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Benesse Art Site Naoshima Wo Kunst, Architektur und Natur eins werden

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Benesse Art Site
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Die japanische Insel Naoshima zählt zu den bedeutendsten Kunstdestinationen der Welt. Verantwortlich dafür ist die Benesse Art Site Naoshima, ein über Jahrzehnte gewachsenes Projekt. Was Ende der 1980er-Jahre mit der Idee begann, eine vom Strukturwandel geprägte Insel kulturell neu zu beleben, ist heute weit mehr als ein Museum. Benesse versteht sich als Gesamtkonzept, in dem zeitgenössische Kunst, Architektur, Landschaft und das Leben der Inselbewohner miteinander in Beziehung treten. Kunst soll hier nicht isoliert betrachtet, sondern im Dialog mit ihrer Umgebung erlebt werden.

Herzstück des Projekts ist das Benesse House, das der Architekt Tadao Ando 1992 als weltweit außergewöhnliche Verbindung aus Museum und Hotel entwarf. Gäste wohnen hier mitten zwischen Installationen, Gemälden und Skulpturen internationaler Künstler. Viele Werke wurden eigens für diesen Ort geschaffen und setzen die Architektur ebenso in Szene wie die Landschaft des Seto-Binnenmeers. Der Übergang zwischen Innen- und Außenraum wirkt dabei fließend. Kunst begegnet den Besuchern nicht nur in den Galerien, sondern auch an der Küste und auf den Wegen durch die Natur.

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Zu den bekanntesten Einrichtungen gehört außerdem das Chichu Art Museum, das nahezu vollständig unter der Erde verborgen liegt. Ebenfalls von Tadao Ando entworfen, nutzt es ausschließlich natürliches Tageslicht, das sich im Lauf des Tages und der Jahreszeiten verändert. Werke von Claude Monet, James Turrell und Walter De Maria entfalten dadurch immer wieder eine neue Wirkung und machen jeden Besuch einzigartig.

Einen anderen Zugang zur Kunst eröffnet das Art House Project im historischen Dorf Honmura. Seit 1998 wurden leerstehende Wohnhäuser, Tempel und ehemalige Geschäfte von Künstlern in begehbare Kunstwerke verwandelt. Geschichte, Architektur und Erinnerungen der Gebäude bleiben dabei bewusst erhalten und verschmelzen mit zeitgenössischer Kunst. Wer zwischen den einzelnen Häusern durch die schmalen Gassen spaziert, erlebt nicht nur Ausstellungen, sondern den Alltag einer lebendigen Inselgemeinde.

Ergänzt wird Benesse Art Site Naoshima durch zahlreiche frei zugängliche Installationen, Skulpturen am Meer, weitere Museen sowie Kunstprojekte auf den Nachbarinseln Teshima und Inujima. Gerade diese Verbindung aus Architektur, Landschaft und Kultur macht Naoshima zu einem Reiseziel, das weit über klassische Museumsbesuche hinausgeht. Kunst wird hier Teil einer Reise, die entschleunigt und den Blick für ihre Umgebung schärft.

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