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Skopik und LohnRestaurantkultur wie aus einer anderen Zeit

Mittwoch, 18. Februar 2015
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Skopik und Lohn Restaurant Wien begrünter Eingangsbereich
Karte
Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag 18 – 1 Uhr

Adresse Skopik & Lohn
Leopoldsgasse 17
1020 Wien-2. Bezirk
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Kontakt
+43 1 219 89 77
www.skopikundlohn.at
Preisniveau€ € 

Ein Spontanbesuch bei Skopik & Lohn entpuppte sich als so lohnenswert, dass ich sofort darüber berichten muss und bestimmt bald wieder hier zu Gast sein werde. Schon beim Eintreten sagten meine Begleiter und ich wie aus einem Munde: „Hier sind wir richtig!“. Die Atmosphäre erzeugte bei uns allen sofort ein wohliges Gefühl. Lag es am eher uneitlen Interieur? Oder den Kellnern in weißen Dinnerjackets? Den hübsch gedeckten Tischen? Der dezenten 20er Jahre Musik?

Sofort ist ein Ober zur Stelle, nimmt uns die Garderobe ab und führt uns galant zu unserem Tisch. Kaum sitzen wir, beginnen wir auch schon darüber zu sinnieren, wie wir den Stil dieses Restaurants einordnen würden. Wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner. Und dennoch bleiben wir uns in einem Punkt einig: wir fühlen uns hier ungemein wohl. Die Menükarten erinnern von der Aufmachung her an eine typische französische Brasserie, die Speisen darauf dann wieder daran, dass wir hier in Wien sind.

Skopik und Lohn Restaurant Wien Einrichtung
Skopik und Lohn Restaurant Wien Gastraum
Skopik und Lohn Restaurant Wien Außenbereich
Skopik und Lohn Restaurant Wien Außenansicht

Der Hausaperitif mit Holunderblüte und Limettensaft wird uns so leidenschaftlich angepriesen, dass wir uns dem Charme des Obers nicht entziehen können. Der Drink ist so erfrischend wie versprochen und eine gute Wahl! Während wir noch überlegen, welchen Wein wir auswählen wollen, bringt uns der Ober schon zwei Probierschlückchen von seinen persönlichen Empfehlungen und dem Wein, den wir in die engere Wahl gezogen hatten. Nun können wir uns also fröhlich durch die Proben kosten und entscheiden uns für einen Rotgipfler, eine autochthone Weißweinrebsorte aus der Thermenregion unweit von Wien.

Als Gebäck wird frisches Brot gereicht in Begleitung hübscher Buttertütchen, die Bewunderung ernten. Unsere Vorspeisen klare Hühnersuppe mit Wurzelgemüse, Ingwer und Hühnerleberknödel sowie der grüne Winterblattsalat mit Brunnenkresse und Topinambur schmecken hervorragend. Wir strahlen uns gegenseitig an, als wir sie genießen. Die Vorspeise kam schnell, so dass wir um eine kleine Pause bis zur Hauptspeise bitten, damit wir die lässig-elegante Stimmung ein bisschen länger auskosten können. Die Musik wechselt zwischen verschiedenen Genres, bleibt aber immer unterhaltsam und dezent- die perfekte Untermalung unseres legeren Abendessens.

Es treten immer wieder neue Gäste ein, die meist überschwänglich freundlich begrüßt werden, was auf eine große Schar von Stammgästen schließen lässt. Die Garderobe der Gäste reicht von casual bis operntauglich, also egal zu welchem Anlass: das Skopik & Lohn scheint bei jedermann beliebt. Wir lieben diese bunte Mischung und freuen uns, dass wir heute Abend hier gelandet sind.

Während immer mal ein anderer Kellner an unserem Tisch vorbeihuscht und aufmerksam nachschenkt, warten wir voller Vorfreude auf unsere Hauptspeisen. Kaninchenkeule mit Oliven-Zitronensauce und Mangold wurden uns ebenso wärmstens ans Herz gelegt wie Wolfsbarsch mit Wintergrün, Kartoffel- Fenchelgratin und Zitronenbutter. Wir schwärmen! Und auch der unbeirrbare Liebhaber des Wiener Schnitzels mit Kartoffel- und Gurkenrahmsalat kommt hier voll auf seine Kosten und ist begeistert.

Wir lassen uns ein wenig Zeit, um Platz für die Buchteln mit Vanillesauce, die wir unbedingt probieren sollen, zu schaffen. Und auch die munden uns wieder ausgezeichnet, nicht zuletzt dank hervorragender Süßweinbegleitung. Denn hier gibt es ihn noch, den Ruster Ausbruch, der bei unserem letzten Besuch in Rust schon weitestgehend vergriffen war. Drei schöne kräftige Mokka runden unseren perfekten Abend ab. Und wir versprechen unserem "Ober", der sich als Geschäftsführer Horst Scheuer entpuppte und den wir als leidenschaftlichen Gastgeber erlebt haben, bald zu seinen Stammgästen zu zählen!

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