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Michel PéclardDer Jules Verne der Zürcher Gastroszene

Dienstag, 05. Mai 2015
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Michel Peclard Zürich

Ein wilder Hund ist er schon, das muss man ihm lassen. Seine Gastro-Fiche, sollte es so eine geben, hat einiges vorzuweisen: Pumpstation, Coco, Fischers Fritz, Milchbar, Schober, neue Milchbar, Modissa und ein Hotelzimmer, das man nicht mieten, sondern nur ersteigern kann.

Das Modissa-Rooftop-Restaurant ist etwas vom heissesten in "Little Big City" Zürich. Man muss es neidlos eingestehen: Wenn er etwas macht, dann aber richtig. Natürlich macht er das nicht alles alleine. Seine rechte Hand, Florian Weber, muss wahrscheinlich vieles ausbaden, was der liebe Michel so alles ausheckt.

Péclard als Mastermind, das Aushängeschild seiner Unternehmungen ist eine Art Jules Verne der Zürcher Gastroszene. Keiner versteht es wie er, einem verrückten Konzept auch die ihm zugedachte Entfaltungsmöglichkeit zu verpassen. Wenn Péclard und sein Team sich hinter eine Sache klemmen, dann stimmt sie am Ende auch, ganz nach dem Motto:

Wo Péclard drauf steht, ist auch Péclard drin!

In welcher Lokalität man sich auch befindet, sie erzählt eine Geschichte und beseelt zur eigenen Versionen einer solchen. Kurz: Ein inspiriertes Umfeld, hilft der eigenen Fantasie auf die Sprünge. Und bis jetzt habe ich noch nicht vom Food oder den Getränken gesprochen. Ihre Perfektionierung und Qualität runden das ganze Paket ab.

Mitten drin ihr Zampanoo Michel und seine Entourage. Klar, wer inszeniert sich nicht gerne selber, vor allem wenn man selber ein Inszenierer ist? Und das ist das, was ich an ihm so mag. Wie jeder Regisseur ist er erst dann zufrieden, wenn das Publikum klatscht. Meistens artet dies eher zu einer Standing Ovation aus, der ich mich gerne anschliesse. Man verzeihe, wenn ich hier ein wenig Lobhudelei betreibe, aber ich kann nicht anders. Wenn ich begeistert bin, dann aber richtig. Warum? Weil ich ungefähr abschätzen kann, wieviel Effort, Energie und Herzblut hinter einem solchen Projekt stecken. Ganz zu schweigen, was das alles kostet.

So zum Beispiel auch das grandiose Rooftop-Restaurant im Modissa-Haus an der Bahnhofstrasse. Ich war an der ersten Eröffnung eingeladen und ich musste wieder einmal neidlos zugeben, das Teil ist sackstark. Da schnuppert man sogar ein wenig New Yorker Luft. Ergänzt durch die gewaltige Aussicht, vor allem auf die Sternwarte, sie ist ein absoluter Knaller.

Die Tranksame war 1A, die Dumplings eine Granate und ich habe heute noch ein Süssigkeiten-Flash vom Dessert. Das schönste aber war, als er seinen Sohn in die Arme schloss, als dieser einen Song mit der anwesenden Band zum Besten gab.

So berührt, stolz und erfreut habe ich ihn noch nie gesehen, den wilden Hund Péclard. Dass wir uns am Schluss alle in den Armen lagen, spricht für sich selbst. Die Freude sprang wie Funken über und ich glaube, das ist es, was uns dieses Unternehmen unter die Nase reibt. Pure Freude, man muss sie nur geniessen und zu würdigen wissen. Hedonismus hin oder her, in einer schnellen und anstrengenden Zeit gibt es hier in Zürich einige Oasen zum Entschleunigen und Auftanken.

Dafür lieber Michel (und allen deinen Mitarbeitern) danke ich ganz herzlich.

Auf zum nächsten Abenteuer!

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