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Herrchen auf ReisenMichael Hetzingers Leben mit Hund

Donnerstag, 01. März 2018
Strandleben-2

Ich will mich ja nicht beschweren. Lange Fernreisen in exotische Länder sind traumhaft. Der Haken daran ist jedoch, dass Hertha nicht dabei ist. Man weiß ja vorher nicht, ob sie im jeweiligen Land willkommen ist. Darf sie ins Hotel? Wie ist es mit Restaurants? Oder am Strand? Vom langen Flug ganz abgesehen. Also bleibt sie Zuhause. Und fehlt mir.

Glücklicherweise gibt es tolle Menschen, die Zuhause auf sie aufpassen. So kann ich ganz entspannt verreisen und muss mir keine Sorgen machen. Und da man ja heutzutage (fast) auf der ganzen Welt online gehen kann, erreicht mich auch der Livestream an Hertha-Fotos. Ihre Aufpasser broadcasten alle ihre Erlebnisse via WhatsApp direkt zu mir. Die große, bunte Hertha-Show. Großen Dank an dieser Stelle an alle Leser, die sich angesprochen fühlen.

Egal wo ich bin, Hertha ist also immer mit dabei. Und irgendwie werde ich auch im Urlaub von Hunden verfolgt. Es kann schließlich kein Zufall sein, dass genau während meines Aufenthalts ins Südost-Asien im chinesischen Horoskop das Jahr des Hundes beginnt. Das wird natürlich überall ausgiebig zelebriert – mit knallbunten, leuchtenden Hundefiguren und zahlreichen Hundemotiven in Schaufenstern, auf Plakaten und auf der Straße. Wäre Hertha dabei, käme sie in Asien sicher ganz groß raus!

Ein paar Wochen vorher, am Strand von Tulum in Mexiko, habe ich mich geärgert, dass Hertha Zuhause geblieben ist. Denn im Gegensatz zu Europa, wo Hunde nur an speziellen Hundestränden erlaubt sind, sind sie dort am ganzen Strand willkommen. Sie hätte ihre wahre Freude gehabt: im Sand buddeln, mit den anderen Hunden um die Wette rennen, vielleicht sogar mal kurz ins Wasser springen. Mein Tipp für Hundebesitzer: Strandurlaub in Mexiko.

Bei aller Urlaubsfreude fallen jedem Hundebesitzer im Urlaub natürlich auch die Schattenseiten mancher Länder auf, zumindest aus der Perspektive der Vierbeiner. Straßenhunde gehören leider nicht nur in Mexiko und Südostasien zum Straßenbild. Wie groß doch der Kontrast ist zwischen der Art, wie wir in Europa mit unseren Hunden umgehen und wie sie dort komplett auf sich allein gestellt sind.

Natürlich will man jeden einzelnen Straßenhund retten und als Urlaubsmitbringsel mit nach Hause nehmen. Geht natürlich nicht. Glücklicherweise entscheiden sich immer mehr Menschen mit Hundewunsch dazu, Straßenhunden ein glückliches Zuhause zu geben. Mit Hertha gehe ich da zwar nicht mit gutem Beispiel voran – es sei denn, man zählt Brandenburg als Region, aus der man gerettet werden muss – aber dafür viele ihrer Freunde.

Pino, der kleine Springinsfeld, wurde aus Zypern gerettet. Tilda, Herthas Bürokollegin, kommt ebenfalls aus Zypern. Und Arabia, mit der sich Hertha am Wochenende immer die tollsten Wettrennen liefert, aus Spanien. Deutschland ist also auch bei den Vierbeinern ein Zuwanderungsland. Und das ist definitiv gut so.

Allen, die einen vierbeinigen Mitbewohner aus der Ferne bei sich aufnehmen wollen, möchte ich die beiden Organisationen Hundeliebe grenzenlos e.V. sowie A.S.P.A. friends e.V. ans Herz legen!

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