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SperlingDie junge Kunstgalerie am Regerplatz

Mittwoch, 19. Juli 2017
Galerie Sperling Regerplatz München_Ausstellungsraum
Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag 12-18 Uhr, Samstag 12-16 Uhr und nach Vereinbarung.
Sommerpause im August.

Karte
Adresse Sperling
Regerplatz 9
81541 München-Au
Anfahrt planen
Kontakt
+49 89 54 84 97 47
www.sperling-munich.com

Wer früher die „Nachtglocke“ des Eckhauses am Regerplatz Nr.9 läutete, bekam Antibiotika, Aspirin und andere Heilmittel. Wer heute klingelt, bekommt eine Dosis Kunst. Denn dort, wo auf der Grenze zwischen Au und Haidhausen zuvor rund hundert Jahre lang eine Apotheke ansässig war, ist mittlerweile die Galerie Sperling zu Hause.

Seit 2014 schon richtet Inhaber und Namensgeber Johannes Sperling hier gemeinsam mit seinem Team den Fokus auf junge Kunst. Und zwar mit dem Anspruch, auch über die Stadtgrenzen hinaus in der Szene mitzumischen. Trotz oder gerade wegen des etwas behäbigen Rufs, den München – unter anderem im Vergleich zu Berlin – als Kunststadt innehat.

Dennoch entschied sich Sperling nach längerer Zeit in der Hauptstadt bewusst gegen sie. Hingebracht hatte ihn ursprünglich ein Jurastudium, und die Stadt schließlich brachte ihn zur Arbeit mit der Kunst. „Aber sie brauchte nun mal nicht noch die fünfhundertste Galerie“, erklärt der 35-Jährige. Für ihn stand jedoch fest, dass er etwas Eigenes aufziehen wollte.

Galerie Sperling Regerplatz München_Ausstellung ART_N_MORE
Galerie Sperling Regerplatz München_Thomas Geiger_Private Monuments
Galerie Sperling Regerplatz München_Ausstellung_Two_To_Tango
Galerie Sperling Regerplatz München_Ausstellung_ART_N_MORE

„Nachdem ich einige Jahre für Museen und etablierte Galerien gearbeitet und Ausstellungen organisiert hatte, wurde mir immer mehr klar – um Dich nur mit der Kunst beschäftigen zu können, die Dich wirklich interessiert, bleibt kein anderer Weg, als selbst eine Galerie zu eröffnen“, so Sperling.

Und während die Kunstwelt im szenigen Berlin oft elitär und angestrengt wirke, habe es ihm gefallen, dass man in München überraschend offen aufeinander zuginge. Sich austausche, über das, was man sehe. Und ja: Sich auch gegenseitig unterstütze.

Denn „Off-Räume“, in denen man experimentieren könne oder sonstige Förderung durch die Stadt gebe es hier zwar leider nur wenig. Dafür aber ein wachsendes und stabiles Netzwerk jüngerer Kunstschaffender, die es sich zum Ziel gesetzt haben, nicht nur lokal zu denken und Neues zu wagen.

Bei Sperling stellt mittlerweile ein fester Pool von sechs Künstlern regelmäßig aus, darunter das Duo Art n More oder die Britin Anna McCarthy. Die derzeitige Ausstellung Two to Tango – jeder der dauerhaft bei Sperling geführten Künstler schlug für das Projekt einen weiteren vor – neigt sich gerade ihrem Ende.

Im September geht es mit einer Einzelausstellung der Fotokünstlerin und ehmaligen Gursky-Schülerin Anna Vogel weiter. Mit ihren „visionären Landschaften“, wie sie das art-Magazin betitelte, macht sie zunehmend von sich reden.

Wir haben uns jedenfalls vorgenommen, die „Nachtglocke“ definitiv erneut zu läuten und uns die Zeit zum Ansehen und Nachdenken zu nehmen. Vielleicht auch ein wenig in der Hoffnung, bei der Gelegenheit das ein oder andere neue Werk des ebenfalls fest bei Sperling vertretenen Schotten Andrew Gilbert zu entdecken. Der geht uns mit seinen Motiven aus der britischen Kolonialzeit und Protagonisten wie „Holy Broccoli“ und „Baby Afghan Squirrel“ nämlich nicht mehr aus dem Kopf.

Da sag noch mal einer, München würde keine spannenden Newcomer anziehen...  Ach ja: Wer nicht so bald in die bayrische Hauptstadt kommt und nun dennoch neugierig geworden ist, trifft die Galerie Sperling dieses Jahr vom 14.-17. September auf der Art Berlin an und vom 17.-19. November auf der Art Düsseldorf.

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