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Berlin Art Week 2019
Ausstellungen
Art Week Berlin

Aktuelle Ausstellungen Unsere wöchentlichen Kunst Highlights

Dienstag, 15. Oktober 2019
Anne Imhof in der Galerie Buchholz

So vielfältig Berlins Kunstszene ist, so umfassend ist auch die Kunst in Berliner Galerien und Museen. Egal, ob zeitgenössische Kunst oder klassische Moderne, die Auswahl ist grenzenlos. So kann die Entscheidung für eine Ausstellung durchaus schwerfallen und es braucht eine persönliche Empfehlung, um Neues zu entdecken oder bekannte Pfade zu verlassen. Allwöchentlich gehen wir daher für Sie auf die Suche nach den wichtigsten Ausstellungen in Berliner Galerien, privaten Institutionen und staatlichen Museen, damit Sie keine der aktuell wichtigsten Ausstellungen verpassen.

Zu den Details der einzelnen Orte gelangen Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

Aktuelle Ausstellungen in Berliner Galerien

Galerie Buchholz. Spätestens seit ihrer Performance "Angst II", die während der Berliner Art Week 2016 im Hamburger Bahnhof lief und tausende Besucher anzog und der Gestaltung des deutschen Pavillons auf der Venedig Biennale in 2017, mit ihrer fünfstündigen Performance "Faust" für die sie auch den Golden Löwen erhielt, ist Anne Imhof international und weltweit zu Recht in aller Munde. Obwohl die internationale agierende Galerie Buchholz Anne Imhof schon mehrmals ausgestellt hat, ist diese dritte Solo Show "Imagine" die erste in der Berliner Dependance. Imhof, die sonst vor allem dafür bekannt ist, Fetische die sich zwischen Dominanz und Begierde bewegen zu untersuchen, konstruiert in dieser Ausstellung mit Alltagsgegenständen deren Attribute immer austauschbar bleiben müssen, eine Struktur des "Unerträglichen Alltags".

Imagine / Anne Imhof / 13. September bis 26. Oktober 2019
Galerie Buchholz / Fasanenstraße 30 / 10179 Berlin
Dienstag bis Samstag 11-18 Uhr

Neugerriemschneider. Für seine Berliner Abschiedsausstellung, Ai Weiwei zieht nach Großbritannien, zeigt Neugerriemschneider sieben aus Eisen gegossene, riesige Wurzeln des chinesischen Konzeptkünstlers, der weltweit sicherlich zu den bekanntesten Dissidenten und Menschenrechtlern überhaupt zählt. Entwurzelt und wuchtig im selben Moment, die Serie "Roots" scheint auf den ersten Blick fehl am Platz, ja fremd in den weißen Galerieräumen. Die Skulpturen sind Abgüsse von Wurzeln und Stämme des äußerst seltenen, meist im bahianischen Regenwald vorkommenden Pequi Vinagreiro Baumes aus Brasilien. Bis zu tausend Jahre können diese fantastischen Wurzeln in dieser Größe werden. Bei Ai Weiwei ist zumindest die Erinnerung an diese seltenen Bäume nun für die Ewigkeit in Eisen gegossen.

Roots / Ai Weiwei / 7. September bis 19. Oktober 2019 
Neugerriemschneider / Linienstraße 155 / 10115 Berlin
Dienstag bis Samstag 11-18 Uhr

Wentrup. "Swirls and Circles" heißt die erste Solo Ausstellung die Wentrup mit der gebürtigen Münchnerin Sophie von Hellermann aktuell präsentiert. Arbeiten wie "Zentaur" oder "Isle of Skye", "Im Augenblick" und "Urania" sind offensichtlich alle im selben Gedankenstrom oder Wirbel diesen Jahres entstanden. Sophie von Hellermann, die im britischen Seebad Margate lebt und arbeitet, versucht in Momenten politischer Unruhe ruhig und klar zu bleiben wie sie selbst sagt. Ohne Analyse überträgt sie Ihre Gedanken unmittelbar auf meist großformatige Leinwände, die durch die von Ihr verwendeten Pastelltöne ins Auge springen.

Swirls and Circles / Sophie von Hellermann
10. September bis 19. Oktober 2019

Wentrup Gallery / Knesebeckstraße 95 / 10623 Berlin
Dienstag bis Samstag 11-18 Uhr

Aktuelle Ausstellungen in Institutionen

Berlinische Galerie. Das große Bauhaus Jahr neigt sich nach unzähligen Sonderschauen und Ausstellungen, die bundesweit stattfanden langsam dem Ende zu. Die Berlinische Galerie hat allerdings noch ein Highlight und Must See in petto, die Jubiläumsausstellung: "Original Bauhaus". Mit über 1.000 Exponaten, von berühmten Kunst und Design Exemplaren zu komplett unbekannten Stücken, widmet man sich hier den Geschichten hinter den ausgestellten Positionen. 14 Schlüsselobjekte und damit auch 14 Geschichten hat man in das Zentrum gestellt. Da ist zum Beispiel das ikonische Bild aus dem Jahr 1926, das eine Frau in einer Bühnenmaske von Oskar Schlemmer zeigt, die lässig in einem Stahlrohrsessel von Marcel Breuer sitzt, der übrigens, wie sollte es auch anders sein, als Erfinder des modernen Stahlrohrmöbels gilt. Und schon sind wir mittendrin im Bauhaus Kosmos. Kaum zu glauben, daß es nur 14 Jahre lang Bestand hatte. Sein Vermächtnis ist bis heute weltweit ungebrochen. Was für eine Geschichte!

Original Bauhaus / Die Jubiläumsausstellung
6. September bis 27. Januar 2020
Berlinische Galerie / Alte Jakobstraße 124-128 / 10969 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr

Haus am Waldsee. Im Haus am Waldsee gibt es derzeit etwas ganz Besonderes zu sehen, nämlich die erste institutionelle Einzelausstellung in Berlin von Tobias Rehberger. Konsequenterweise bespielt Rehberger das komplette Haus, das vor allem für seine dreidimensionalen, poppigen Papierarbeiten den perfekten Rahmen gibt. Der Besucher kann sich durch die Räume an Aquarellen und Zeichnungen aus den 90er Jahren vorbeigleiten lassen und wird dabei auch, Achtung Spoiler! auf drei fantastische, neonfarbige riesige Termiten Hügel stoßen. Was sollen wir sagen, Rehbergers Papierarbeiten sind phänomenal und diese Ausstellung macht nicht nur einfach gute Laune, sie lädt auch ein über die unendlichen Möglichkeiten und die Kostbarkeit von Papier nachzudenken.

Inspiration is a little town in China / Tobias Rehberger
6. September bis 17. November 2019
Haus am Waldsee / Argentinische Allee 30 / 14163 Berlin
Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr

C/O Berlin. Robert Frank zählt zu den absoluten Ikonen der Fotografie der Nachkriegszeit. Nicht nur deshalb ist die Ausstellung "Unseen" im C/O Berlin ein absolutes Must See. Die 1959 veröffentlichte Fotoserie des gebürtigen Schweizers, "The Americans" hatte ein Vorwort von Jack Kerouac und wurde erstmals institutionell in Berlin im Jahr 1985 im Amerika Haus ausgestellt. Roadmovie und soziales Sittenporträt in einem, es ist unmöglich sich nicht von den Bilderwelten von Robert Frank mitreißen zu lassen. In der Ausstellung "Unseen" gibt es neben der legendären "The Americans" Serie aber eben auch wie der Titel schon verspricht, viele Fotografien zu sehen die bisher unveröffentlicht waren und die Robert Frank auf seinen Reisen durch die Schweiz, Südamerika und den USA der 50er Jahre aufgenommen hatte. Ein wahrer Schatz an Fotografien!

Unseen / Robert Frank / 13. September bis 30. November 2019
C/O Berlin / Hardenbergstraße 22-24 / 10623 Berlin
Täglich 11-20 Uhr

Gropius Bau.  Es ist drei Jahrzehnte her, seitdem die Berliner Mauer gefallen ist. Und dennoch scheint es heute mehr denn je an der Zeit, über die Dynamik von Macht, Entfremdung und sozialen Brüchen nachzudenken. Wie wirken sich diese auf persönlicher und kollektiver Ebene auf uns aus? Diese Frage untermauert die Gruppenausstellung mit dem Titel "Durch Mauern gehen", "Crossing walls" - die von der Kraft der Kunst spricht, uns zu bewegen und voranzukommen, niemals selbstgefällig zu sein, hart und wachsam zu bleiben und das Gespräch zu führen. Kunst für sich allein vermag vielleicht nicht zu heilen, aber sie kann uns immer einige Schritte näher zueinander bringen.

Durch Mauern gehen / 12.September. bis 12. Januar 2020
Gropius Bau / Niederkirchnerstraße 7 / 10963 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-19 Uhr 

Me Collectors Room. Drei große deutsche Künstler, aus drei verschiedenen Generationen der modernen und zeitgenössischen Kunst, gibt es derzeit aus der Sammlung von Thomas Olbricht beim Me Collectors Room zu sehen. Der Schwerpunkt, Menschen als Motiv, läßt diese Ausstellung besonders dicht, persönlich und nah wirken. Ernst Ludwig Kirchners Porträts und ikonischen Berliner Straßenszenen vor dem Ersten Weltkrieg strahlen in dieser Gegenüberstellung eine geradezu wehmütige Schönheit aus. Bei Gerhard Richter hat die Selbstbeobachtung seit vielen Jahrzehnten einen festen Platz in seinem Werk. Er experimentiert unter anderem mit Aufnahmen aus dem Familienalbum, während Jonas Burgert in seinen meist übergroßen Leinwänden malt was uns menschlich macht: einen Wirbel von Emotionen und Empfindungen, die uns unser ganzes Leben lang antreiben.

Kirchner – Richter – Burgert / 11. September bis 3. November 2020
Me Collectors Room Berlin / Auguststraße 68 / 10117 Berlin
Mittwoch bis Montag 12-18 Uhr

Haus am Lützowplatz. Der Zeichner und Objektkünstler Tobias Dostal, der 2015 der erste Stipendiat von Schlingensiefs Operndorf- Stiftung in Burkina Faso war und sein Publikum regelmäßig mit kinetischen Lichtskulpturen und seinem Bildzauber verblüfft, bekommt im Haus am Lützowplatz mit "Perplexy" endlich seine erste, wohlverdiente institutionelle Einzelausstellung. Das Vorführen und die Wahrnehmung seiner Positionen sind das Besondere und auch das eigentliche Thema in Dostals Arbeiten, die sicher nicht mehr lange ein Geheimtipp bleiben werden!

Perplexy – Tobias Dostal / 11. September bis 17. November 2019
Haus am Lützowplatz / Unter den Linden 5 / 10117 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-19 Uhr

Hamburger Bahnhof. Auch in diesem Jahr gibt es im Hamburger Bahnhof die Shortlist Ausstellung der vier Nominierten des "Preises der Nationalgalerie" zu sehen. Die Auszeichnung, die zum 10. Mal verliehen wird, fördert eine bedeutende, junge Position der Gegenwartskunst. Sie gilt als die wichtigste Ehrung für Künstler*innen unter 40 Jahren in Deutschland. In diesem Jahr kann sich Pauline Curnier Jardin über den begehrten Preis freuen, der in Form einer Einzelausstellung und einer begleitenden Publikation im Jahr 2020 umgesetzt wird. Lucia Margarita Bauer wurde mit dem neuen Förderpreis für Filmkunst ausgezeichnet.

Preis der Nationalgalerie 2019 / 16. August 2019 bis 16. Februar 2020
Hamburger Bahnhof / Invalidenstraße 50 / 10557 Berlin
Dienstag, Mittwoch, Freitag 10-18 Uhr | Donnerstag 10-20 Uhr
Samstag + Sonntag 11-18

n.b.k. Der Neue Berliner Kunstverein präsentiert im Salon die südafrikanische, in Berlin lebende Künstlerin Candice Breitz, die in diesem Jahr als eine von zehn Frauen als neues Mitglied in die Künstlersozietät der Akademie der bildenden Künste gewählt wurde. Dem breiten Publikum bekannt wurde Breitz durch "Love Story", in dem sie Geflüchtete aus Kriegsgebieten zeigt, die ihre Erfahrungen in die Kamera erzählen und meist wenig Empathie im Zuhörer hervorrufen, gefolgt von Hollywood Stars wie Julianne Moore und Alec Baldwin, die eindringlich genau dieselben Geschichten erzählen. Der Effekt ist dramatisch. In Zusammenarbeit mit dem n.b.k. ist eine neue Videoarbeit entstanden, die im Rahmen der Einzelausstellung "Labour" ur-aufgeführt wird und danach in das Archiv des Vereins übergeht.

Labour – Candice Breitz / 12. September bis 25.Oktober 2019
n.b.k. / Showroom 1. Etage / Chausseestraße 128-129 / 10115 Berlin
Dienstag bis Freitag 12-18 Uhr / Donnerstag 12-20 Uhr

Palais Populaire. Die Ausstellung "Summer of Love. Art, Fashion and Rock´n´Roll" im Palais Populaire verneigt sich vor der, wie der Name unschwer erraten lässt, Hippie Bewegung, die 1967 ihren Höhepunkt hatte. Die sexuelle Revolution, der Feminismus, die Umwelt und Friedensbewegung fanden damals vor dem Hintergrund des Vietnam Krieges ihren Anfang. Bis heute verbinden wir Freiheit, Flower-Power und psychedelische Kunst in Form von Plattencovern und Konzertplakaten mit dieser freien, selbstbestimmten, aber auch extremen Generation. Die Ausstellung wurde, wie sollte es anders sein, in San Francisco konzipiert, im Fine Arts Museum. Wer nicht reingehen und die Herbstsonne genießen möchte, hört einfach den wechselnden Stand Up Musikern zu, die am nicht zu übersehenden bunt angemalten VW Bulli vor dem Gebäude zu finden sind!

Summer of Love / 20. Juni bis 28. Oktober 2019
Palais Populaire / Unter den Linden 5 / 10117 Berlin
Montag, Mittwoch, Freitag, Sonntag 10-19 Uhr / Donnerstag 10-21 Uhr

Kindl. Die ehemalige Kindl-Brauerei in Neukölln, in der seit der Gründung des Museums in 2016 wichtige Positionen internationaler Gegenwartskunst gezeigt werden, hat sich längst zu einem wertvollen Kulturstandort entwickelt. Neben jährlich mehrmals wechselnden, großen Ausstellungen, gibt es hier auch Artist talks, Vorträge und Konzerte. Außerdem hat hier die legendäre Bar Babette ihr neues Zuhause gefunden und betreibt im Kindl das Café Babette, inklusive Biergarten. Wer es noch nicht nach Neukölln in das Zentrum für zeitgenössische Kunst geschafft hat, dem sei nun die Einzelausstellung "Free Update" des norwegischen Videokünstlers Björn Melhus dringend ans Herz gelegt. Melhus, der nicht umsonst in der Kunstszene absoluten Kultstatus hat, ist ein Garant für ironisch-groteske Kurzfilme, Video Installationen und magische Bilder, in denen er geschickt die Strategien und Motive der Massenmedien hinterfragt. Die herrlich bizarren Figuren in seinen Arbeiten, werden dabei stets von ihm selbst verkörpert. Mit "Sugar" wird auch eine Neuproduktion, die ihre Premiere im Kindl hat, gezeigt.

Free Update – Björn Melhus / 15. September 2019 bis 16. Februar 2020
Kindl Zentrum für zeitgenössische Kunst / Am Sudhaus 3 / 12053 Berlin
Mittwoch bis Sonntag 12-18 Uhr 

Schinkel Pavillon. Mit "Ground Zero" zeigt der Schinkel Pavillon die erste institutionelle Einzelausstellung von Christopher Kulendran Thomas in Berlin. Die Ausstellung die sich in fragmentarischer Film Form zwischen Dokumentation, Fiktion, Realität und Simulation bewegt, betont die Fragestellung nach der Menschlichkeit in einer Zeit in der Maschinen immer überzeugender in der Lage sind, das menschliche Bewusstsein zu synthetisieren. Eine weitere Besonderheit: Alle Arbeiten die in dieser Gruppen Ausstellung zu sehen sind, untersuchen mit dem Mittel der zeitgenössischen Kunst nicht nur die Bedeutung von Menschenrechten in Zeiten technologischer Beschleunigung, sie stammen außerdem alle von jungen, wichtigen Künstlern aus Sri Lanka und wurden von Christopher Kulendran Thomas eigens für dieses Projekt in Colombo erworben.

Christopher Kulendran Thomas & Annika Kuhlmann / Ground Zero
Schinkel Pavillon / Oberwallstraße 1 / 10117 Berlin
11. September bis 14. Dezember 2019 / Donnerstag bis Sonntag 12-18 Uhr

Gropius Bau. Die Ausstellung "Garten der irdischen Freuden" präsentiert über 20 internationale Künstler*innen, die sich alle in unterschiedlichsten Formen mit dem Motiv des Gartens auseinandersetzen. Allein die im 15. Jahrhundert entstandene Version des "Garten der Lüste" von Hieronymus Bosch, das neben einem raumübergreifenden persischen Gartenteppich aus dem 18. Jahrhundert hängt, ist den Besuch wert und und bildet gleichzeitig ein starkes Entrée in die klug kuratierte Ausstellung. Yayoi Kusama ist mit drei riesigen Tulpen vertreten, der "Der Nachtgarten" von Hicham Berradas, eingetaucht in schwarz-blaues Licht, verströmt sinnlichen Jasminduft, während sich nebenan bei Zheng Bo Männer lustvoll mit Farnen vereinigen. Absolutes Highlight ist Pipilotti Rist´s Videoinstallation "Homo sapiens sapiens" die in einem mit großen, dicken Vorhängen abgedunkelten Raum an der Decke installiert ist und in die man sich am besten, bequem am Boden auf Kissen liegend hineinfallen läßt.

Garten der irdischen Freuden / 26.7. bis 1.12.2019
Gropius Bau / Niederkirchnerstraße 7 / 10963 Berlin
Mittwoch bis Montag 10-19 Uhr 

Aktuelle Ausstellungen in Staatlichen Museen

Neues Museum. Die Museumsinsel ist natürlich immer einen Besuch wert. Doch nun wurde nicht nur kürzlich die James-Simon Galerie feierlich eröffnet, die ab sofort als klar strukturierter und harmonischer Übergang in die restlichen Museumskomplexe fungiert, sondern das Neue Museum feiert auch sein 10-jähriges Jubiläum nach der Wiedereröffnung und Restaurierung durch den britischen Architekten David Chipperfield im Jahr 2009. Noch strahlender als sonst tut sich nun der griechische Innenhof hervor. Er wurde mit Podesten und Stelen bestückt, die reflektierende, das Licht brechende Oberflächen haben. Durch das hereinfallende Tageslicht und zusätzlich installierte Scheinwerfer entsteht ein Lichtermeer dessen Schattenspiele in ständiger Veränderung fasziniert. Die Kunstobjekte die auf den Stelen plaziert wurden beziehen sich jeweils auf ein Original im Museum. So hinterfragt diese Installation nicht nur traditionelle Ausstellungskonzepte und animiert die Besucher dazu das Museum "neu" zu entdecken, die Objekte werden gleichzeitig im wahrsten Sinne des Wortes in neuem Licht gezeigt.

Perspektivwechsel / 12. Oktober bis 26. Januar 2020
James-Simon-Galerie / Bodestraße / 10178 Berlin
Freitag bis Mittwoch 10-18 Uhr, Donnerstag 10-20 Uhr  

Georg-Kolbe Museum. "Figuren der fliessenden Welt" heißt die gerade neu eröffnete Doppelausstellung im Bildhaueratelier des Georg-Kolbe-Museums. Die drei präsentierten Werkzyklen der japanischen Künstlerin Asana Fujikawa basieren auf einer von ihr erfundenen Kurzgeschichte, die sich mit dem Menschsein an sich, der Conditio Humana befaßt. Die Protagonisten ihrer Bildergeschichte finden der Besucher erst in gedruckten Grafiken wieder, die sich dann in Keramiken in ihre ureigene, haptische Form weiter entwickeln. Die Einfachheit ihrer Figuren wird von David Hockneys Bildserie "Six Fairy Tales from the Brothers Grimm" aus dem Jahr 1969 fließend aufgegriffen, der Faden mühelos weitergesponnen. Die Bildsprache beider Künstler ist traditionell und direkt und dadurch unmittelbar zu verstehen. Die Themen kreisen um die Sehnsucht nach Geld, Macht, Erfolg aber auch den Umgang mit der Natur und docken damit mühelos an die aktuelle Wahrnehmung der Gesellschaft an.

Figuren der fliessenden Welt / Asana Fujikawa – David Hockney
12. Oktober bis 12. Januar 2020
Georg Kolbe Museum / Sensburger Allee 25 / 14055 Berlin
Täglich 10 – 18 Uhr

Museum Berggruen. "Von allen großen Ismen des 20. Jahrhunderts ist der Kubismus am radikalsten, am prägendsten geblieben." Dieses Zitat stammt vom Künstler Thomas Scheibitz, 1968 in der Nähe von Dresden geboren. In der aktuellen Ausstellung des Museum Berggruen, das dem Schaffen Picassos und seiner Zeit gewidmet ist, werden 45 Positionen von Scheibitz, denen des spanischen Kunstgenies, der bis heute unbestritten als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts gilt, gegenübergestellt. Wo die zwei in ihren Motiven fast logischerweise stark voneinander abweichen, so nah sind sich Picasso und Scheibitz in ihrer künstlerischen und inhaltlichen Haltung. Der offene Prozeß ist Basis ihrer Arbeit, alles ist immer im Fluß, immer um Gültigkeit und Glaubwürdigkeit ringend. So unterschiedlich das Paris in Picassos Zeiten und das Berlin der heutigen Zeit scheint, die Welt ist immer noch genauso brüchig und instabil. Ein faszinierender Dialog zweier Künstler in Form von Skulpturen und Bildern, im Damals und Heute.

Pablo Picasso x Thomas Scheibitz / 14. September bis 2. Februar 2020
Museum Berggruen / Schloßstraße 1a / 14059 Berlin
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Bröhan Museum. Die aktuelle Ausstellung "Reaching Out for the Future Zukunftsfantasien um 1900" konzentriert sich auf die Epoche, in der das Maschinenzeitalter begann. Präsentiert wird ein bunter Teppich von Artefakten in Form von Postkarten, Zeitschriften, oder den damals sehr beliebten Sammelkarten, die beispielsweise zeigen, wie sich damals Zeichner und Karikaturisten die Zukunft vorstellten. Man begegnet aber auch der Maschinen-Maria aus dem Film "Metropolis", Raketen, fliegenden Autos, einem Model das Kopfschmuck mit praktischen Radio Antennen ausgestattet trägt, oder einem Unterwasser Bus, der auf einem Sammelbild aus dem Jahr 1912 zeigt, "wie unsere zukünftigen Enkel im Jahre 2012 leben“.

Reaching Out for the Future / 19. Juli bis 27. Oktober 2019
Bröhan Museum / Schlossstraße 1a | 14059 Berlin
Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr 

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