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Berlin Food Week Initiator Alexander van Hessens Lieblingsorte

Donnerstag, 23. Juni 2016
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Alexander van Hessen ist noch keine 40 und dennoch hat er in der Kürze der Zeit bereits Beachtliches auf den Weg gebracht. Denn der waschechte Berliner, der während eines kurzen Aufenthalts seiner Eltern in Moskau geboren wurde, ist ein wahres Organisations- und Marketinggenie. Er wuchs in Ostberlin auf, studierte in Berlin und Rotterdam Marketing, sammelte erst Erfahrungen bei Heineken und schrieb seine Diplomarbeit zum Thema "Die Marke Berlin" beim Wirtschafts- und Technologieverband Berlin Partner.

Schon früh hatte er sich dafür interessiert, was eine Stadt oder Region ausmachte und wie man das Typische, das Einzigartige am Besten vermarktete. Doch zunächst wurde das Tropical Island südlich von Berlin sein erstes großes Projekt. Knapp drei Jahre machte er dort das einzigartige Freizeitkonzept in einer Zeppelinhalle in der ganzen Welt publik. "Ein Projekt der Superlative war das", erzählt er noch heute begeistert. Aus allen Ecken der Welt seien die Journalisten und Fernsehteams angereist.

Doch schnell wurde ihm klar, dass nur ein einzelnes Projekt ihm nicht genügen würde und so begann er parallel, sich selbstständig zu machen. Er entwickelte erste Formate für die Berlin Fashion Week, darunter auch den "Underground Catwalk", bei dem er die Models in U-Bahnhöfen oder U-Bahn-Waggons auf den Laufsteg schickte. Eine international beachtete Aktion, die den Titel "Most Freaky Catwalk" einbrachte und mit der man so spektakuläre Schauen, wie die auf der Chinesischen Mauer oder einen Unterwasser Catwalk hinter sich ließ.

Er begann mit großen Marken zu arbeiten und gründete die Agentur Rockstar Media & Events, für die er und sein Team bis heute "Lifestyle Events" für große Unternehmen wie Swatch, Puma oder Mini realisieren. Aktuell gehört seine ganze Leidenschaft jedoch der von ihm initiierten und mit einem Partner realisierten Berlin Food Week. Zwei Jahre lang hatte er im Vorfeld Gespräche mit Gastronomen und Akteuren aus der Food-Branche geführt, um herauszufinden, ob Berlin so etwas brauchte. Und Berlin brauchte es!

Und so geht die Berlin Food Week nun in diesem Jahr bereits in die dritte Runde und hat dabei kein geringeres Ziel, als Berlin zu einer echten Food-Metropole zu machen. Es gehe darum die Stadt zu promoten und nicht einfach nur um ein einzelnes Event, betont van Hessen. Sein Herz schlage für Berlin. Es gehe darum, diese Woche voller kulinarischer Genüsse für jeden attraktiv zu machen.

Von exklusiveren Dinners, wie in der Food Clash Canteen bis hin zum Shoppen herausragender Lebensmittel, wie im Späti Deluxe wird daher auch in diesem Jahr für jeden wieder etwas dabei sein. Und somit gibt es für mich nur noch eine Frage zu stellen: Wie lauten Ihre Lieblingsorte in Berlin, Alexander van Hessen?

Fragrances. Die Entdeckung dieser Bar, in der Düfte zu Cocktails werden, empfand Alexander van Hessen als geradezu bahnbrechend. Die begehbare Cocktailkarte sei wirklich genial und die Verknüpfung von Duft und Geschmack ohnehin. Arnd Heißen, der Erfinder der im Ritz Carlton beheimateten Bar, habe auch sonst eine extrem große Treffsicherheit mit seinen Empfehlungen. "Er hat bei mir noch nie mit einem Drink danebengelegen."

Mutzenbacher. Vor ein paar Jahren eröffneten Freunde von ihm dieses Restaurant mit typisch österreichischer Küche in Friedrichshain. Heute ist es einer seiner absoluten "Lieblingsläden". Klein, gemütlich, mit einem sehr netten Küchenchef. An nette Orte gehe er dabei ganz grundsätzliche nie nur wegen des guten Essens, sondern immer auch wegen der Menschen dort. "Hier fühle ich mich einfach gut aufgehoben.", sagt er. "Und Brände und Weine von Fräulein Brösel gibt es dort auch."

Pfaueninsel. Schon als Jugendlicher sei er gerne auf die kleine Insel in der Havel gekommen. "Ein toller Ort, um runter zu kommen.", schwärmt er. Die Besucher verteilen sich sehr angenehm, sodass es auch bei größerem Andrang immer angenehm ruhig sei. Schon allein das kleine Schlösschen dort sei den Tagesausflug wert.

Reingold. Nicht nur, weil er dem Betreiber dieser Bar in Mitte mittlerweile freundschaftlich verbunden sei, genieße er bis heute die schöne Atmosphäre und die wechselnden Veranstaltungen dort. "Hier habe ich tatsächlich schon die eine oder andere lange Nacht verbracht.", schmunzelt er. Bei den Drinks lässt er sich dabei von den Bartendern stets überraschen.

Chipperfield Kantine. An der Kantine des Architekturbüros schätze er neben dem hervorragenden Lunch, vor allem auch die Dinnerabende am Mittwoch und Freitagabend. Die Atmosphäre sei wirklich toll und der isländische Koch sowieso. Hier stimme vom hervorragenden Essen, über die Optik bis hin zu den immer wieder sehr interessanten Gästen alles.

Schaubühne. Ein großer Fan von Lars Eidinger sei er und habe ihn in der Schaubühne schon in diversen "freakigen" Inszenierungen von Thomas Ostermeier gesehen. Im Übrigen veranstalte der Schauspieler immer wieder auch sehr lohnenswerte, skurrile Partys, die derzeit noch ein wenig als Geheimtipp gehandelt würden.

Sage Restaurant. Seit zehn Jahren schon realisiere er mit den Betreibern dieses Restaurants nebst Strandbar Veranstaltungen. Hinsichtlich der Location bezeichne er es als das immer noch schönste Restaurant der Stadt. Ganz besonders mag er das Kaminzimmer, aber auch die gesamte Außengestaltung sei natürlich genial.

Kater Blau. Den Techno- und Veranstaltungsort an der Spree besuche er regelmäßig zum Feiern. "Nice" sei es dort zu elektronischer Musik am Wasser zu sitzen. Das Restaurant sei aber auch klasse. Kürzlich sei das Küchenteam des legendären Noma aus Kopenhagen dort zu Gast gewesen und habe gemeinsam mit dem DJ Richie Hawtin, der ein Sake-Label vertreibt, eine geniales Dinner nebst einer von Hawtin kuratierten Sake-Begleitung serviert.

Ruby’s. "Das Ruby’s ist der perfekte Ort bevor man ins Watergate geht.", erzählt van Hessen. Das Restaurant nahe des besagten Clubs in Kreuzberg sei Anlaufstelle für die spannendsten Größen der Berliner Musik-Szene, die sich hier bei italienischem Essen für die Nacht stärkten. Im Übrigen gebe es hier den besten "Mexikaner" – einen Shot aus Tomate, Chili, Vodka und Basilikum, der hier anders als sonst, dank einer Tomatenreduktion an Stelle von Saft, klar und nicht rot serviert wird. "Das volle Tomatenaroma haut einen echt um!", so van Hessen.

Pantry. Hier halte er nahezu alle seiner Businesstreffen ab und sei folglich sehr oft im Pantry. Die Atmosphäre sei einfach top. Von den Möbeln über das Licht bis hin zum Essen sei alles schlicht perfekt. Seine beiden Favoriten von der Speisekarte seien das Beef- und das Salmon-Tataki.

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