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Muxmäuschenwildmacherin Julia Koppers Lieblingsorte in Berlin

Mittwoch, 03. August 2016
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Ich treffe Julia Kopper im Café des Concept Stores Hallesches Haus in Kreuzberg, dem perfekten Ort, um mit einem kreativen und innovativen Menschen wir ihr, die Köpfe zusammen zu stecken. Seit beinahe zehn Jahren ist die gebürtige Langenfelderin, die im Spannungsfeld zwischen Düsseldorf und Köln aufwuchs und in Duisburg Kommunikations- und Medienwissenschaften studierte, in Berlin. Der Stadt, die ihr Herz bis heute höherschlagen lässt, wenn sie von einer Reise kommend wieder heimkehrt.

Regelmäßig bereichert sie uns mit jeder Menge spannender Konzepte, angefangen bei ihren berüchtigten Golden Dinners in geheimen Locations bis hin zu einem der populärsten Newsletter der Stadt, dem Muxmäuschenwild Magazin. Für ihre gleichnamige Agentur, beruhend auf den drei Säulen PR, Event und Marke, entwickelt sie, gemeinsam mit Creative Director Robert Felgentreu und ihrem gesamten Team, Konferenzen, Lifestyle-Events und Markenerlebnisse.

Schon während des Studiums jobbte die heute 34-jährige bei MTV, begleitete Produktionen von Vox Tours und drehte eigenverantwortlich Filme zu Reisezielen des Kreuzfahrtschiffes Aida. Sie wurde Personal Assistent des Regisseurs Martin Weisz für den Film "Butterfly", kam über Umwege von der Regie zur Produktion und arbeitete fortan als freiberufliche Produktionsassistentin.

Während einer sechsmonatigen Produktion in Indien, wurde ihr klar, dass sie in diesem Metier niemals würde sesshaft werden können. Sie war in Kapstadt und L.A. gewesen, hatte an zahllosen weiteren Orten viel gelernt und erlebt, aber nun wollte sie wieder ein Zuhause. Schon bei ihrem ersten Berlin-Besuch hatte sie sich Hals über Kopf in die Stadt verliebt und so lag die Entscheidung nahe, sich hier an der Spree niederzulassen.

Schon immer hatte man sie in die Teamleitung gesteckt und so begann sie auch in ihrer neuen Wahlheimat zunächst mit dem Aufbau von Teams. In der Malzfabrik wurde sie die rechte Hand von Gründer Frank Sippel und baute für ihn das Marketingteam der Eventlocation mit auf. Sie unterstützte eine befreundete Agentur aus Solingen beim Aufbau derer Berliner Dependance und begann als Freelancer mehr und mehr Projekte im Bereich PR und Events zu betreuen.

Ein glücklicher Zufall bescherte ihr eines Tages die Entdeckung eines alten Theaters in Mitte, das 75 Jahre unberührt geblieben war und in dem sie unter dem Namen "Golden Dinner" damit begann, geheime Candle Light Dinner zu veranstalten. Der überwältigende Erfolg dieser Veranstaltungsreihe bescherte ihr die ersten begeisterten Kunden und in Folge die Gründung ihrer Agentur Muxmäuschenwild, in der sie heute 15 Mitarbeiter beschäftigt.

Bei der Auswahl ihrer zehn Lieblingsorte hat sich Julia Kopper allerdings sehr schwer getan. "Berlin quillt über vor Lieblingsorten!", konstatierte sie verzweifelt und sie liebe an Berlin ja gerade so sehr, dass es ständig etwas Neues zu entdecken gäbe. Am Ende traf sie dann aber doch eine Auswahl an Orten, die ihr ganz besonders am Herzen liegen und die hier nun Erwähnung finden...

Tempelhofer Feld. Leider habe sie den Flughafen nicht mehr im regulären Betrieb erlebt, aber die Freifläche inmitten der Großstadt sei einfach "sensationell". Die Weite. Das Freiheitsgefühl. Die vielen Sportarten, für die sich die Menschen hier einen Raum erobern. Ein Ort, der immer auch für Gäste ein echtes Highlight sei.

Eins44. "Tolles Essen in toller Atmosphäre!" Keine fünfhundert Meter von ihrem Zuhause, in einem 2. Hinterhof gelegen, habe sie kürzlich dieses Restaurant in einem alten Industriegebäude entdeckt. Es habe sie ein wenig an das La Soupe Populaire von Tim Raue erinnert. "Das Essen war unfassbar gut. Beinahe Sterneniveau ohne einen Stern!" schwärmt sie. Ein wegweisendes Konzept für Neukölln und exakt einer dieser Orte, für die sie Berlin so liebe.

Neuvenedig. Diesen Ort habe sie entdeckt, als sie gemeinsam mit ihrem Hund, all die Seen in Berlin abgeklappert habe. "Irre, wie viel Wasser die Stadt zu bieten hat", schwärmt sie. Ein Bötchen, um hier durch die malerischen Kanäle zu fahren, mietet sie sich am liebsten bei 13kanus.de. Bei denen bekomme man auch an einem knallheißen Sonntag noch spontan ein Boot. "Ein echter Geheimtipp!", flüstert sie konspirativ. In einem Biergarten würden sie dann immer einen Stopp für Schnitzel mit Kartoffelsalat einlegen.

Volkspark Friedrichshain. Dieser Park stehe für sie stellvertretend für die vielen tollen Grünanlagen in Berlin. Im Sommer sitze sie häufig mit ihrem Mittagessen am "Märchenbrunnen" und habe dort im Park sogar das dreijährige Bestehen ihrer Agentur Muxmäuschenwild gefeiert. Mit einer langen weißen Tafel, von der sie immer geträumt hatte und zahllosen transparenten Heliumballons, die wie Seifenblasen darum herumtanzten. "Das war ein großartiger Tag!"

Hallesches Haus. Von Anfang sei sie von dem Konzept dieses Ortes begeistert gewesen. Laden, Café und Event-Location in einem sei das Hallesche Haus. Die Produktauswahl sei selten schön und sie liebe das internationale Flair, das dieser Ort habe. Hier vergesse sie regelmäßig Zeit und Raum. Ebenso gut könne man sich hier in London, Paris oder New York befinden.

C/O Berlin. Einen riesen Respekt habe sie vor Stefan Erfurt, dem Gründer dieser Fotogalerie. Er habe damit etwas Großartiges geschaffen, das die Stadt nachhaltig bereichern wird. "Stefan hat sich immer durchgekämpft und auch nicht entmutigen lassen, als ihm in der alten Location, dem Postfuhramt, gekündigt wurde und sich zunächst kein neuer Standort fand." Der Umzug an die Hardenbergstraße stehe für sie dabei aber auch für den neuerlichen Wandel im Westen.

Berghain. Eigentlich sei sie niemand, der sich die Nächte in Clubs um die Ohren schlage, aber das Berghain sei eben nicht nur der vielleicht bekannteste Club der Welt, sondern vor allem auch eine tolle Location für unterschiedlichste Inszenierungen und Konzerte. In bleibender Erinnerung sei ihr bis heute die Inszenierung "Masse" des Staatsballetts Berlin, aber auch die klassische Veranstaltungsreihe Yellow Lounge habe hier ihr Zuhause.

Haut & Sein. Die Kombination von Kosmetik und Coaching, die Jana Pákozdi hier mit ihrer Behandlung Unter der Haut anbiete, sei einfach einzigartig. "Schon nach meiner ersten Behandlung hatte sich alles geändert", erzählt Julia Kopper. Auch all ihre Freundinnen, die mittlerweile regelmäßig zu Jana gehen, seien durchweg begeistert. "Ein tolles Konzept!"

Yoga Team Berlin. Das Yogi-Paar Valentin und Irina veranstalte großartige Yoga Seminare und Retreats in der ganzen Welt. Beim ersten Mal sei sie mit Ihnen in einer unglaublichen Location in Thailand gewesen, wo sie auf schwimmenden Bungalows untergebracht waren. Aber auch ein alter Kornspeicher auf Rügen zähle zu den Destinationen. Die Retreats seien der perfekte "Offline Urlaub", schwärmt Julia begeistert. Unfassbar spannende Leute habe sie während der Kurse schon getroffen. Hier könne sie innerhalb kürzester Zeit, ihre Akkus wieder aufladen.

Jackie O. Am Anfang der Rummelsburger Bucht könne man hier traumhaft in den Sonnenuntergang feiern. Sie selbst habe dort schon ein tolles Sommerfest veranstaltet und liebe diesen Ort. Auch Musiker würden hier regelmäßig auftreten. Allerdings sei es nie ganz einfach heraus zu bekommen, was gerade ansteht. – "Berlin eben!"

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