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Thank God it’s MondayMichael Hetzingers Leben mit Hund

Dienstag, 18. April 2017
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Hertha the Dog

Hertha kann nicht nur ausgezeichnet schlafen, fressen und spielen, sondern hat auch einen richtigen Fulltime-Job: Bürohund. Zu ihren offiziellen Aufgaben gehören Ablenkung durch Ballspiele, Kuscheln im Meeting, Essenskrümel beseitigen und Mittagspausen-Spaziergänge. Das macht sie zu einer sehr beliebten Kollegin. Wenn sie in der Lage wäre, die Spülmaschine auszuräumen, wäre sie restlos unersetzlich.

Hunde gehören ja mittlerweile zur Standard-Ausstattung in zeitgemäßen Büros von Agenturen über den Tech-Konzern bis zu Start-Ups. Erwiesenermaßen verbessern sie das Betriebsklima, indem sie beispielsweise durch ihre Anwesenheit die Oxytocinproduktion im menschlichen Körper anregen. Und durch ihr vieles Schlafen strahlen sie einfach eine wahnsinnige Ruhe aus, die ansteckend sein kann. 

Bei uns im Büro versuchen wir, diesen Effekt durch die absolute Menge an Hunden zu potenzieren. Zeitweise sind neben Hertha bis zu vier andere Hunde da: Basset Antonia, Beagle Carla, Mops Muppet und Labrador-Welpe Eddy. Eigentlich in jedem Raum einer. Solange jeder in seinem Zimmer bleibt, klappt der beruhigende Effekt auch ganz gut. Aber wehe, wenn sie losgelassen: dann werden die Flure zur Rennstrecke. Besonders morgens, wenn alle noch voller Energie sind, kann es wild zugehen.

Hertha ist meistens als erste da. Wenn dann Antonia (Spitzname Toni), die Dienstälteste Hündin im Büro, kommt, galoppiert sie erst mal zu uns, um sie begrüßen. Das sieht dann so aus: sie nimmt ganz zärtlich Herthas kompletten Kopf ins Maul, durchschnüffelt einmal ihr Körbchen auf der Suche nach Essensresten, trinkt einen Schluck Wasser aus ihrem Napf und nimmt Hertha zum Spielen mit. Dann hört man die beiden trampelnd und balgend durchs Büro springen. Das ist das offizielle Startsignal und mein Arbeitstag geht richtig los.

Wer sich so viel bewegt, muss auch viel schlafen. Das tut Hertha bevorzugt in Meetings. Zum einen, weil sie die einzige Mitarbeiterin ist, die das offiziell darf. Zum anderen, weil sie dabei meistens auf meinem Schoß liegt, ihrem liebsten Schlafplatz. Auf den zweiten Rang ihrer Lieblingsorte im Office haben sie die Lammfelle auf der Eckbank geschoben. Dort spaziert sie von Meeting-Teilnehmer zu Meeting-Teilnehmer, kuschelt sich mal hier und mal dort an und überzeugt dadurch auch schwierigste Verhandlungspartner mit ihrer Charme-Offensive.

Leider erlaubt nicht jeder Arbeitgeber Hunde im Büro. Jedem, der auf der Suche nach Argumenten dafür ist, empfehle ich neben der Lektüre meiner Kolumne den Besuch der Webseite des Bundesverbandes Bürohund. Getreu dem Motto "Dog-In statt Burn-Out", findet man dort wissenschaftliche Hintergründe, praktische Tipps und jede Menge Erfahrungsberichte. Unsere haarigen Bürokollegen kann man übrigens regelmäßig auf unserem Instagram-Account entdecken >> 

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