Manchmal beginnt eine gute Geschichte mit Heimweh. Bei Christian Aeby war es die Sehnsucht nach dem Brot seiner Schweizer Kindheit, die alles ins Rollen brachte. Der Filmregisseur stellte seine Karriere kurzerhand hinten an, baute in einer Hamburger Garage einen Holzofen und begann zu backen.
Ein einziges Brot, kompromisslos gedacht: Bio-Weizen-Sauerteig, 50 bis 60 Stunden Reifezeit, von Hand geformt und im Holzofen dunkel gebacken. Das Ergebnis ist bis heute charakteristisch: eine saftige, großporige Krume mit mild-fruchtigen Sauerteignoten und eine tief geröstete, krachend knusprige Kruste, die an Karamell erinnert. Durch die hohe Feuchtigkeit bleibt das Brot außergewöhnlich lange frisch und lässt sich hervorragend aufbacken.
Der Verkauf startete im Januar 2019 auf dem Hamburger Isemarkt – am wohl kleinsten Marktstand der Stadt. Die ersten Brote waren in kürzester Zeit ausverkauft. Es folgten turbulente Wochen mit Rückschlägen, Nachtschichten und Improvisationstalent. Doch Bread.love wuchs weiter, wurde in Hamburg zur „besten Bäckerei“ gewählt und bezog schließlich eine eigene Backstube mit drei Holzöfen, festen Bäckern und einem Ladenlokal.
In Berlin führt Sohn Gian Dolder die Idee fort. Gebacken wird im Marienpark im Süden der Stadt, ebenfalls im Holzofen und ausschließlich in Handarbeit. Verkauft wird auf ausgewählten Wochenmärkten – etwa am Kollwitzplatz, am Maybachufer, auf dem Winterfeldtplatz, am Boxhagener Platz sowie in der Markthalle Neun.
Das Konzept bleibt bewusst reduziert: Im Zentrum steht ein einziges Brot. Basis ist hochwertiges 550er Bio-Weizenmehl, aus dem ein Sauerteig entsteht, der deutlich länger fermentiert als üblich. Die lange Reife sorgt nicht nur für Aroma, sondern macht das Brot auch für viele Weizen-empfindliche Menschen bekömmlicher. – Unbedingt probieren!
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