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Kommando KüsschenMichael Hetzingers Leben mit Hund

Donnerstag, 20. April 2017
Hertha küsst

Hertha ist eine Knutscherin. Für ihr Leben gern verteilt sie Küsschen – und zwar ziemlich feuchte. Denn bei ihr bedeutet Küssen Abschlecken. Unromantische Menschen könnten behaupten, der Begriff Kuss passe dafür nicht. Aber es gibt tatsächlich zwei Parallelen.

Erstens knutscht sie immer nur diejenigen ab, die sie besonders gerne hat. Und zweitens platziert sie ihre Schmatzer zielgenau auf den Mundbereich – oder besser gesagt Maulbereich, denn das lassen natürlich nur ihre Hundefreunde zu.

Allerdings gefällt das Küssen nicht jedem. Tammo beispielsweise, einer ihrer Hunde-Freunde aus der Weinbergspark-Clique, windet sich immer sehr und dreht seinen Kopf von links nach rechts, um ihren Küsschen zu entkommen.

Das ist jedes Mal ein lustiges Schauspiel – für alle außer Puggle Tammo. Vielleicht mag Hertha ihn so gern, weil er ebenso wie sie ein Mops-Mischling ist: halb Mops (in Englisch Pug), halb Beagle. Hertha ist übrigens ein Rassmo: halb Mops, halb (Parson) Jack Russel. 

Zum Glück hat Hertha andere Freunde, die ihre Küsse zu schätzen wissen. Allen voran ihre beste Freundin Toni, die Basset-Dame aus dem Büro. Die beiden sind ein Herz und eine Seele und Hertha ist meistens bei Toni zu Besuch, wenn wir unterwegs oder im Urlaub sind und sie nicht mitnehmen können. Tonis "Mutter" Winnie ist Herthas Lieblingsmensch in der ganzen Agentur. Die lässt sich allerdings nicht so gern von ihr abschlecken. Versteh ich gar nicht.

Von etwas anders gearteter Leidenschaft ist das Verhältnis zwischen Hertha und den zwei "Jungs" Musashi und Leo. Sie sind ungefähr in ihrem Alter, wuschelig, etwa gleich groß und zusammen im Weinbergspark aufgewachsen. Eine Sandkastenliebe wie sie im Buche steht. Allerdings hoch zwei, denn beide sind verrückt nach Hertha.

Das führt – na klar – ab und an zu Streit. Sie sind ziemlich eifersüchtig und reagieren entsprechend feindselig auf den jeweils anderen, wenn Hertha zugegen ist. Die versteht den ganzen Trubel allerdings überhaupt nicht und zeigt ihnen die kalte Schulter. So jung und schon eine echte Herzensbrecherin.

Ihre Hunde-Freunde sucht sich Hertha meistens selbst aus. Die Kriterien folgen dabei allerdings keiner für mich verständlichen Logik. Manche Hunde kennt sie ihr Leben lang und mehr als ein müdes Hallo gibt es nicht. Andere trifft sie zum ersten Mal und ist sofort angetan.

Sicher ist, dass sie die Hunde von Freunden immer mag, zum Beispiel Arabia, mit der sie häufig spazieren geht. Unsere aktuellste Lieblingsstrecke ist übrigens das Briesetal. Ein verwunschenes Tal, teilweise sumpfartig, sehr ruhig und im Norden Berlins schnell zu erreichen. Starten kann man die Runde am besten am Parkplatz Schlagbrücke an der L211.

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