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Baking Queen Cynthia Barcomis Lieblingsorte in Berlin

Mittwoch, 03. Februar 2016
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In Berlin gibt es wohl keinen Liebhaber amerikanischer Backwaren, der Cynthia Barcomi nicht kennt. Vielleicht gibt es in Berlin sogar überhaupt niemanden, der noch nicht von ihr gehört hat. Zu erfolgreich sind neben ihren beiden Geschäften – dem Café mit Kaffeerösterei in Kreuzberg und dem Deli in Mitte – vor allem auch ihre zahlreichen Kochbücher und Fernsehauftritte. Regelmäßig bäckt sie in der ARD und im ZDF oder auch für den Shopping Sender QVC, bei dem sie ihre eigene Kollektion an Backformen bewirbt.

Über 20 Jahre ist es her, dass sie auf der Suche nach neuen Herausforderungen neben ihrer Rolle als Mutter eine Kaffeerösterei in der Bergmannstraße in Kreuzberg eröffnete. Der Duft frisch gerösteter Bohnen hatte die ehemalige Tänzerin während eines Heimatbesuchs im amerikanischen New Haven dazu inspiriert. Man röstete dort ausgerechnet auf einer deutschen Röstmaschine von Probat. Ein Hersteller, der nach ihrer Rückkehr umgehend ausfindig gemacht wurde und alsbald das Fundament für Barcomi’s lieferte: einen Trommelröster, der bis heute im Einsatz ist.

Damit brachte uns die Amerikanerin jedoch nicht nur frisch geröstete Kaffeebohnen nach Berlin, sondern auch so herrliche Dinge wie den bis dato noch völlig unbekannten Bagel, saftige Muffins, wunderbar schokoladige Brownies oder auch den ersten New York Cheesecake der Stadt. Nirgendwo sonst in der Region gab es damals diese Herrlichkeiten und bis heute kommt niemand aus meiner Familie an einem Stück Cinnamon Roll vorbei, wenn er auch nur ansatzweise in die Nähe eines ihrer Cafés gelangt. Was und welche Orte die „Baking-Queen“ aber selbst in Berlin schätzt, hat sie uns in einem sehr persönlichen Interview am vergangenen Montag verraten. Neugierig? Well, here they are...

KaDeWe. Chronisch wenig Zeit hat sie und so zählt das Kaufhaus des Westens zu ihren absoluten Lieblingsadressen zum Einkaufen. Hier findet sie alles unter einem Dach in erstklassiger Qualität. „Das Haus hat sich so toll entwickelt“ schwärmt sie. Dabei liebt sie insbesondere die fantastische Schuhabteilung und den in Berlin wohl einzigartigen Beautybereich. An der Feinschmecker-Etage führt natürlich ohnehin kein Weg vorbei. Ihr Geheimtipp für dort oben: die vegetarischen Burger!

The Pantry. In unmittelbarer Nähe zu ihrer Stadtwohnung gelegen, ist dieses Restaurant an der Friedrichstraße mittlerweile zum traditionellen Ort für die Geburtstagsessen ihres Mannes avanciert. Sie liebt das hervorragende Essen und die entspannte gemütliche Atmosphäre. Ihr persönlicher Favorit auf der Karte: die "Pantry Tapas" bestehend aus Tunfisch Sashimi, würzigem Schweinebauch, Yakitori Chicken und scharfem Pulpo.

Original in Berlin. In dem Vintage-Möbel Geschäft an der Karl-Marx-Allee erwarb sie einst eine Lampe aus den 60er Jahren. Ein niederländischer Designer hat für selbige einen Helm als Schirm, eine Gangschaltung als Schalter und ein Lenkrad als Gestell zu einem skurrilen Lichtobjekt zusammengefügt, das nun ihr heimisches Sideboard schmückt. Seiher liebt sie es, hier immer wieder zu stöbern: "Die Auswahl an internationalen Vintage-Möbeln ist einfach genial" sagt sie.

Zeitwunder. Von diesem Ort haben auch wir schon begeistert berichtet. Seit zehn Jahren ist Cynthia Barcomi in dem Charlottenburger Kosmetikinstitut Kundin und schwört dabei ebenso lang auf die dort ausschließlich verwendete Pflegeserie Environ wie auf die herausragenden Behandlungen bei der Kosmetikerin Alina Wechsler. Einmal im Monat ist sie mindestens dort und räumt diesem Termin immer Zeit ein. Nie würde sie eine andere Pflege an ihre Haut lassen. Auch die Kosmetik von Jane Iredale hat es ihr dort angetan: "Einen Lip Crayons Saucy habe ich immer in meiner Tasche dabei" schwärmt sie.

Spirit Yoga. Die Zehlendorfer Dependance des erfolgreichen Yoga Instituts liegt nahezu vor ihrer Haustür. Drei mal in der Woche trainiert sie dort, wenn sie nicht auf Reisen ist und vor der Kamera steht. Zum Auspowern geht’s allerdings ins Aspria am Ku’damm, wo sie insbesondere die Kurse von Serkan Vural liebt. „Allein die Musik!“ erzählt sie begeistert.

Schlachtensee. Ob zum Joggen, Spazierengehen oder zum Baden mit den Kindern: der Schlachtensee ist ihr Lieblingsort für alle Outdoor-Aktivitäten in Berlin.

Murkudis. Nirgendwo sonst in Berlin gibt es eine derartig große Auswahl an exklusiver Mode und ausgefallenem Schmuck, sagt die gebürtige Amerikanerin. Immer wieder entdeckt sie hier noch unbekannte Labels und einzigartige Produkte kleiner Manufakturen. Ihre letzte Errungenschaft: ein sagenhaft zarter Kaschmir-Schal von Oyuna.

Brücke Museum. Das ganz versteckt im Wald gelegene Museum hat sie unter allen Berliner Museen ganz besonders ins Herz geschlossen. Immer wieder ist es mit seinen wechselnden Ausstellungen zu Malern wie Emil Nolde oder Karl Schmidt-Rottluff, Anlaufstelle für ihre regelmäßigen Verabredungen mit einer langjährigen Freundin.

Restaurant Agni. Kavita Meelu, eine der Initiatorinnen des Streetfood Thursday in der Markthalle Neun, brachte sie vor einiger Zeit in das winzig kleine und unscheinbare indische Restaurant in Moabit. "Nie hätte ich allein dorthin gefunden" sagt sie. "Kavita hat bei unserem Besuch ganz viele verschiedene Gerichte bestellt, von denen wir dann alle gemeinsam gegessen haben. Es war so gut!"

Kühn Keramik. Viele Jahre bereits liebt sie die Keramikentwürfe von Bernhard Kühn, der vor allem durch die grafische Gestaltung altbewährter Formen, aber auch mit seinen ungewöhnlichen Vasen und Gefäßen Furore macht. Dabei ist die alte Apotheke, die den Laden des Künstlers beherbergt, auch für sich genommen schon die Anreise wert. Im Barcomi’s in den Sophie-Gips-Höfen in Mitte steht eine seiner vergoldeten Vasen. Halten Sie Ausschau danach!

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