Zwischen Lima und Arequipa liegen kaum zwei Flugstunden. Wer allerdings den langen Weg wählt, gewinnt ein ganzes Land. Auf dieser rund zweiwöchigen Privatreise reicht die Route von der Pazifikküste über das Heilige Tal der Inka und Machu Picchu bis zu den Weiten des Altiplano und den Tiefen des Colca Canyon. Unterwegs mit eigenem Guide, untergebracht in Häusern, die selbst schon die Reise wert sind.
Den Auftakt macht Lima, wo das Hotel B im Bohème-Viertel Barranco als stilvolle Basis dient. Ein ganzer Tag gehört der Hauptstadt: dem kolonialen Zentrum rund um die Plaza de Armas, der Casa de Aliaga, einem seit 480 Jahren von derselben Familie bewohnten Stadtpalais, und dem berühmten Larco Museum, dessen Sammlung nahezu 45.000 präkolumbische Artefakte umfasst. Am Nachmittag schlendert man dort vorbei an Ateliers und Galerien, über die von Chabuca Granda besungene Seufzerbrücke, ehe im El Cacaotal peruanische Schokolade verkostet wird.
Dann geht es hinauf in die Anden. Nach dem Flug nach Cusco führt der Weg direkt ins Heilige Tal, und schon die Fahrt dorthin ist die beste Eingewöhnung an die Höhe: Auf der Hacienda Sarapampa, einem aktiven Landgut, dreht sich alles um den Anbau des riesigen weißen Cusco-Mais, ehe ein viergängiges Mittagessen serviert wird, dessen Zutaten größtenteils vom Gut selbst stammen. Gewohnt wird in den folgenden Nächten im Sol y Luna, einem Hideaway mitten im Tal. Von dort schwärmt man in den nächsten Tagen ins Hochland aus.
In Chinchero zeigt der Agronom Manuel Choqque, wie aus über 370 selbst gezüchteten Kartoffelsorten nicht nur farbenprächtige Knollen, sondern auch erstaunlicher Wein und Wodka entstehen. Die konzentrischen Terrassen von Moray erzählen von der Ingenieurskunst der Inka, die schneeweißen Salzbecken von Maras liefern bis heute feinstes Salz, und in der Gemeinde Misminay laden die Bewohner zu einem Tag im andinen Alltag ein, zwischen Webkunst, Feldarbeit und einem gemeinsamen Mittagstisch mit frischen Produkten der Region.
Und schließlich der Moment, auf den jede Peru-Reise zuläuft: die Zugfahrt nach Aguas Calientes und der Besuch von Machu Picchu, einem der sieben neuen Weltwunder. Anschließend rückt Cusco selbst in den Mittelpunkt, die einstige Hauptstadt des Inkareichs: der quirlige Markt von San Pedro, der Sonnentempel Koricancha, die Festung Sacsayhuamán und das Künstlerviertel San Blas, wo in der Werkstatt des Instrumentenbaumeisters Sabino Huamán sogar eine eigene Zampoña entsteht. Übernachtet wird im Casa Clara by Ananay, wenige Schritte vom historischen Zentrum entfernt.
Danach wartet eine der großen Bahnfahrten der Welt: drei Tage und zwei Nächte an Bord des Andean Explorer von Belmond, von Cusco über den Titicacasee bis in die Nähe von Arequipa. Die Route berührt die Ausgrabungsstätte Raqchi und überquert den Pass von La Raya, der Morgen beginnt mit dem Sonnenaufgang über dem See, es folgen die schwimmenden Inseln der Uros und ein Besuch auf Taquile, und am Abend bei Saracocha öffnet sich der Sternenhimmel des Altiplano, während im Piano Bar Car die Cocktails gereicht werden.
Das Finale spielt im Süden. Durch das Nationalreservat Salinas y Aguada Blanca mit seinen Alpakas und Flamingos steigt die Straße hinauf zum Aussichtspunkt Patapampa auf 4.910 Metern, der den Blick auf acht Vulkane freigibt, und weiter ins Colca-Tal, wo Las Casitas, ein Belmond Hotel, mit freistehenden Casitas im Grünen empfängt. Am Cruz del Cóndor zieht der Andenkondor in der Frühe seine Kreise über einem der tiefsten Canyons der Welt, ehe die Reise in Arequipa ausklingt.
Der beschriebene Ablauf ist ein Vorschlag, kein Korsett: Jede Station lässt sich nach Ihren Wünschen verlängern, tauschen oder ergänzen. Unsere Reiseagentur Creme Guides by Ella Fogg plant Ihre Peru-Rundreise komplett individuell und kümmert sich wie immer um alles, von den Flügen über private Guides bis zur letzten Übernachtung. Sie müssen sich nur noch entscheiden, wo Sie länger bleiben möchten. Und das wird in Peru die schwerste aller Fragen.