EnglishThis content is
not available in
english
Menü

Aktuelle Ausstellungen Kunst in Berliner Museen

Freitag, 24. Mai 2024

In Berliner Museen für Kunst gibt es, neben zahllosen sehenswerten Dauerausstellungen, immer wieder auch spannende temporäre Ausstellungen, die sich nicht selten zu wahren Publikumsmagneten entwickeln. Ganz gleich ob klassische Moderne, zeitgenössische Kunst oder Antike: die Auswahl ist grenzenlos. Um Sie in diesem Bereich auf dem Laufenden zu halten, stellen wir Ihnen hier regelmäßig die schönsten Ausstellungen mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Contemporary Art vor. 

Nähere Details zu den einzelnen Orten finden Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

SMB_Unseen_JE-2136

(Un)seen Stories im Kupferstichkabinett

Ein 30kg-schwerer Reformationsteppich, ein gefälschter van Gogh oder eine seit über 100 Jahren ungeöffnete Fundkiste – die Sammlungen der Museen sind voll mit skurrilen und spannenden Objekten, die teilweise nur selten ins Licht von Ausstellungen gelangen, weil sie durch konzeptuelle Raster fallen. Ein Team junger Kuratorinnen und Kuratoren hat sich in (Un)seen Stories daran gemacht, die Geschichten, die ihnen während ihrer Arbeit tagtäglich begegnen, einmal genauer vorzustellen. Dabei nehmen sie die Besuchenden auf eine Reise hinter die Kulissen musealer Arbeit, welche notwendig ist, um diese Stories zu erforschen und zu erzählen. Es erwartet sie nicht nur tatsächlich „Ungesehenes”, wie ein hinter einer Leinwand verstecktes Bild, sondern auch die dramatischen Umbrüche und Neubewertungen von Gegenständen im Laufe der Zeit – von Schrott zu Sammlerstücken. Die Ausstellung im Kupferstichkabinett, das sonst mit seiner weltweit einzigartigen Sammlungen von Druckgrafiken glänzt, bietet einen einzigartigen Einblick in die Diversität von 13 musealen Sammlungen Berlins.

Achtung! Im Juni werden wir auf Instagram 5x zwei Tickets für eine private Führung exklusiv für Creme Guides verlosen. (Ein großes Entschuldigung schon vorab an alle, die Instagram nicht nutzen!)

Gemäldegalerie | 
Matthaikirchplatz 4 | 10785 Berlin-Tiergarten.31. Mai bis 25. August 2024
Mittwoch bis Freitag 10-17 Uhr | Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

Palast der Republik 1

"Hin und weg" im Humboldt Forum

Kaum eine baupolitische Entscheidung der letzten Jahrzehnte ist so umstritten gewesen wie der Abriss des Palasts der Republik und die Rekonstruktion des Berliner Schlosses in Mitte. Das Humboldt Forum, wie das wiederaufgebaute Barockschloss heute heißt, widmet sich in diesem Jahr der Geschichte seines Vorgängerbaus mit der Ausstellung Hin und weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart. Dabei werden auch Schlaglichter auf die interessante Zeit der künstlerischen „Palastzwischennutzung” Anfang der 2000er Jahre geworfen. Kunstschaffende schufen in dem entkernten DDR-Kulturpalast Utopien und Alternativkonzepte zum Abriss. Dazu lieferten sie Denkanstöße für Nutzungskonzepte eines Ortes, an dem sich innerhalb kurzer Zeit drei große gesellschaftliche Repräsentationsbauten die Hand reichten. Auch die öffentlich-künstlerische Nutzung des Humboldt Forums kann durch die Rückschau auf diese noch nicht verstummte Debatte neu belebt werden und vielleicht die Frage “Was passiert in Zukunft an diesem historisch so bedeutsamen Ort?” anders gestellt werden – ein zukunftsweisender Rückblick!

Humboldt Forum | 
Schloßplatz | 10178 Berlin-Mitte.17. Mai 2024 bis 16. Februar 2025
Mittwoch bis Montag 10.30-18.30 Uhr

1Marianna_Simnett_WINNER_film_still_2024_Super_16mm_film_transferred_to_video._Courtesy_the_artist_and_Socit_Berlin

Marianna Simnett im Hamburger Bahnhof

Bald ist es wieder soweit: Ein Fußballsommer steht vor der Tür. Was die einen vor Freude taumeln lässt, versetzt die anderen in Angst und Schrecken angesichts von Fanmassen und Fahnenmeer. Ein Museum, als gesellschaftlicher Middle-Ground und Institution, der die Menschen am meisten vertrauen (wie eine Studie kürzlich feststellte), könnte die beiden unversöhnlichen Lager vielleicht zusammenführen. Das versucht zumindest der Hamburger Bahnhof anlässlich der anstehenden Europameisterschaft mit der britischen Künstlerin Marianna Simnett. Ihre mehrkanalige Filminstallation „WINNER“, aus der Perspektive des Fußballs erzählt, greift die Dramaturgie des Spiels auf und seziert den Massensport auf skurrile Art und Weise. Durch das Element des Tanzes werden Momente des Fußballs seziert und abstrahiert. Simnetts fantasiereiche Draufsicht auf den Massensport springt von der Leinwand über in den Ausstellungsraum. Geeignet für Fußballfans und -abstinenzler*innen gleichermaßen.

Hamburger Bahnhof | 
Invalidenstraße 50-51 | 10557 Berlin-Moabit.17. Mai bis 03. November 2024
Dienstag, Mittwoch + Freitag 10-18 Uhr | Donnerstag 10-20 Uhr | Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

Friedrich_CD-Riesengebirge_AI1079_003

Caspar David Friedrich in der Alten Nationalgalerie

Im Jahr seines 250. Geburtstages zeigt die Alte Nationalgalerie eine der umfassendsten Ausstellungen zum Jahrhundert-Künstler Caspar David Friedrich. Über 110 Gemälde und Zeichnungen, inklusive seiner ikonischsten Bilder wie „Kreidefelsen auf Rügen“ oder „Mönch am Meer“, können hier bewundert werden. Nachdem der Romantiker Friedrich (1774–1840) im späten 19. Jahrhundert weitestgehend in Vergessenheit geraten war, ist er heute das große Idol landschaftlicher Malerei. Kein Wunder, dass im Jubiläumsjahr Friedrich fast unvermeidlich ist: Neben Hamburg, Dresden und Berlin ist er 2024 sogar im New Yorker Met zu sehen! Und doch wird er in der Alten Nationalgalerie, dem Berliner Stammsitz der Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, immer einen besonderen Platz haben. Hier befindet sich bis heute die größte Friedrich-Sammlung weltweit und hier wurde er 1906 als Vorreiter der Moderne wiederentdeckt.

Alte Nationalgalerie | 
Bodestraße | 10178 Berlin-Mitte.19.04.2024 bis 04.08.2024
Dienstag bis Donnerstag + Sonntag 10-18 Uhr | Freitag + Samstag 10-20 Uhr

Daniela © Shirin-Neshat

Shirin Neshat in der Fotografiska

Als im Herbst 2022 die Proteste für Demokratie und Frauenrechte im Iran ihren Höhepunkt erreichten, setzte die Künstlerin Shirin Neshat mit Aktionen wie „Woman Life Freedom“ an der Fassade der Neuen Nationalgalerie Zeichen der Solidarität. Neshats Kunst ist ein politisches Manifest, mit dem die gebürtige Iranerin auf die Situation in ihrer Heimat aufmerksam macht – so auch in ihrer Videoinstallation The Fury. Sie beleuchtet das Leben einer weiblichen politischen Gefangenen und ist aktuell im Fotografiska Berlin zu sehen. Das im September 2023 als vierter Ableger des gleichnamigen schwedischen Fotografiemuseums eröffnete Haus will in seinem Programm nicht nur international etablierten Namen einen Raum geben, sondern auch aufstrebende Talente fördern. Daneben haben Besucher*innen des Fotografiska seit langem wieder die Möglichkeit, einen für Berlin bedeutsamen Ort zu betreten: das ehemalige und schmerzlich vermisste Kunsthaus Tacheles.

Fotografiska | 
Oranienburger Straße 54 | 10117 Berlin-Mitte.08. März bis 09. Juni 2024
Montag bis Sonntag 10-23 Uhr

HBF_JOSEPHBEUYS_LaForgia_JPEGs_HIGHRES_0002

Joseph Beuys im Hamburger Bahnhof

Beuys is back! In der frisch wiedereröffneten Kleihushalle gibt es nun eine gebündelte Dauerpräsentation der Werke Joseph Beuys aus der Sammlung der Nationalgalerie. Joseph Beuys, jener kontroverse Künster, der mit seinen sozial-utopischen Arbeiten und Performances gesellschaftliche Debatten anstieß, war und ist für immer mit dem Hamburger Bahnhof verbunden, wo Besucher*innen verstreute Großskulpturen wie „Das Ende des 20. Jahrhunderts“ bestaunen konnten. Nun haben sie endlich zusammengefunden im Parcours der Kleihushalle. Begleitet und neu eingeordnet wird der Klassiker Beuys dabei stets von einer Reihe zeitgenössischer Positionen – beginnend mit der New Yorker Künstlerin Naama Tsabaar, deren interaktive Werke nun erstmals in einer größeren Einzelausstellung in Deutschland zu sehen sind. Bereits während des Eröffnungsabends wurden ihre Installationen fleißig vom Publikum bespielt. Das hätte sicherlich auch Beuys gefallen.

Hamburger Bahnhof | 
Invalidenstraße 50-51 | 10557 Berlin-Moabit.12.04.2024 bis auf Weiteres
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr | Donnerstag 10-20 Uhr | Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

Nancy Holt im Gropius Bau © Luca Girardini

Nancy Holt im Gropius Bau

Die Künstlerin und studierte Biologin Nancy Holt (1938–2014) hat sich in ihren Arbeiten mit wesentlichen Fragen zu Natur, Ökologie und visueller Wahrnehmung unserer Umwelt auseinandergesetzt. Über fünf Jahrzehnte schuf sie ein richtungsweisendes Werk aus Text, Poesie, Fotografie, Film und Land Art. Nun zeigt der Gropius Bau erstmals die bislang umfassendste Ausstellung der Künstlerin in Deutschland. Neben Sound und Video beeindruckt vor allem die Großinstallation Electrical System (1982) im Lichthof des Gropius Baus, der seit Langem zu den bedeutendsten Ausstellungshäusern Europas zählt. Das an einem historisch so wichtigen Schnittpunkt, neben ehemaligen Mauerstreifen und Topographie des Terrors, gelegene Haus bietet nicht nur zeitgenössische und moderne Kunst, sondern auch eine Vielzahl an Performances, Workshops, Panels und interaktiven Events.

Martin-Gropius-Bau | 
Niederkirchnerstrasse 7 | 10117 Berlin-Mitte.22. März bis 21. Juli 2024
Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag 11-19 Uhr, Samstag + Sonntag 10-19 Uhr

Hamburger Bahnhof Forum Modifica 109

Hamburger Bahnhof

Im vergangenen Sommer bot der Hamburger Bahnhof mit seiner Reihe "Berlin Beats" und dem langen Open House Wochenende einen fulminanten Auftakt zur Neupräsentation seiner umfangreichen Sammlung Berliner Kunst seit den späten 1980ern Jahren bis in die Gegenwart. Die sich ständig in Wandlung befindliche Schau im Westflügel des Museums zeigt vertraute Hauptwerke neben bisher kaum gezeigten künstlerischen Positionen aus der Kunstmetropole Berlin. Über 60 gezeigte Künstler*innen decken ein weites Feld von Medien ab: Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Videos machen diese Präsentation zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Mit der Ausstellung bleibt sich der im ehemaligen Grenz-Niemandsland gelegene Hamburger Bahnhof seiner Rolle als Brückenbauer treu: sei es zwischen Ost und West, Jung und Alt oder Kunst und Alltag.

Hamburger Bahnhof | 
Invalidenstraße 50-51 | 10557 Berlin-Moabit.16. Juni 2023 bis auf Weiteres
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

Foto: David von Becker

Zerreißprobe in der Neuen Nationalgalerie

Die Kunst des 20. Jahrhunderts war von größtmöglichen Umbrüchen, Revolutionen und Tragödien definiert. Das diffuse gesellschaftliche Klima brachte jedoch auch eine Vielfalt an Strömungen in der Kunst hervor – in Ost und West gleichermaßen. Ein Jahrhundert pointiert zusammenzufassen ist eine monumentale Aufgabe. Und daran versucht sich die Sammlungsneupräsentation der Neuen Nationalgalerie. In 14 Kapiteln greift das Museum zentrale künstlerische und gesellschaftliche Themen auf und bewertet auch seine eigene Sammlung vollkommen neu. Im vergangenen Jahr übernahm Klaus Biesenbach das Ruder als Direktor der Neuen Nationalgalerie und setzte eine Vielzahl neuer Akzente – unter anderem in Form von Performances und Projekten. Viele neue Ideen kamen auf, die auch den Neubau des Museums der Moderne am Kulturforum betreffen. Die nächste Mammutaufgabe – diesmal fürs 21. Jahrhundert!

Neue Nationalgalerie | 
Potsdamer Straße 50 | 10785 Berlin-Tiergarten.18. November 2023 bis 28. September 2025
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag 10-20 Uhr

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen : Christian Krug

Läuft. Die Ausstellung zur Menstruation

Mit dem Umzug des Ethnologischen Museums ins Humboldt Forum am Schlossplatz, ist es ruhiger am Kulturstandort Dahlem geworden. Wie viel es dort aber immer noch zu entdecken gibt, beweisen Kleinode, wie das Museum Europäischer Kulturen, das sich der Alltagskultur und den Lebenswelten Europas vom 18. Jahrhundert bis heute widmet und immer wieder mit spannenden und innovativen Sonderausstellungen aufwarten kann. Am 6. Oktober eröffnet "Läuft. Die Ausstellung zur Menstruation", die sich historisch-wissenschaftlich, aber auch politisch-diskursiv einer Thematik widmet, die mehr als die Hälfte aller Menschen auf der Welt betrifft, aber immer noch aktiv tabuisiert wird. Exponate aus dem späten 19. Jahrhundert bis heute geben menstruierenden und vor allem auch nicht-menstruierenden Menschen einen spannenden Einblick in die Debatten und regen zum Nachdenken über den heutigen gesellschaftlichen Umgang an.

Museum Europäischer Kulturen | 
Arnimallee 25 | 14195 Berlin-Dahlem.6. Oktober 2023 bis 6. Oktober 2024
Dienstag bis Freitag 10-17 Uhr, Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

Weitere interessante Artikel
Berlin
Aktuelle Ausstellungen – Kunst in Berliner Museen
Reset Map