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Kumami – Die großartigste Neuentdeckung der vergangenen Jahre

Sonntag, 26. März 2017
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Berlin scheint zur Stadt des Essens geworden zu sein. Ununterbrochen eröffnen neue Restaurants mit immer wieder neuen Konzepten. Meist laut und mit viel TamTam. Immer schwerer wird es, noch zu überraschen. Etwas Eigenständiges zu schaffen. Etwas, das einem das Herz höherschlagen lässt und in echte Euphorie versetzt.

Doch genau so einen Ort haben wir mit dem ganze zwölf Plätze bietenden, japanischen Restaurant Kumami gestern entdecken dürfen. Still. Leise. Unverhofft. In einer kleinen Seitenstraße in Köpenick. Fernab des Trubels. Und vielleicht gerade deshalb das Wunderbarste, was uns seit langem begegnet ist.

Ein Interieur von meditativer Ruhe, Kreativität und einem Höchstmaß an Ästhetik. Die alten Räumlichkeiten so zauberhaft und betörend hergerichtet, dass wir uns nicht sattsehen können. Das grandiose Menü so bescheiden und diskret gereicht, dass uns bereits das Servieren auf wundersame Weise berührt.

Das Kumami, das sind der japanische Architekt und Designer Kuma Kenta und seine Frau Kumi. 2010 kamen sie, angezogen von der Kreativität und Weltoffenheit der Stadt, nach Berlin. Fünf Jahre später eröffneten sie das winzige Restaurant in Köpenick, in dem Kuma Kenta seither seiner lebenslangen Leidenschaft, dem Kochen, folgt.

Seine Philosophie ist die der japanischen Esskultur "Washoku", die den ursprünglichen Geschmack der Lebensmittel achtet und sie auf simple Art und Weise zubereitet. Anders als in der europäischen Esskultur, in der die Zutaten oft kompliziert zusammengefügt werden. Übertragen auf unsere heimischen Lebensmittel schafft er damit etwas ganz wundervoll Eigenständiges.

So kommt das "Wildfang Garnelen Carpaccio" des aktuellen fünf-Gang Menüs beispielsweise mit hiesigem Spargel, Radiesschen und Bärlauch zu japanischen Wakame und Wolfsbarschbrühe oder die "Forelle" in einer dicken Salzkruste und in Weinblätter gewickelt, die das natürliche Aroma des Fisches verstärken.

Optisch wie geschmacklich nicht zu überreffen sind auch die "Obanzai", die genialen Appetithäppchen, die uns eines nach dem anderen in wahre Begeisterungsstürme versetzten, bevor "Lachs-Tartar" und Forellenkaviar auf Reis mit Wasabi Mayonnaise und eine butterzarte "Rosa-Entenbrust" zu geräuchertem Wachtelei, Schwarzwurzel, Yuzumiso und einer köstlichen Sakesoße folgten.

All das serviert Kuma Kenta, allein in Küche und Gastraum agierend, auf den Punkt gegart und mit einer Besonnenheit, als seien alle Handgriffe Teil einer Meditation. Nichts ist aufgeregt. Alles ist Ruhe. Respekt. Und Freude. Begleitet übrigens von einer kleinen aber ganz hervorragenden Auswahl an Weinen, Sake und überwiegend japanischer Whisky Raritäten.

Doch ohne eine Reservierung geht im Kumami allerdings nichts, denn alles wird tagesfrisch nach Anzahl der Reservierungen eingekauft und vorbereitet. Vorrätig gibt es nur Teile der Einrichtungsgegenstände, darunter auch wunderschöne Stühle, die er selbst entworfen hat und hier zum Kauf anbietet.

Vier Plätze für unseren nächsten Besuch sind bereits reserviert und wir können es kaum erwarten, erneut in diese außergewöhnliche Welt mit einer der besten Küchen der Stadt einzutauchen. Für uns schon jetzt die spannendste Neuentdeckung vielleicht nicht nur dieses Jahres!

Dienstag bis Samstag 18-22 Uhr

Kumami
Kietzer Str. 3
12555 Berlin-Köpenick

email.
fon. +49 30 683 216 09

www.kumamiberlin.com

preisniveau. € € 

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Kumami Japanisches Restaurant Berlin Köpenick-5
Kumami Japanisches Restaurant Berlin Köpenick
Kumami Japanisches Restaurant Berlin Köpenick-2
Kumami Japanisches Restaurant Berlin Köpenick-3
Kumami Japanisches Restaurant Berlin Köpenick-4
Details & Karte

Dienstag bis Samstag 18-22 Uhr

Kumami
Kietzer Str. 3
12555 Berlin-Köpenick

email.
fon. +49 30 683 216 09

www.kumamiberlin.com

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