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Loumi Klare Sterneküche ohne viel Schischi

Montag, 31. August 2026
Advertorial
LouMi Restaurant Berlin © Fab Agency-9
Karte

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Samstag 18.45-23 Uhr

Adresse

Loumi
Ritterstraße 2
10969 Berlin-Kreuzberg
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Kontakt

...
...www.loumi-dining.com

Das Loumi in Kreuzberg muss nichts mehr beweisen: Co-Inhaber und Chefkoch Karl-Louis Kömmler hat es als Autodidakt zur Sterneküche gebracht. Hinter dem langen Counter arbeitet er mit seinem Team auf engstem Raum, während Co-Inhaberin Mical Rosenblat die Gäste durch den Abend begleitet. Das Ambiente ist intim, die Playlist sorgfältig gewählt und der Service ebenso herzlich und unprätentiös. Dass das Restaurant seinen Michelin-Stern gerade bestätigt hat, überrascht nach unserem Abend kaum.

Kömmlers Küche lässt sich am ehesten mit dem Küchendreiklang nordisch, französisch, japanisch beschreiben, auch wenn diese Einordnung nur bedingt greift. Im Mittelpunkt steht stets das Produkt. Gleichzeitig scheut das Loumi weder außergewöhnliche Zutaten noch aufwendige Techniken. Gereifter Fisch, hausgemachte Jus, Beurre blanc, feine Säure, Zitrusfrüchte und präzise gesetzte Schärfe ziehen sich wie ein roter Faden durch das Menü.

Regionalität ist dabei kein Dogma. Entscheidend ist die Qualität. Vieles stammt aus Frankreich und Portugal, andere Produkte kommen aus Japan oder Norwegen. Immer mit dem Anspruch, jeweils nur das Beste zu verwenden. Selbst das Geschirr wurde eigens von Berliner Künstlerinnen wie Claudia Schoemig gefertigt.

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Schon die ersten Gänge zeigen, mit welcher Präzision hier gearbeitet wird. Eine wunderbar aromatische Mais-Gazpacho überrascht mit einer feinen Schärfe. Es folgt perfekt gebeizter portugiesischer Kalmar mit gerösteter Kombu-Paste, grünem Apfel, Kinome und Kaffirlimette, bevor eine zwei Tage gereifte Holzmakrele mit Fingerlimette, Myoga-Ingwer und einer Vinaigrette aus Stachelbeere und fermentierter grüner Erdbeere serviert wird. Jeder Teller wirkt konzentriert, jeder Bestandteil hat seinen Platz.

Zu den Höhepunkten zählt ein in Butter geröstetes japanisches Brioche mit norwegischer Königskrabbe und hauchdünnem Lardo, ebenso wie das gegrillte Salatherz auf Muschelsauce mit Haselnusspraliné, wunderschön dekoriert mit Kräutern und Blüten. Der in der Schale gegrillte blaue Hummer erhält durch eine Sauce aus Safran, fermentierter Chili und Fingerlimette genau die richtige Balance aus Kraft und Frische.

Fast schon schwerelos wirkt anschließend das Chawanmushi mit Königskrabbe, Pak-Choi-Blüten, Ingwer-Pilz-Dashi und gegrillter Foie gras. Nach dem in Wagyu-Fett ausgebackenen Kalbsbries mit Kaluga-Kaviar folgt ein hervorragend gereifter Lammrücken, dessen intensive Jus man am liebsten restlos mit dem separat gereichten Brioche à la Croissant auftunken möchte.

Auch die Desserts bleiben auf höchstem Niveau. Ein weißer korsischer Pfirsich mit Mieze-Schindler-Sorbet und japanischer Pfirsich-Zabaione wirkt herrlich leicht, bevor ein Eis aus Koshihikari-Reis auf einem Schaum aus Molke-Joghurt und Shio Koji, ergänzt durch ein Tatar der exklusiven Miyazaki-Mango sowie französischem Olivenöl, einen außergewöhnlichen Schlusspunkt setzt.

Das Loumi schafft etwas Seltenes: Die Küche verwendet einige der exklusivsten Produkte der Welt und wirkt dennoch nie prätentiös. Statt Luxus zur Schau zu stellen, geht es hier um Geschmack, Präzision und handwerkliche Perfektion. Genau deshalb fällt es so schwer, nach elf Gängen einen Favoriten zu benennen – einfach jeder Teller hätte diesen Titel verdient.

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