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Premium-Initiatorin Anita Tillmanns Lieblingsorte in Berlin

Donnerstag, 21. Juli 2016
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Ich treffe Anita Tillmann im Büro der Premium, dem 2003 von ihr initiierten Messekonzept, bei dem internationale Mode für Damen und Herren sowie Schuhe und Accessoires erstmalig gemeinsam gezeigt wurden. Mit 70 Marken ging es damals im U-Bahnhof "Bundestag" los. Heute sind es 1.800 Kollektionen und die Premium damit die weltweit größte Messe, die Fashion und Lifestyle im hochwertigen Segment in dieser Qualität alljährlich zusammenbringt.

Anita Tillmann sitzt mir gegenüber. Elfenhaft. Bildschön. Mit offenen, tiefgründigen Augen. Sie nennt mir die Fakten ihres Lebens. Trotz des sagenhaften Stresses, der sie permanent zu begleiten scheint, ist sie voll da und bekommt leuchtende Augen, wenn sie von ihren Lieblingsorten zu erzählen beginnt. Am Liebsten möchte man gleich selbst etwas mit ihr auf die Beine stellen, so inspirierend wirkt allein ihre Gegenwart.

1972 wurde sie in Düsseldorf geboren. Nach einem Diplom in Textil- und Bekleidungswirtschaft und einem Aufbaustudium in Marketing arbeitete sie zunächst im Consulting für Modeunternehmen, zog 1998 der Liebe wegen nach Berlin und ging einige Jahre später zu Pixelpark, dem Pionier im Online-Business, wo sie Kunden wie adidas und Mexx beratend zur Seite stand.

2002 entwickelte sie das Konzept für die Premium, die nun schon seit 13 Jahren als Leitmesse für "Advanced Contemporary Fashion", eine Schlüsselposition in der internationalen Messelandschaft besetzt. Drei Jahre später ging sie nach New York, präsentierte dort bei den Machern der New York Fashion Week ein von ihr erarbeitetes Konzept und holte damit die renommierte Modewoche nebst ihrem Sponsor Mercedes Benz nach Berlin.

Wie kaum eine andere scheint Anita Tillmann ihr Handwerk zu verstehen. Stets betrachtet sie die gesamte Wertschöpfungskette, wodurch stets sehr stimmige und erfolgreiche Konzepte entstehen, mit denen sie nicht selten, auch dank ihrer zahlreichen Reisen und internationaler Kontakte, dem Markt einen Schritt voraus ist.

Immer ist sie am Puls der Zeit und erkennt, welche Trends Potential haben. Schon 2007 führte sie so beispielsweise eine "Green Area" mit nachhaltig produzierter Mode und Produkten auf der Premium ein, initiierte mit der Blogospere das erste internationale Bloggertreffen in Deutschland und führte jüngst "Activewear & Healthy Living", einen Streetstyle-Trend aus den USA, bei uns ein.

Stets verbindet die Mutter von zwei achtjährigen Töchtern Mode, Kunst und Musik als kreative Felder, die sich gegenseitig bedingen und befruchten. Sie ist Managing Partner der Premium Exhibitions und Mitinhaberin der Station-Berlin, dem ehemaligen Dresdner Bahnhof am Gleisdreieck, den sie zu einer hochprofessionellen und angesagten Berliner Veranstaltungs-Location weiterentwickelt hat.

Sie war Gründungsmitglied des Vereins Create Berlin und trat bereits sehr früh dafür ein, die Hauptstadt zu einem anerkanntem Design- und Modestandort zu machen. Neben der Premium erweiterte sie die Berliner Messelandschaft dabei auch um weitere neue Messekonzepte wie die Seek und vereint nach dem Kauf der Bright, einer Messe für Streetwear, Boardsport sowie Scatermode, nun die gesamte Bandbreite der „contemporary fashion“ unter dem Dach der Premium Gruppe.

Sie unterstützt als Vorstandsmitglied des Fashion Council Germany, „Mode designed in Germany“ und betreibt Lobbyarbeit für deutsche Designer. Sie kümmert sich um benachteiligte Kinder, unterstützt diverse Hilfsorganisationen und veranstaltete aus aktuellem Anlass das „Refugee Fundraising Dinner“ zur Unterstützung verschiedener Flüchtlingsprojekte.

Und doch bleibt bei all dem Engagement, einem gnadenlos vollen Terminkalender und den vielen Ideen im Kopf, auch bei Anita Tillmann so etwas wie Freizeit. Wo sie diese in Berlin am liebsten verbringt, sei hier in Folge verraten...

Grill Royal. Den Hotspot an der Friedrichstraße bezeichnet sie als ihr zweites Wohnzimmer. Seit vielen Jahren treffe sie sich dort mit Freunden ohne sich großartig verabreden zu müssen. Sie liebe die schöne Lage am Wasser und habe es von dort auch nicht weit bis nach Hause. Ihr Favorit sei das Rinderfilet mit Süßkartoffel-Pommes.

Cookies Cream. Heinz Gindullis, den Macher dieses ersten vegetarischen Restaurants der Stadt, kenne sie beinahe so lange wie sie in Berlin ist. Viel habe sie in seinem ehemaligen Club, dem Cookies, gefeiert. Heute seien sie eher gemeinsam mit den Kindern unterwegs. Nach wie vor gäbe es im Cookies Cream das beste vegetarische Essen der Stadt, schwärmt sie.

The Store. Im Soho House verbringe sie extrem viel Zeit, weil sie so vieles unter einem Dach findet. Besonders schätze sie jedoch diesen Concept Store, dessen Sortiment einzigartig in Berlin sei. "Hier gehe ich nie ohne eine Tüte raus", lacht sie. "Zuletzt mit einem Blazer von Blaze Milano." In der integrierten Kitchen könne man im Übrigen wunderbar arbeiten, Meetings abhalten und vor allem sehr gesund und gut essen.

Cowshed Spa. Auch dieser Spa ist Teil des Soho Houses an der Torstraße und damit feste Anlaufstelle für all ihre Beauty Treatments. Hier könne sie zwischen ihren zahllosen Terminen rasch zur Maniküre oder zum Facial. Das Team dort sei extrem nett und sie liebe die herrlich duftenden Produkte von Cowshed.

Murkudis. Bereits eine gefühlte Ewigkeit kenne sie Andreas Murkudis und der Laden im ehemaligen Tagesspiegelgebäude sei eine wahre Oase. Ihre letzte Errungenschaft seien zwei Teile des belgischen Designers Dries van Noten gewesen. Großartig fände sie auch den neuen Interior Shop vorne an der Potsdamer Straße.

Tiergarten. Hier gehe es regelmäßig zum Joggen, Biken oder auch zum "Eichhörnchen gucken" mit den beiden achtjährigen Zwillingen und ihrem Mann Ole hin.

C/O Berlin. Die Initiatoren und Leiter der Fotogalerie seien langjährige Freunde von ihr und sie sei ganz begeistert, was das Haus durch den kürzlichen Wechsel von der Oranienburgerstraße ins Amerika Hause für einen Sprung gemacht habe. Vor allem international habe Berlin das viel Renommee gebracht. "Ein tolles Haus!", betont sie.

Sammlung Boros. Gerade heute gehe sie wieder zu einer der spannenden Führungen durch die Sammlung moderner Kunst, der das Ehepaar Boros in einem alten Bunker ein Zuhause gegeben hat. "Eine beeindruckende Location", betont sie. "Trotz der umfassenden Informationen während der Führung, kommt man hier komplett runter."

Krav Maga Instinct. Anfang des Jahres habe ihre ganze Familie angefangen, an dieser Schule für Selbstverteidigung zu trainieren. Auch ihre beiden kleinen Töchter. Neben Verteidigungstechniken, lerne man hier vor allem auch Achtsamkeit. Das Training sei wahnsinnig effizient: "Schon nach der ersten Stunde hatten wir technisch etwas gelernt und fühlten uns sicherer."

Miriam Langenscheidt. Bei der Berliner Yogalehrerin trainiere sie regelmäßig das sehr aktive Jivamukti Yoga. Voll des Lobes ist sie für die humorvolle, positive Art der Trainerin während der gemeinsamen Stunden. "Miriam ist einfach großartig! Ihr kann man tatsächlich ansehen, wie Yoga alles verändert." Super seien auch die Retreats, die Miriam Langenscheidt mehrmals im Jahr anbiete.

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