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AltoAdigeItalienische Trinkkultur in Charlottenburg

Dienstag, 30. Januar 2018
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Wein- und Tagesbar AltoAdige Charlottenburg-3
Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag 12-22 Uhr
Sonntag 12-18 Uhr

Karte
Adresse AltoAdige Tagesbar
Winscheidstrasse 22
10627 Berlin-Charlottenburg
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Preisniveau € €

Es hätte eine Vineria in Südtirol werden können. Doch zum naheliegenden Glück liegt die Weinbar AltoAdige am Stuttgarter Platz in Charlottenburg und macht uns mit einer schönen Sitte bekannt, dem Aperitivo. – Italienische Trinkkultur mitten in Berlin!

Alto Adige ist der italienische Name für Südtirol. Helles Massivholz. Sitzbänke mit integrierten trapezförmigen Tischchen, eine Deckenlampe aus Geweihen - Designzeitgeist wie in den Dolomiten. Es gibt Wein, viel Wein, allesamt aus Südtirol. Eine lohnenswerte Weinregion mit exzellenten Weinmachern wie der Kellerei Girlan, die Eisacktaler Kellerei oder die Kellerei Bozen.

Natürlich hat Werner Frisch sie auf der Karte. Weil er Spross einer Südtiroler Gastrofamilie ist und kurz vor dem Abschluss zum Weinsommelier steht. Den Schein als Käsesommelier hat er schon in der Tasche. Da passt es, dass in der Weinbar einst Käse verkauft wurde.

Es ist Freitagabend. In London trifft man sich zu kollektiven Afterwork-Drinks, in Südtirol und anderenorts in Italien  zum Aperitivo, dem Aperitif mit Mehrwert. So auch im Charlottenburger AltoAdige. Zur Begrüßung heißt es "hoila", "hallo" à la Südtirol.

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Aperitivo-Zeit im AltoAdige ist 17 bis 20 Uhr. Ein Glas 2016er Pinot Grigio DOC von der Kellerei Kurtatsch mit reifer Birne, Zuckermelone und Vanille in der Nase oder einen feinperligen Brut Mellesimato-Sekt von Peter Zemmer, eine Cuvée aus Chardonnay und Riesling, dazu greift man zu den Häppchen vom Büffet.

Keine Sorge, man muss kein Weinfachmann sein, Werner und seine Freundin und Weinbar-Mitbetreiberin Mona, eine Berlinerin mit langjähriger Gastro- und Verkaufserfahrung, sind sehr sympathische Berater, denen man jede Frage stellen und sich auf ihre Auswahl verlassen kann.

Dass das Büffet kostenlos ist, verwundere manche Gäste, erzählt Werner. In Italien ist das ähnlich. Vielleicht nicht ganz umsonst, aber für vier, fünf Euro, sind die Happen, die zusammen mit dem Wein den Abend und das Wochenende einleiten, zu haben.

Die Devise der weinaffinen Tagesbar: Das Essen soll den Wein begleiten. Auf dem Aperitivo-Büffet sind das hausgemachtes Foccacia, Nudelsalat und Tartine, kleine belegte Brote mit Kaminwurzen und anderen Südtiroler Wurstspezialitäten.

Bei genauerer Betrachtung ist das AltoAdige noch fokussierter: Essen aus Südtirol soll den Wein aus Südtirol begleiten. Etwa mit "Marende", einer Nachmittags-Brotzeit samt Käse, vor allem aus der Feinkäserei Capriz, Kaminwurzen, Kren und Schüttelbrot. Auch zum Frühstück kann man schon Käse und "Wurscht" ordern.

Als Hauptgang werden die himmlisch guten und original Südtiroler "Knödeltris" serviert. Drei Klöße, denen Spinat und Rote Beete ihre kräftige Farbe verleihen und die man in Südtirol wirklich überall bekommt.

Egal, ob Aperitivo-Zeit oder nicht: "siass", "süß" ist ein Muss, wunderbar verkörpert vom Südtiroler Apfelstrudel mit Sahne und Vanillesauce, der, wie Werner verrät, nach Mamas Rezept gebacken wird. Fehlt nur noch das Alpenpanorama. 

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