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Aktuelle Ausstellungen Unsere Berliner Kunst Highlights

Montag, 14. September 2020

Die Orte im Überblick

Karte (1)

So vielfältig Berlins Kunstszene ist, so umfassend ist auch die Kunst in Berliner Galerien und Museen. Egal, ob zeitgenössische Kunst oder klassische Moderne, die Auswahl ist grenzenlos. So kann die Entscheidung für eine Ausstellung durchaus schwerfallen und es braucht eine persönliche Empfehlung, um Neues zu entdecken oder bekannte Pfade zu verlassen. Daher gehen wir für Sie auf die Suche nach den wichtigsten Ausstellungen in Berliner Galerien, privaten Institutionen und staatlichen Museen, damit Sie keine der aktuell wichtigsten Ausstellungen verpassen.

Nähere Details zu den einzelnen Orten finden Sie über das Anklicken der orange markierten Namen!

Michael Mueller | Galerie Thomas Schulte

Galerie Thomas Schulte

Keine Zeit für einen Galeriebesuch im hektischen Alltag? Der imposante, gleichzeitig wunderschöne Corner Space der Galerie Thomas Schulte ist immer einen Besuch wert, wenn man in der Gegend ist – egal ob Tag oder Nacht. Die sechs monumentalen, abstrakten, barock anmutenden Arbeiten, die es zurzeit zu sehen gibt, hat Michael Müller passenderweise "Mental Driftwood" genannt. Sie wurden von ihm intuitiv und völlig spontan mit den bloßen Händen in die sechs Fensterrahmen aufgetragen. Gerade dieser freie, haptische Charakter der Installation hält das vorbeieilende Auge des Betrachters fest, um ihn für einige Momente ganz in den treibenden Farben und Formen aufgehen zu lassen. Oder auch, It´s Bikini on Mars in Berlin. Love!

Corner Space | Galerie Thomas Schulte | 
Charlottenstraße 24 | 10117 BerlinMichael Müller | Bikini on Mars | 9. September bis 31. Oktober 2020
Täglich und durchgehend geöffnet

Ugo Rondinone | Esther Schipper © Andrea Rossetti

Esther Schipper

Seit sieben Jahren beschäftigt sich Ugo Rondinone in seiner Kunst mit dem Material Stein. Die Aufnahmen seiner großflächigen Installationen Human Nature auf der Rockefeller Plaza in New York in 2013 und die Seven Magic Mountains in der Wüste von Nevada im Jahr 2016 haben sich längst im wahrsten Sinne des Wortes in unser visuelles Gedächtnis gemeißelt, als wären sie Teil eines monolithischen Vermächtnis der Menschheitsgeschichte. Mit nuns + monks führt Rondinone nun das Narrativ der doppelten Reflexion zwischen dem inneren Selbst und der natürlichen Welt weiter; so wie die Außenwelt, die wir mit den Augen sehen und mit unseren Händen anfassen können immer untrennbar mit den inneren Strukturen unserer selbst verbunden sind. Diese innere Wahrnehmung wird durch die archaischen Formen und klaren Farben noch verstärkt.

Esther Schipper | 
Potsdamerstraße 81 E | 10785 BerlinUgo Rondinone | nuns + monks | 11. September – 17. Oktober 2020
Dienstag bis Samstag, 11 Uhr bis 18 Uhr

Wagner und Benjamin de Burca | Berlinsche Galerie

Berlinische Galerie

In der Berlinischen Galerie kann man sich derzeit den Film "Swinguerra" ansehen, der zuerst 2019 im brasilianischen Pavillon der 58. Biennale in Venedig gezeigt wurde. "Swinguerra" wurde in Zusammenarbeit mit unabhängigen Tanzgruppen am Stadtrand von Recife entwickelt. Brasilien ist das Land mit der weltweit höchsten Mordrate an Transvestiten, Transgender und Homosexuellen. Die im Film gezeigten schwarzen Frauen, Männer und Transgender-Künstler*innen nutzen Tanz als eine Form des Widerstands. Der Begriff "Swinguerra" setzt sich aus der Tanzrichtung Swingueira, und aus dem portugiesischen "guerra" für Krieg oder Kampf zusammen. Der Film bildet für die Protagonisten einen Rahmen und Raum, um vor der Kamera zu stehen und sich durch Tanz frei auszudrücken.

Berlinische Galerie | 
Alte Jakobstraße 124-128 | 10969 BerlinBarbara Wagner & Benjamin de Burca | Swinguerra | 9. September - 5. Oktober 2020 | Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr

C:O Berlin © Felicity Hammond

C|O Berlin

Im C/O gibt es die erste Solo Show der britischen Künstlerin Felicity Hammond zu sehen. Das Besondere: ihrer Thematik entsprechend, die sich mit den Widersprüchen unserer postmodernen Städte auseinandersetzt, hat sie einige ihrer Motive auf Werbesäulen im öffentlichen Stadtraum an drei Standorten, dem B-Part Am Gleisdreieck, vor dem Kühlhaus in der Luckenwalder Straße sowie direkt am Amerika Haus platziert und legt so eine Spur hinaus ins Urbane. Passenderweise sind die großformatigen Collagen, die sie aus gefundenen Hochglanzbroschüren von Immobilienunternehmen mit eigenen Fotografien kombiniert, meist nicht gerahmt und erinnern dadurch nicht nur an die unendlichen Variablen des digitalen Bildes sondern symbolisieren so auch eine Offenheit für ihre Umgebung.

Amerika Haus | 
Hardenbergstraße 22-24 | 10623 BerlinFelicity Hammond | Remains in Development | 12. September 2020 - 23. Januar 2021 | Täglich 11-20 Uhr

Barkow Leibinger| Haus am Waldsee © Roman März

Haus am Waldsee

Die aktuelle Ausstellung des deutsch-amerikanischen Architektenteam Barkow Leibinger im Haus am Waldsee ist etwas ganz Besonderes. Die unverwechselbare Handschrift des Duos, das seit über 20 Jahren zusammenarbeitet macht die Ausstellung gerade auch für Architektur Laien hoch interessant und eröffnet durch die ausgeprägte Affinität der beiden zum Skulpturalen und Experimentellen einen faszinierenden und vor allem nachvollziehbaren Zugang in die Magie der Architektur. Highlight und Mittelpunkt der Ausstellung ist die Neuinterpretation des "Summer House", welches 2016 im Außengelände der Serpentine Gallery in London gezeigt wurde. Die raffinierten Schwünge und Spiegelungen des Pavillons sind vor allem jetzt im sonnigen Übergang in den Herbst ein absolutes Must-See!

Haus Am Waldsee | 
Argentinische Allee 30 | 14163 Berlin-ZehlendorfBarkow Leibinger | Revolutions of Choice | 18. Juli - 14. Oktober 2020
Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr

Rirkrit Tiravanija at Berghain

Studio Berlin | Berghain

Studio Berlin ist eine Kollaboration der Sammlung Boros und dem Club Berghain, entstanden aus der Corona bedingten Notsituation, die seit Frühling diesen Jahres nicht nur die Kunstszene vor enorme Herausforderungen gestellt hat, sondern auch das Berliner Nachtleben schwer getroffen hat. Dabei versteht sich Studio Berlin als Ort und Plattform in dem Berliner Künstler*innen in einen Dialog treten können. Die Räumlichkeiten des Berghain inklusive der Panorama Bar, Säule und anschließende Halle (!) bieten hierfür nicht nur einen spektakulären und passenden Rahmen, es ruft auch mit jedem Schritt das Fehlen eines der wichtigsten Narrative in Berlin, nämlich das der komplett stillstehenden Clubkultur in Erinnerung. Ganze 117 internationale und nationale zeitgenössische Künstler*innen, die in Berlin arbeiten und leben gibt es zu entdecken von Fotografie, Skulptur, Performance und Video über Malerei, Installation und natürlich Sound.

Berghain | 
Am Wriezener Bahnhof | 10243 BerlinStudio Berlin | Gruppenausstellung | 9. September bis zur Wiedereröffnung des Clubs | Dienstag bis Sonntag 12-20 Uhr

Jeremy Shaw Quickeners 2014

Julia Stoschek Collection

Die Quantification Trilogy des in Berlin arbeitenden und lebenden Kanadiers Jeremy Shaw besteht aus den drei Kurzfilmen Quickeners (2014), Liminals (2017) und I Can See Forever (2018) in der sich Fakt und Fiktion vermischen und die Besucher in einen parafiktionalen Ausblick in unsere Gesellschaft schleudert. In dieser Zukunft, "The Quantification" genannt, haben Wissenschaftler es geschafft, alle Werte und Informationen transzendentaler Erfahrungen empirisch zu erfassen. Aus der Sicht verschiedener Randgruppen heraus bedient sich Shaw der Bildmedien und der Ästhetik des 20. Jahrhunderts um diese Vision realistisch zu kreieren und erschafft eine intensive, kritische Perspektive auf immer noch gängige Machtsysteme, populäre Gegenkultur, Esoterik, Tanz, virtuelle Realität und immer wieder Szenarien des Erhabenen und der Transzendenz. Intense!

Julia Stoschek Collection | 
Leipzigerstr. 60 | 10117 BerlinJeremy Shaw | Quantification Trilogy | Opening 3. September
5. September - 29. November 2020 | Samstag + Sonntag 12-18 Uhr

Katharina Grosse | Foto Jens Ziehe

Hamburger Bahnhof

"Ich male mich aus dem Gebäude heraus", so Katharina Grosse über ihre ortsbezogene Malerei. Wer sich schon immer einmal, im wahrsten Sinne des Wortes, durch eines der monumentalen Kunstwerke der Künstlerin bewegen wollte, hat derzeit im Hamburger Bahnhof die Gelegenheit dazu. In diesem Fall erstreckt sich die nur für die Dauer der Ausstellung existierende Malerei nicht nur über die historische Halle in den öffentlichen Raum, sondern zieht sich weiter bis auf das Gelände hinter dem Museum, um schließlich an der Fassade der Rieckhallen ihr Ende zu finden. Die fließenden, stromartigen Farbverläufe eröffnen dabei nicht nur visuell, sondern auch ortsbedingt immer wieder neue Perspektiven für den Besucher. Grande!

Hamburger Bahnhof | 
Invalidenstr. 50 | 10557 BerlinKatharina Grosse | It wasn´t us | 14. Juni - 10. Januar 2021
Dienstag, Mittwoch, Freitag 10-18 Uhr, Donnerstag 10-20 Uhr
Samstag + Sonntag 11-18 Uhr

Camille Pissarro - Sammlung Hasso Plattner

Museum Barberini

Potsdam hat traditionell schon immer einiges zu bieten für seine Besucher. Ab dem 5. September gibt es einen weiteren Grund die ehemalige Residenzstadt Friedrich des Großen zu besuchen. Das Museum Barberini wird als Dauerausstellung die eindrucksvolle Sammlung Impressionistischer Meisterwerke des Museumsgründers Hasso Plattner beherbergen. An keinem anderen Ort in Europa außerhalb von Paris, wird es dann zum Beispiel mehr Gemälde, nämlich ganze 34 Stück von Claude Monet zu sehen geben. Neben Monet sind natürlich auch große Namen und wichtige Vertreter der Kunst Strömung wie Gustave Caillebotte, Auguste Renoir, Camille Pissarro und Paul Signac vertreten. Mit dieser Dauerausstellung wird das Barberini zu einem der wichtigsten Zentren impressionistischer Landschaftsmalerei weltweit!

Museum Barberini | 
Alter Markt, Humboldtstr. 5-6 | 14467 PotsdamImpressionismus | Die Sammlung Hasso Plattner | ab 5. September 2020 | Täglich außer Dienstag 10-19 Uhr | Jeden ersten Donnerstag im Monat 10-21 Uhr

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