnen unabhängig voneinander dazu, eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin zu machen. Anschließend betreuten beide ehrenamtlich Menschen im Sterbeprozess. Parallel ließen sie sich in der Betreuung von Familien, also auch Kindern, fortbilden.

Bis sich die beiden Frauen jedoch für die Arbeit als Bestatterin entschieden, war es für beide noch ein längerer Weg. Auch weil ihre früheren Berufe so rein gar nichts mit dem Sterben zu tun hatten. Irgendwann jedoch kündigten sie ihre Jobs und erlernten das notwendige Handwerkszeug bei Berliner Bestattern, das eben auch Teil der Arbeit eines Bestattungsinstituts ist.

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Die Ausbildung bestärkte sie noch einmal mehr in ihrem Gefühl, dass dies genau das war, was sie zukünftig tun wollten. Anderthalb Jahre später beschlossen sie, gemeinsam ein eigenes Bestattungsunternehmen zu eröffnen – auch, weil sie Dinge anders machen wollten. Und so geht es bei Sahra Ratgeber, Birgit Scheffler und ihren drei Mitarbeiterinnen nun vornehmlich um Transparenz und darum, einen ganz individuellen, maßgeschneiderten Weg zu finden.

Im Fährhaus geht darum herauszufinden, was passend ist – für die Verstorbene oder den Verstorbenen, aber auch für die untereinander oft sehr unterschiedlichen Angehörigen. „Uns geht es darum, die Menschen kennen zu lernen und grundsätzlich für alles offen zu sein, damit sich die Menschen bestmöglich verabschieden können.“, so Birgit Scheffler.

Von der eher klassischen Beerdigung mit Pastor und tragender Orgelmusik bis zur Beisetzung mit dröhnenden Motorädern und Musik von AC/DC haben sie schon alles realisiert. Auch die wirkliche Begleitung der Angehörigen ist dabei stets Teil des Prozesses. „Nicht selten vermitteln wir auch zwischen den Angehörigen, die naturgemäß oft sehr unterschiedliche Bedürfnisse und Wege der Verarbeitung haben.

Im Fährhaus sucht man vergebens nach laminierten Mappen, aus denen Trauernde wie gelähmt Vorlagen für Todesanzeigen, Trauerkarten und Särge aussuchen. Es sitzt einem auch kein Bestatter im schwarzen Anzug gegenüber, der dem Gegenüber kaum in die Augen schauen kann. Hier begegnet man im Gegenteil Empathie und einem echten Bedürfnis danach, die bestmögliche Lösung zu finden. „Von vielen Trauernden verabschieden wir uns am Ende wie von Freunden, so verbindend ist der gemeinsame Weg.“

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