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Klassik Highlights Herausragende Konzerte im Oktober

Dienstag, 22. September 2026
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Berlin hat nicht nur die Berliner Philharmoniker, sondern zahlreiche weitere hervorragende Sinfonie-Orchester. Ganz zu schweigen von drei großen Opernhäusern und der Kammermusik. Das gibt genug Stoff, um Ihnen jeden Monat einen Einblick in die spannendsten Klassik-Konzerte und Premieren zu geben.

Konzerte der Berliner Philharmoniker sind häufig ausverkauft. Wie auch die drei Konzerte Anfang Oktober unter Kirill Petrenko mit Pianist Víkingur Ólafsson (für Daniil Trifonov) und Werken von Brahms und Strauss. Daher der Hinweis: der Kartenvorverkauf für die Konzerte von Dezember bis zum 3. April 2027 beginnt am 10. Oktober.

Wenige Restkarten gibt es noch für Opus Klassik Gala im Konzerthaus am Sonntag, den 11. Oktober um 15.45 Uhr mit Stars wie Jonas Kaufmann und Alice Sara Ott. Das Konzert am Vorabend im Fotografiska ist leider schon ausverkauft.

Nähere Details zu den einzelnen Orten finden Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

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Konzerthausorchester mit Vera-Lotte Boecker

Fertiggestellen konnte Alban Berg die Zwölfton-Oper „Lulu“ bis zu seinem frühen Tod 1935 nicht mehr. Allerdings hatte er im Jahr zuvor eine fünfsätzige Orchester-Suite aus dem unvollendeten Werk erstellt, die das Konzerthausorchester unter Oscar Jockel spielt. Mit dem „Lied der Lulu“, dem Kernstück, stellt sich Sopranistin Vera-Lotte Boecker als Artist in Residence am Konzerthaus vor. Bergs „Lulu“ sei „hoch emotional und für mein Empfinden herzzerreißend berührend“, so Boecker. Sie ist keine unbekannte in Berlin, war Mitglied im Ensemble der Komischen Oper wie auch der Wiener Staatsoper. Nach der Pause singt sie das bezaubernde „Lied an den Mond“ aus Antonín Dvořáks Oper „Rusalka“, Unsuk Chins Szene der Miriel aus der Oper „Die dunkle Seite des Mondes“ sowie die Arie der Leonore aus Beethovens „Fidelio“. Gerahmt werden die Lieder von den Ouvertüren zu den Opern von Dvořák und Beethoven.

Konzerthaus Berlin | 
Gendarmenmarkt 2 | 10117 Berlin-Mitte...2. Oktober um 20 Uhr | Samstag 3. Oktober 19 Uhr

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Beethovens Streichquartette mit dem Belcea Quartet

Im kommenden Jahr begeht die Klassik-Welt den 200. Todestag von Ludwig van Beethoven. Das Belcea Quartet beginnt bereits jetzt mit der Würdigung des großen Komponisten und startet eine Reihe, in der das Ensemble bis April 2027 alle 16 Streichquartette Beethovens aufführt. Und wie sollte es anders sein, gehören die Quartette zu den großen Werken der Kammermusik und werden gern als „Mount Everest“ des Genres bezeichnet. Sie entstanden über einen Zeitraum von 30 Jahren und umfassen damit alle Schaffensperioden Beethovens, der den Vorbildern Haydn und Mozart immer wieder seine Referenz erweist.

Das Belcea Quartet kombiniert frühe, mittlere und späte Werke. Den Auftakt macht das Streichquartett F-Dur op 18/1 und das Streichquartett B-Dur op 130 (mit großer Fuge B-Dur op 133). Das 1994 in London von Corina Belcea (Violine) während ihrer Zeit am Royal College of Music gegründete Quartett ist ein gern gesehener Gast im Pierre Boulez Saal. Das Ensemble trat schon in den großen Konzertsälen wie der Carnegie Hall auf. Neben Belcea spielen Suyeon Kang (Violine), Krzysztof Chorzelski (Viola) und Antoine Lederlin (Cello).

Wer mehrere oder alle sechs Konzerte erleben will, kann diese auch im Paket erwerben. Außerdem: am 9. und 10. Oktober spielen Antje Weithaas (Violine) und Dénes Varjon (Klavier) sämtliche Violinsonaten Beethovens.

Pierre Boulez Saal | 
Französische Straße 33d | 10117 Berlin-Mitte...Sonntag, 4. Oktober um 18 Uhr

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Amtsantritt von Kazuki Yamada beim DSO

Eine neue Ära beginnt beim Deutschen Symphonie-Orchester. Der Japaner Kazuki Yamada übernimmt mit diesem Konzert offiziell als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des DSO. Für den Auftakt hat Yamada ein schönes Programm erstellt, dass sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur beschäftigt. Wie Edvard Griegs beliebtes Klavierkonzert. Inspiriert von Schumanns Klavierkonzert, komponierte der damals 25 Jahre junge Norweger ein spätromantisches, schwelgerisches Werk, dass die Natur seiner Heimat leuchten lässt. Am Ende erklingen auch Melodien norwegischer Volksmusik. Vielleicht war es auch das Lob des großen Franz Liszt, der Grieg mit diesem Werk zum Durchbruch verhalf. Es spielt die wunderbare Alice Sara Ott.

In seinem sinfonischen Werk „La Mer“ lässt Claude Debussy drei Meeresstimmungen erklingen. Er komponierte allerdings in der Bourgogne. Seine Erinnerungen an viele Aufenthalte am Atlantik und am Ärmelkanal bestimmen die Musik. „La Mer“ gilt als Meisterwerk der impressionistischen Musik. Abgerundet wird der Abend mit Charles Ives „The Unanswered Question“ und Anna Clynes „Woman of the Mountain“ in Deutscher Erstaufführung. Passend dazu wird Transformationsexpertin und Nachhaltigkeitswissenschaftliche Maja Göpel eine Rede halten.

Philharmonie | 
Herbert-von-Karajan-Str. 1 | 10785 Berlin...Sonntag 4. Oktober um 20 Uhr

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New York Philharmonic unter Gustavo Dudamel

Ein berühmtes Orchester, ein großartiger Dirigent, ein populäres Programm. Die Ingredienzien für einen tollen Konzertabend sind also gegeben. Der Venezolaner Gustavo Dudamel, auch gern gesehener Gast am Pult der Berliner Philharmoniker, ist seit dieser Spielzeit Chefdirigent des traditionsreichen Orchesters aus New York. Den Auftakt macht in deutscher Erstaufführung ein Auftragswerk des Orchesters: „Imágenes mestizas“ der kubanisch-amerikanischen Komponistin Tania León. Im Zentrum des Abends steht Gustav Mahlers 5. Sinfonie. Mahler verzichtet hier auf Gesangsparts, lässt dafür einzelnen Instrumenten viel Raum. Musikalische sei alles gesagt, so Mahler. Das spätromantische Werk zählt zu seinen populärsten Sinfonien. Das dürfte vor allem an dem elegischen Adagietto liegen, indem nur Streicher und die Harfe zu Einsatz kommen, dass Luchino Visconti in der Verfilmung von Thomas Manns „Tod in Venedig“ verwendete. Mahler soll es jedoch als Liebeserklärung an seine spätere Frau Alma gedacht haben. Trauer oder Liebe. Wie sie es auch immer sehen wollen, das Adagietto ist wohl eines der berührendsten Stücke Musik der Geschichte.

Philharmonie | 
Herbert-von-Karajan-Str. 1 | 10785 Berlin...Samstag 17. Oktober um 20 Uhr

Staatskapelle Berlin, Berlin, 24.3.2025

Die Staatskapelle unter Christian Thielemann

Den heute als „Vier letzte Lieder“ bekannte Zyklus komponierte Richard Strauss in der Schweiz. Er war über 80 Jahre alt und vertonte ein Gedicht von Joseph von Eichendorf („Im Abendrot“) sowie Werke von Hermann Hesse: „Frühling“, „September“ und „Beim Schlafengehen“. Die Lieder waren von ihm nicht als Zyklus gedacht und sie wurden auch nicht der Reihenfolge komponiert, wie sie heute aufgeführt werden. Sie gelten als Richard Strauss‘ Vermächtnis, der sie im Bewusstsein der eigenen Endlichkeit komponierte. Durch die drei ersten Lieder lässt Strauss drei Motive wandern, die er immer weiterentwickelt. Das zuerst vertonte „Im Abendrot“ ist heute der Abschluss des Zyklus. Hier heißt es friedvoll: „O weiter, stiller Friede! / So tief im Abendrot. / Wie sind wir wandermüde – Ist dies etwa der Tod?“ Die Uraufführung der Lieder sollte Strauss nicht mehr erleben.

Die Staatskapelle spielt unter der Leitung von Christian Thielemann. Es singt Sopranistin Diana Damrau. Nach der Pause erklingt eine der großen sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss, die monumentale „Alpensinfonie“. Hier erinnerte er, wie er sich als Jugendlicher einst auf einer Wanderung bei Gewitter verirrte. Das Werk geht jedoch über reine Naturbetrachtungen hinaus. Für Strauss war das Bewundern der Natur der Weg zu Gott.

Staatsoper | 
Unter den Linden 7 | 10117 Berlin-Mitte...Dienstag 20. Oktober um 19 Uhr
Phiharmonie | Herbert-von-Karajan-Str. 1 | 10785 Berlin
Mittwoch 21. Oktober um 20 Uhr

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Der fliegende Holländer

Rund zweieinhalb Stunden reine Spielzeit, die legendäre Leitmotivtechnik kommt bereits zum Einsatz, eine klare und spannende Story. Die 1843 uraufgeführte Oper „Der fliegende Holländer“ gilt als idealer Einstieg in die Welt Richard Wagners. An der Deutschen Oper inszeniert Theatermacher Milo Rau die romantische Oper um den verdammten Seemann, der nur alle sieben Jahre an Land darf, um eine treue Frau zu finden, die ihn vom Fluch befreit, ruhelos die Weltmeere zu befahren. Wagner selbst hatte in einem Brief die Figur als „eine merkwürdige Mischung des Charakters des Ewigen Juden mit dem des Odysseus“, bezeichnet. Der „Ewig wandernde Jude“ ist ein antisemitischer Stereotyp. Der streitbare Schweizer Regisseur dreht diese Suche nach Erlösung nun um. Gibt es eine Erlösung von der deutschen Schuld?

In einem Interview mit dem SRF erklärte Rau: „Wagners Antisemitismus, die Beziehung zwischen Deutschland und Israel und die Geschichte der deutschen Schuld sollen in meiner Inszenierung eine zentrale Rolle spielen.“ Dafür realisierte er im August bei einer Vorrecherche in Israel das Projekt „Wagner in the Holy Land“, obwohl der Komponist dort weitgehend boykottiert wird. Sie wird in die Inszenierung einfließen. Bereits bei Mozarts „La Clemenza die Tito“ vor einigen Jahren, seiner ersten Opern-Inszenierung, verband er Kunst und Realität. Prominent ist auch die Besetzung. Die litauische Dirigentin Giedrė Šlekytė leitet das Orchester der Deutschen Oper. Ihre Landsfrau Aušrine Stundytė singt die Senta und Thomas Konieczny den Holländer. Wir sind gespannt!

Deutsche Oper | 
Bismarckstraße 35 | 10627 Berlin...Sa 24.10., 18 Uhr (Premiere), Mi 28.10., Sa 31.10., Do 5.11., So 8.11., So 15.11., Sa 13.2.27, Sa 20.2.27

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